Oberliga: Trainer Weißenborn im Interview

Eintracht Northeim erwartet Lupo Martini Wolfsburg

Engagiert an der Seitenlinie: Seit dem vergangenen Wochenende ist Philipp Weißenborn zurück als Trainer der Northeimer Oberliga-Fußballer. Das
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Engagiert an der Seitenlinie: Seit dem vergangenen Wochenende ist Philipp Weißenborn zurück als Trainer der Northeimer Oberliga-Fußballer.

Von Oktober 2017 bis Juni 2019 hatte er bereits das Kommando bei den Oberliga-Fußballern des FC Eintracht Northeim. Seit einer Woche, nach dem Rücktritt von Jan Ringling, ist Philipp Weißenborn nun zurück als Trainer der 1. Mannschaft.

Northeim - Wir sprachen vor dem Heimspiel (Sonntag, 14 Uhr) gegen Lupo Martini Wolfsburg mit ihm.

Die Entwicklung auf der Trainerposition bei der 1. Mannschaft des FC Eintracht kam für viele etwas überraschend.

Philipp Weißenborn: Ja, für mich auch. Es gab im Verein überhaupt keine Diskussion über Jan Ringling. Wir alle haben vor der Saison gewusst, dass es sportlich für und sehr schwierig wird. Vor einer Woche hat Jan dann die Entscheidung getroffen, seinen Posten abzugeben. Das respektieren wir natürlich.

Nun haben Sie wieder das Sagen.

Weißenborn: Ich hätte es nicht übers Herz gebracht, abzusagen. Und nachdem meine Frau zugestimmt hat, war klar, dass ich den Posten übernehme. Ich kenne 80 Prozent der Spieler seit sie elf oder zwölf Jahre alt sind und habe sie in diversen Jugendmannschaften bereits trainiert. Das kommt uns natürlich entgegen. Die Mannschaft und ich - wir kennen uns. Wir brauchen keine Anlaufzeit.

Und in Wolfenbüttel hätte es ja auch fast prompt mit einem Sieg geklappt.

Weißenborn: Schon das Training am Freitag vorher war top. Und dann auch das Spiel. Wir hatten fünf Chancen, Wolfenbüttel nur eine. Am Ende steht es 1:1. Das war ärgerlich. Wir hätten den Sieg wirklich verdient gehabt. Aber so ist das eben manchmal.

Am Sonntag kommt nun der Tabellendritte Lupo Martini Wolfsburg.

Weißenborn: Eine Partie, in die wir völlig ohne Stress gehen können. Lupo wird am Ende in die Aufstiegsrunde gehen, wir in die Abstiegsrunde. Die Punkte werden hinterher also sowieso gestrichen. Die Jungs sollen in den 90 Minuten einfach Spaß haben. Die für uns ganz wichtigen Begegnungen gegen Gifhorn, Tündern und die SVG Göttingen kommen erst noch. Darauf liegt unser voller Fokus.

Wie kann es gelingen, die Trendwende zu schaffen und vielleicht auch den Abstieg in die Landesliga noch zu verhindern?

Weißenborn: Wir wollen versuchen, so etwas wie Aufbruchsstimmung zu verbreiten. Wir wollen Euphorie entfachen - im ganzen Verein. Ich bin ein emotionaler Typ - das wissen auch die Spieler. Vielleicht kriegen wir das zusammen hin. Das geht schon damit los, dass es super wäre, wenn wieder mehr Zuschauer zu den Spielen kommen würden. Und ich bin ganz guter Dinge, dass das klappt. Ich habe viele positive Rückmeldungen und Nachrichten bekommen.

Wie sehen denn Ihre weiteren Planungen mit Blick auf den Trainerposten aus?

Weißenborn: Wir schauen erstmal bis zum Winter. Ich bin ja auch noch Trainer bei der C-Jugend. Die Jungs liegen mir sehr am Herzen. Dort haben wir am 13. November das letzte Spiel für dieses Jahr. In der Oberliga geht es bis Anfang Dezember weiter. Dann haben wir Zeit und müssen gemeinsam überlegen, wie es weitergehen kann. Ich bin mir aber sicher, dass wir gute Lösungen finden werden. (Marco Washausen)

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