Fußball-Oberliga: Vorbereitung startet am 6. Juli

Eintracht Northeims Trainer Jan Ringling im HNA-Interview

Da geht’s lang! Jan Ringling trainiert mit den Eintracht-Kickern seit einigen Wochen wieder. Die richtige Vorbereitung startet am 6. Juli.
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Da geht’s lang! Jan Ringling trainiert mit den Eintracht-Kickern seit einigen Wochen wieder. Die richtige Vorbereitung startet am 6. Juli.

Seit 2019 ist der 28-Jährige beim FC Eintracht Northeim, seit einem Jahr ist er Trainer der Oberliga-Fußballer. Jan Ringling hofft, dass die Saison 2021/2022 endlich eine ganz normale wird.

Northeim - Herr Ringling, über Monate war kein Fußball möglich. Was haben Sie mit ihrer neu gewonnenen Freizeit angestellt?

Jan Ringling: Die ersten ein, zwei Wochen war das mal ganz nett, Zeit für andere Dinge zu haben. Aber alles was danach kam, war natürlich auf allen Ebenen katastrophal. Wir haben jeden Rhythmus verloren. Ich bin absolut froh, dass wir mittlerweile zurück auf dem Platz sind.

Sie sind mit der Eintracht Ende Mai wieder ins Training eingestiegen.

Ringling: Genau. Nach und nach ist die Normalität ja dann wieder zurückgekehrt und immer mehr war möglich. Jetzt trainieren wir drei- bis viermal die Woche. Die Coronatests, die ja mittlerweile gar keine Pflicht mehr sind, machen wir nach wie vor in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitszentrum Dr. Roy Kühne - zumindest bis Ende Juni. Dann bewerten wir die Situation neu. Aber das gibt uns und auch dem gesamten Verein einfach ein großes Stück Sicherheit.

Die Pause war ja auch für die Spieler extrem lang. In welchem Zustand sind die Jungs auf den Platz zurückgekehrt - haben da ein paar T-Shirts vielleicht ein bisschen enger gesessen als vorher?

Ringling: Nein. Das war schon alles in Ordnung. Natürlich gab es Unterschiede innerhalb der Mannschaft. Marc-Yannik Grunert zum Beispiel hat richtig an sich gearbeitet. Andere vielleicht ein bisschen weniger. Aber das war im Großen und Ganzen alles okay. In den vergangenen drei, vier Wochen haben wir jetzt eine gute Basis gelegt. Wir konnten ja auch nicht gleich Vollgas geben nach einer so langen Pause. Dann wäre die Gefahr, sich zu verletzen, viel zu groß gewesen.

Aktuell steht nach wie vor das Fußballerische im Vordergrund. Wir ziehen zwar langsam die Zügel ein wenig an, aber die wirkliche Vorbereitung beginnt bei uns am 6. Juli. Dann haben wir noch genug Zeit, um bis zum Saisonstart Mitte August topfit zu sein.

Damit das klappt, sind auch bereits einige Testspiele terminiert.

Ringling: Bisher sind es fünf, es kann aber gut sein, dass noch ein sechstes dazu kommt. Das ist noch offen. Ursprünglich wollten wir an diesem Samstag gegen Grone spielen, daraus wird aber nichts. Unser erstes Testspiel wird nun am 11. Juli gegen Pattensen sein. Danach geht es gegen Landolfshausen, Bovenden und Nordhausen. Die Generalprobe eine Woche vor dem Saisonstart steigt dann gegen den Hessenligisten Baunatal.

Gibt es vom Verband eigentlich schon Infos, wie genau der Oberliga-Spielbetrieb ablaufen soll?

Ringling: Hundertprozentig genau wissen wir das auch noch nicht. Es sieht allerdings stark danach aus, dass wieder genau so gespielt wird, wie es auch in der letzten Serie sein sollte. Also mit zwei Oberliga-Staffeln sowie anschließenden Auf- und Abstiegsrunden.

Mit was für Zielen geht die Eintracht in die Saison?

Ringling: Für uns geht es nach wie vor einzig und allein um den Klassenerhalt. Da hat sich nichts verändert. Schade, dass wir letzte Saison nur acht Spiele machen konnten. Mit ein paar Partien mehr hätten sich die Jungs noch ein bisschen weiterentwickeln können.

Mit Maciej Wolanski und Jakob Hungerland sind zwei Stürmer neu an Bord. Sind noch weitere Neuverpflichtungen geplant?

Ringling: Wir hatten noch ein, zwei Leute bei uns im Training. Da ist aber noch nichts entschieden. Das wird vielleicht ne spontane Kiste. Wenn wir noch jemanden holen, dann muss er uns auch sofort weiterhelfen. Leute, die sich entwickeln und in die 1. Mannschaft hineinwachsen können, haben wir in der U19 und U23 schon in unseren Reihen. Wo wir noch gucken, ist die Position des linken Verteidigers.

Die Position, die zuletzt Luis Riedel besetzt hat.

Ringling: Genau. Sein Wechsel zur SVG Göttingen tut uns natürlich weh. Er ist ein wirklich toller Fußballer. Aber wir haben Jungs, die diese Lücke hoffentlich schließen können.

Welche Rolle soll Carim Blötz einnehmen, der nach einer Pause wieder auf den Platz zurückkehren möchte?

Ringling: Carim ist für die Zentrale vorgesehen. Er ist ein absoluter Leader und zu 110 Prozent akzeptiert in der Mannschaft. Leider hat er immer mal wieder Probleme mit dem Knie. Ich hoffe, dass das in den Griff zu bekommen ist. Carim tut uns auf und auch neben dem Platz extrem gut. (Marco Washausen)

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