Regionale Vereine vor dem Turnierstart / JFV Northeim will in die Zwischenrunde / Moringen-Fredelsloh im Eröffnungsspiel gegen 96

Olympisches Motto gilt nicht für alle

Regionale Teams wollen hoch hinaus: Siege gegen Köln (li.) oder Titelverteidiger Hannover 96 (re.) sind beim Turnier in der Lokhalle das Salz in der Suppe. Foto: Jelinek

Dabei sein ist alles“ - das olympische Motto trifft für den Großteil der regionalen Vereine durchaus zu. Doch einige unter den 16 lokalen Klubs haben sich beim morgen beginnenden Turnier in der Göttinger Lokhalle mehr vorgenommen.

Zum Beispiel der JFV Northeim. Der Zusammenschluss aus FC Eintracht Northeim und JFC Roswitha-Stadt führt die Tabelle in der Bezirksliga an und will in der Lokhalle unbedingt den Finaltag am Sonntag erreichen. Drei Kreisligisten muss der Landesliga-Aspirant dafür hinter sich lassen. „Wir sind in unserer Gruppe Favorit auf den vierten Gruppenplatz und haben uns konzentriert vorbereitet. Hoffentlich haben meine Spieler nicht zu viel Respekt vor den großen Teams“, sagt Trainer Manfred Enk. Rund 150 Fans werden das Team am Freitag begleiten, wenn drei Vorrundenspiele auf dem Spielplan stehen. „Da stehen wir in der Pflicht. Viele Fans haben sich auch Tickets für den Finaltag gekauft“, betont Enk. Klar, dass die Northeimer am Sonntag unbedingt noch mitmischen wollen.

Während die Northeimer nach einigen Jahren Pause erstmals wieder dabei sind, startet Bezirksliga-Konkurrent JSG Schoningen/Bollensen/Weser bereits zum dritten Mal in Folge. „Das ist ein schönes Turnier, aber wir wollen lieber nicht zu viel erwarten“, schraubt Wolfgang Menneke die Erwartungen etwas zurück. Im vergangenen Jahr hatte die JSG auf das Erreichen der Zwischenrunde spekuliert, das Vorrunden-Aus war allerdings schon nach dem ersten Turniertag besiegelt. Rund die Hälfte der Spieler von Trainer Jochen Kirchhoff sind jetzt erstmals dabei. „Die müssen erstmal in das Turnier hinein schnuppern“, sagt Menneke. Die erste Schnuppereinheit auf hohem Niveau gibt es Donnerstag (17.15 Uhr) gegen Eintracht Braunschweig.

Eine ganz besondere Ehre wird der JSG Moringen/Fredelsloh zu teil. Der Bezirksligist bestreitet am Donnerstag (17 Uhr) das Eröffnungsspiel gegen Hannover 96. Was Trainer Axel Prehn durchaus zu schätzen weiß. „Auf das Spiel gegen 96 mit Christopher Stern freuen wir uns ganz besonders. Christopher hat früher in Fredelsloh gespielt. Schade, dass er momentan verletzt ist“, sagt Prehn, der seinen Akteuren vor allem viel Spaß beim Turnier wünscht. „Wir wollen uns gut verkaufen. Immerhin haben rund 300 Fans Karten gekauft.“

Der Dransfelder SC zählt mit sieben Starts in Folge zum festen Inventar des Turniers. Zum Weiterkommen hat es für den Kreisligisten aber noch nie gereicht. Und weil das Team des Trainerduos Christopher Worbs/Thomas Schwer mit dem JFV Göttingen den härtesten Brocken der regionalen Konkurrenten zugelost bekommen hat, dürfte das Hauptaugenmerk erneut darauf liegen, sich vor den vielen Besuchern gut zu präsentieren. Und Spiele wie gegen Fulham, Köln und den HSV einfach nur zu genießen.

Ein Motto, das auch auf Werder Münden zutreffen dürfte. Fünf Mal war der Kreisligist in der Lokhalle dabei, fünf Mal war in der Vorrunde Endstation. In diesem Jahr bekommt es die Mannschaft von Trainer Jörg Dörfler unter anderem mit dem Titelverteidiger 96, dem Nachwuchs von Meister Dortmund und Turnier-Neuling Warschau zu tun. Favorit auf den vierten Platz ist aber ganz klar Sparta Göttingen, das in den vergangenen beiden Jahren jeweils die Zwischenrunde erreichte.

Kreisligist JSG Werratal/Bonaforth hofft dagegen, am Sonntag durchaus noch einmal in der Zwischenrunde auflaufen zu dürfen. Die Turnier-Rückkehrer Hertha BSC und Braunschweig sowie Austria Wien sind die prominenten Gegner. Gegen die regionalen Konkurrenten rechnet sich das Team von Trainer Frank Hartig aber eine echte Chance aus. Und wenn es nicht zum Weiterkommen reichen sollte, dann soll bei der zweiten Teilnahme zumindest der erste Sieg unter dem Lokhallen-Dach her. Denn vor zwei Jahren ging der Klub beim Budenzauber komplett leer aus.

Von Ralf Walle

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