Northeims sportlicher Leiter hat am Wochenende Terminprobleme der besonderen Art

Zwischen Ehe und Eintracht

Ein Lächeln für die Kamera: Philipp Weißenborn, sportlicher Leiter beim FC Eintracht Northeim, und seine Frau Anja. Das Foto entstand beim Eintracht-Ball. Foto: Eintracht Northeim/nh

Northeim. Es gibt Termine im Leben, die plant man einfach etwas langfristiger. Die eigene Hochzeit gehört natürlich definitiv dazu. So haben es auch Philipp Weißenborn und seine Anja getan.

Wenn man als sportlicher Leiter beim FC Eintracht Northeim seine Brötchen verdient, schaut man sich zum Beispiel im Vorfeld die Spielpläne der diversen Mannschaften an, um zu sehen, ob vielleicht Aktive, Trainer oder sonstige Funktionäre, die man gern zur Feier einladen würde, mit ihren Mannschaften unterwegs sind und folglich gar keine Zeit hätten.

Umso zufriedener war man im Hause Weißenborn also, als man sah, dass alle Eintracht-Teams am letzten Mai-Wochenende spielfrei sind. „Wir haben den Termin unserer Hochzeit in der Tat komplett auf Eintracht Northeim abgestimmt“, sagt Philipp Weißenborn.

„Wir haben den Termin unserer Hochzeit in der Tat komplett auf Eintracht Northeim abgestimmt.“

Philipp Weißenborn, Sportlicher Leiter Eintracht Northeim

Doch dann machte ihm ausgerechnet der Erfolg der 1. Herrenmannschaft einen Strich durch die Rechnung. Das erste Aufstiegsspiel zur Regionalliga ist schließlich für Sonntag, 28. Mai, terminiert - und findet damit exakt einen Tag nach der großen Hochzeitsfeier statt. Die Folge? Die Eintracht kämpft in Eutin ohne ihren sportlichen Leiter um die ersten drei Punkte.

„So sehr ich mit Herz und Seele bei der Eintracht bei der Sache bin: Aber an diesem Wochenende steht natürlich die Hochzeit ganz klar an erster Stelle“, sagt Weißenborn, der froh ist, dass er „nur“ die erste von drei Begegnungen verpasst. Die endgültigen Entscheidungen fallen schließlich erst später. „Mittwoch in Celle gegen Altona bin ich natürlich wieder dabei.“ Aber vorher wird erstmal kräftig gefeiert. Die standesamtliche Trauung ging am Freitag in Bad Gandersheim über die Bühne, Samstag folgt die Party.

Was sich die Weißenborns um Sohn Kjell (5) von den Eintracht-Fußballern wünschen, ist völlig logisch: einen Sieg in Eutin! Allerdings hätten die Kicker ihrem sportlichen Leiter ja auch im Vorfeld schon mal etwas Gutes tun können. „Ich habe bis zum Schluss immer noch gehofft, dass es vielleicht doch noch etwas mit der Meisterschaft in der Oberliga wird. Dann wären wir der Relegation und dieser Terminkollision aus dem Weg gegangen. Aber das hat ja leider nicht mehr geklappt.“ (mwa)

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