Fußball-Oberliga: Trainer Philipp Weißenborn blickt im HNA-Interview auf Teil zwei der Saison

„Wir gehen locker ins Spiel“

Er gibt bei Eintracht die Richtung vor: Philipp Weißenborn wird auch in der nächsten Saison Trainer der Northeimer Oberligafußballer sein. Archivfoto: zij

Northeim. Im Herbst, als sich der FC Eintracht Northeim von Trainer Malte Froehlich trennte, sprang der sportliche Leiter Philipp Weißenborn ein. Im Winter-Trainingslager des Fußball-Oberligisten in Ägypten gab der Club nun kürzlich bekannt, dass er auch in der nächsten Saison das Kommando an der Seitenlinie haben soll. Wir haben uns vor dem Rückrundenauftakt am Samstag (16 Uhr) daheim gegen Spelle-Venhaus mal ein bisschen mit dem Coach unterhalten.

Herr Weißenborn, kurz vor dem Startschuss zum zweiten Teil der Saison: Wie ist die Vorbereitung gelaufen?

Philipp Weißenborn: Sehr, sehr gut. Das war eine wirklich runde Sache. Ende des letzten Jahres waren die Jungs platt, das hat man gesehen. Die vier Wochen Pause haben dann richtig gut getan. Als wir wieder zusammengekommen sind, hat man gemerkt, dass die Mannschaft jetzt wieder richtig Bock auf Fußball hat. Gekrönt wurde das natürlich mit unserem Trainingslager in Ägypten. So eine Woche ist purer Luxus. Man kann ganz anders arbeiten, wenn man die Truppe so lange am Stück zusammen hat. Und auch für das Gefüge innerhalb des Teams ist so ein Trip einfach unbezahlbar.

Die Ergebnisse bei den diversen Testspielen waren ja auch mehr als ordentlich.

Weißenborn: Ja, auf jeden Fall. Und ohne übertreiben zu wollen: Wir hätten die Spiele sogar noch deutlich höher gewinnen müssen. Auch letzten Sonntag gegen Egestorf-Langreder. Da sind wir nach dem 1:5 auf 4:5 herangekommen und hatten noch etliche Gelegenheiten, um weitere Treffer zu erzielen. Wenn ich in der Vorbereitung einen Grund zum Meckern hatte, dann war es die fehlende Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen Tor. Aber zurück zum Spiel am Samstag: Wenn wir dann gegen Spelle nicht gewinnen, hilft uns auch die sehr gute Vorbereitung nichts mehr.

Wie kam es zu der Entscheidung, dass Sie auch nächste Saison Trainer bleiben?

Weißenborn: Wir haben einige wirklich sehr gute Kandidaten auf dem Schirm gehabt. Aber zum aktuellen Zeitpunkt war es so, dass wir von keinem voll und ganz zu 100 Prozent überzeugt gewesen sind. Mir macht die Arbeit viel Spaß. Und auch aus der Mannschaft waren die Signale positiv. Also machen wir nächste Saison zusammen weiter.

Die Tatsache, dass aktuell die ersten sieben Teams in der Tabelle, zu denen ja auch Northeim und Spelle-Venhaus gehören, nur durch wenige Punkte getrennt sind, macht diese Partie ja durchaus noch spannender.

Weißenborn: Absolut. Wenn wir Samstag gewinnen, sind wir gut dabei. Aber Spelle ist für mich favorisiert. Die Verantwortlichen dort haben die Regionalliga klar als Ziel formuliert. Spelle steht also unter Druck. Wir können locker ins Spiel gehen.

Wie sieht es denn bei der Eintracht mit Blick auf die nächste Saison aus?

Weißenborn: Da ist es erstmal unser Ziel, die Mannschaft in weiten Teilen zusammenzuhalten. So viele Ab- und Zugänge wie im vergangenen Sommer werden wir diesmal definitiv nicht haben. Erste Gespräche in diese Richtung haben wir bereits geführt.

Und in Sachen Regionalliga?

Weißenborn: Da stehen wir weiterhin auf dem Standpunkt wie vor einem Jahr: Wenn die Mannschaft es sportlich dahin schaffen sollte, wollen wir ihr das auch ermöglichen. Wir werden also für beide Spielklassen eine Lizenz beantragen - für die Oberliga und die Regionalliga. Doch die Frist endet ja erst am 31. März. Erstmal wollen wir sehen, wie wir am Samstag aus den Startlöchern kommen. (mwa)

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