Zimmermann trifft, Eintracht jubelt, Relegation perfekt!

Die Suche nach der Lücke: Northeims Valentin Jäkel (li.) im Zweikampf mit den Uphusenern Burak Yigit (Mitte) und Ali Achour. Foto: zij

Northeim. Geschafft! Einen langen Atem benötigten am Sonntagnachmittag die Fußballer von Eintracht Northeim, bis die Teilnahme an der Aufstiegsrelegation zur Fußball-Regionalliga Nord endlich in trockenen Tüchern war. Und die 235 Zuschauer im Gustav-Wegner-Stadion mussten gleichzeitig viel Geduld aufbringen – doch am Ende gab es überall nur erleichterte Gesichter. Denn durch das 1:0 (0:0) über den Tabellenvorletzten TB Uphusen, das Torjäger Melvin Zimmermann in der Nachspielzeit sicherstellte, hat der Tabellenzweite den einzigen Konkurrenten Wunstorf endgültig abgehängt.

Am drittletzten Spieltag lieferte Wunstorf am Samstag durch das 1:1 gegen Osnabrück II die Steilvorlage für Eintracht. Doch die Northeimer wirkten im vorletzten Heimspiel verunsichert, fanden in den ersten 45 Minuten überhaupt nicht. Vor allem deshalb, weil die Uphusener aggressiv attackierten und die Northeimer Verteidiger schon am eigenen Strafraum in Bedrängnis brachten. „Damit sind wir lange Zeit überhaupt nicht klargekommen“, gestand Zimmermann nach dem Schlusspfiff.

Mit Glück und Geschick retteten die Northeimer das torlose Remis in die Pause. Eintracht-Innenverteidiger Linus Baar vereitelte die Größte Möglichkeit der Gäste, als er einen Wilschrey-Schuss auf der Linie (5.) klärte. Nach dem Seitenwechsel köpfte Uphusens Peel knapp vorbei (52.). Der eingewechselte Uphusen-Stürmer Achour hatte zweimal die Führung auf dem Fuß. Klasse, wie Northeims Torhüter Jannik Strüber Achours Schuss aus zehn Meter mit einer Hand zur Ecke lenkte (84.).

Doch am Ende war auf Torjäger Melvin Zimmermann Verlass. Northeims Stürmer hatte zwar mit der größten Northeimer Chance nach einem Ziegler-Freistoß per Kopf nur Uphusens Torhüter Meyer und den Pfosten getroffen (69.), war in der Nachspielzeit aber hellwach. Denn als sich alle schon mit einem Remis abgefunden hatten, traf Zimmermann aus spitzem Winkel zum umjubelten 1:0.

„Das ist Melvin, er macht solche Chancen rein. Das ist der Unterschied zu anderen Stürmern“, kommentierte Northeims Trainer Malte Fröhlich den Sieg. Zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft, die spielerisch erneut weit hinter ihren Möglichkeiten blieb, war er aber nicht. „Wir haben mit diesem Sieg in den Glückstopf gegriffen. Uphusen hat sehr gut gespielt und hatte mindestens einen Punkt verdient. Wir müssen in den nächsten Wochen brutal arbeiten, um endlich wieder in die Spur zu kommen.“

Von Ralf Walle

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