Fußball-Oberliga: Schlusslicht SVG Göttingen hat die Hoffnung auf den Klassenerhalt noch nicht aufgegeben

„Wir arbeiten am Wunder vom Sandweg“

Schwierige Mission: Trainer Jan-Philipp Brömsen will den Absturz in die Landesliga noch verhindern. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. In der gesamten Vorrunde nur zwei von 16 Partien gewonnen, neun Punkte Rückstand auf den Nichtabstiegsplatz und ein desaströses Torverhältnis von 19:44: Man muss schon ein großer Optimist sein, um der SVG Göttingen in der Fußball-Oberliga noch eine echte Chance auf den Klassenerhalt einzuräumen. Aber genau zu dieser Kategorie Mensch zählt Thorsten Tunkel. „Wir könnten den Spielbetrieb einstellen, wenn wir nicht mehr an den Ligaerhalt glauben würden“, sagt der Fußballabteilungsleiter der SVG.

Zur desaströsen Bilanz des vergangenen halben Jahres gesellt sich auch noch die Tatsache, dass sich zur Winterpause vier Spieler verabschiedet haben. Allen voran Lucas Duymelinck, den mit sieben Treffern erfolgreichsten Angreifer. Erst im Sommer vom Bezirksligisten SSV Nörten-Hardenberg an den Sandweg gewechselt, nahm der Zeitsoldat im Dezember den umgekehrten Weg. Auch deshalb, weil er wegen seines Jobs in Holzminden nicht an allen Trainingseinheiten teilnehmen konnte.

Noch zwei Neue geplant

Mittelfeldspieler Marco Galante hat sich ebenso verabschiedet wie die Verteidiger Julian Keseling und Georgios Mittas, den es zurück nach Griechenland zog. Bei allen drei dürfte aber auch die sportliche Situation eine Rolle gespielt haben. Ob Lukas Kusch nach seiner Knieoperation in dieser Saison noch einmal für die SVG auflaufen wird, bleibt abzuwarten.

Dafür konnte Trainer Jan-Philipp Brömsen beim Trainingsauftakt vor einer Woche die beiden Stürmer-Neuzugänge aus Northeim begrüßen: Ali Ismail vom Oberliga-Konkurrenten und Dennis Moschanin aus der Eintracht-Reserve, die in der Bezirksliga kickt.

Am Montag legten die Schwarz-Weißen noch einmal nach. Ole Grams (22), ein 1,90 Meter großer Innenverteidiger, wechselt von der SG Aufbau Boizenburg (Verbandsliga Mecklenburg-Vorpommern) nach Göttingen. Er ist der 19. Spieler im Kader, dem noch zwei weitere folgen sollen. „Ole ist jung, für seine 22 Jahre aber schon erfahren und hat viele Spiele absolviert. Wir erhoffen uns eine Menge von ihm. Einen, vielleicht auch zwei Spieler werden wir noch holen, dann hätten wir wieder einen 21 Mann starken Kader“, sagt Tunkel.

Mit Moritz Ernesti erhält zudem ein Spieler aus der Reservemannschaft (1. Kreisklasse) eine Chance im Kader, der seit einer Woche fit gemacht wird für die verbleibenden 14 Spiele. „Von denen müssen wir mindestens die Hälfte gewinnen und dann hoffen“, sagt Tunkel, der die aktuelle Stimmung als „konzentriert“ bezeichnet. „Alle sind fleißig und arbeiten am Wunder vom Sandweg!“ Foto: nh

Von Ralf Walle

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