Fußball-Oberliga: 2:0-Sieg von Eintracht Northeim gegen 05 trat in den Hintergrund

Wirbel um Winnersbach

Die Eintracht-Führung: Göttingens Torwart Robin Windel ist beim Strafstoß durch Northeims Melvin Zimmermann (rechts) mit den Fingerspitzen dran, kann ab der 0:1 nicht verhindern. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. Derbyzeit im Maschpark. Der Rahmen stimmte, 512 Zuschauer wollten das Spiel der Fußball-Oberliga zwischen dem abgeschlagenen Schlusslicht SC Göttingen 05 und dem bisher sehr frech aufspielenden Aufsteiger Eintracht Northeim miterleben.

Am Ende stand ein erwarteter 2:0 (1:0)-Sieg des Favoriten aus Northeim.

Das Sportliche trat indes schnell in den Hintergrund. Vielmehr interessierte die Zuschauer der merkwürdige Abgang des Benjamin Winnersbach, den Göttingens Interims-Trainer Jan Steiger, der Martin Wagenknecht vertrat, schon nach 23 Minuten vom Platz holte und ihn durch Daniel Washausen ersetzte.

„Winnersbach ist erst einmal zu spät zum Aufwärmtraining gekommen. Zum anderen hat er sich nicht an die taktischen Vorgaben gehalten“, begründete Steiger die frühe Auswechslung seines Defensivspielers, der in der bisherigen Saison noch einer derjenigen mit einer konstanten Leistung gewesen ist. Wutschnaubend stampfte Winnersbach nach seiner „Demütigung“ Richtung Kabine und verließ noch vor dem Halbzeitpfiff das Gelände des Machparks. „Wir wollten mit einer Fünferkette spielen. Doch der Spieler war immer woanders, nur nicht da, wo er sein sollte“, so Steiger weiter.

Rote Karte für Paramarajah

Die Northeimer nahmen von Beginn an das Heft des Handelns in die Hand, ohne jedoch die gut gestaffelte 05-Abwehr ernsthaft in Verlegenheit zu bringen. Ein Freistoß von Mehdi Mohebieh nach 29 Minuten aus 18 Metern war noch die beste Chance der Eintracht, den Ball schoss Mohebieh aber weit über das Göttinger Gehäuse. In der 33. Minute konnte 05-Abwehrspieler Vivakaran Paramarajah nur mit einem Foul Nils Hillemann am erfolgreichen Torschuss hindern, was die Rote Karte und den fälligen Srafstoß zur Folge hatte. Eintracht-Torjäger Melvin Zimmermann verwandelte zur 1:0-Führung, 05-Keeper Robin Windel war mit den Fingerspitzen dran.

Nur acht Minuten nach dem Seitenwechsel war es erneut Zimmermann mit dem 2:0, der mit seinem 17. Saisontor für die Vorentscheidung sorgte. Zwar besaßen die Gäste durch Hillemann und Zimmermann noch Chancen, das Ergebnis höher zu gestalten, doch die dezimierte Göttinger Mannschaft wehrte sich tapfer und konnte so diese Niederlage erträglich gestalten.

60 Minuten in Unterzahl

„Ich hatte mir vor dem Spiel mehr erhofft. Aber 60 Minuten lang haben wir in Unterzahl gespielt und für unsere Verhältnisse das bestmögliche rausgeholt“, meinte Steiger. Sein Gegenüber Wolfgang Schmidt zeigte sich wenig angetan von der Leistung seines Teams: „Das Hinspiel war dagegen gut, das Rückspiel schlecht.“ Er brachte diese Partie auf einen simplen Nenner: „Da hinfahren, drei Punkte mitnehmen und wieder nach Hause fahren.“ Ist den Northeimern ja auch perfekt gelungen. (gsd)

Von Walter Gleitze

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