Handball-Oberliga: Zwehren trotzt Personalsorgen

HSG Zwehren/Kassel feiert 32:25-Sieg gegen Rodgau Nieder-Roden

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Auch eine Fußverletzung stoppte sie nicht: Zwehrens Jana Hoppe (links, gegen Laura Keller) traf im Heimspiel gegen Nieder-Roden zehnmal. 

Kassel. Pech und Personalsorgen, aber keine Pleite: Die Handballfrauen der HSG Zwehren/Kassel zeigten beim Sieg gegen die HSG Rodgau Nieder-Roden eine starke Teamleistung.

Meike Naumann, Lena Alter und Anne Eichhofer gar nicht erst dabei. Sarah Panhans wegen einer Roten Karte 45 Minuten auf der Tribüne. Jana Hoppe wegen einer Fußverletzung zehn Minuten in der Kabine. Soviel Missgeschick – so könnte man meinen – würden die Handballerinnen des Oberligisten HSG Zwehren/Kassel in der Partie gegen die HSG Rodgau Nieder-Roden nicht verkraften. Aber Katja Zeller, Carina Salzmann, Michelle Bürner, Svenja Tampe, Jana Hoppe und deren Mitspielerinnen haben die Kleingläubigen eines Besseren belehrt. In der Heisebachhalle an der Mattenbergstraße bejubelten rund 100 Zuschauer den 32:25 (17:10)-Sieg.

Zwehrens Trainer Gunnar Kliesch, der mit seinen taktischen Änderungen selbst einen großen Anteil am Erfolg hatte, war von seiner Mannschaft vollkommen begeistert. Kliesch sprach von einer „überragenden Deckung“ und lobte auch das Durchsetzungsvermögen bei Zweikämpfen im Angriff.

Jetzt aber mal der Reihe nach: Es steht 11:8 für Zwehren, und es läuft die 16. Minute, als die Schiedsrichter für schlechte Laune unter den Zuschauern sorgen. Als Sarah Panhans einen Angriff der Gäste per beherztem Zupacken stoppt, sieht sie die Rote Karte und muss auf der Tribüne Platz nehmen. Dort erzählt sie mehrfach, dass die Rote Karte eine Fehlentscheidung sei.

Nur zehn Minuten später humpelt Jana Hoppe in die Kabine, wird dort behandelt und kommt nach der Halbzeitpause zurück auf das Parkett. Aber die Zwehrener Angriffe rollen nun nicht mehr so reibungslos wie in den ersten 30 Minuten, denn Hoppe wird jetzt kurz gedeckt und somit aus dem Spiel genommen.

Kliesch hat Plan B

Aber Gunnar Kliesch hat einen Plan B. Der Trainer schickt seine Rückraumspielerin auf die Linksaußen-Position. Dort hat Hoppe das Handballspielen gelernt, und sie zeigt in den verbleibenden 20 Minuten, dass sie auch vom Flügel Tore werfen kann. Insgesamt schafft die Allrounderin zehn Treffer.

Kliesch hob nach der Partie keine einzelne Spielerin hervor, sondern lobte die „tolle Mannschaftsleistung“.

Zwehren: Fischmann, Zeller - Salzmann 4, Küster 2, Luca, Tampe 3, Joop, Panhans 3/1, Lattemann 2, Hoppe 10, Reimbold 4/1, Bürner 4.

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