1. Startseite
  2. Sport
  3. Fußball regional

„Ein echter Arbeitssieg“ für den OSC

Erstellt:

Kommentare

Durchgestohlen: Vellmars Enver Maslak durchbricht hier die Mauer des TSV Wabern. Er legte auch den Treffer zur 1:0-Führung auf.
Durchgestohlen: Vellmars Enver Maslak durchbricht hier die Mauer des TSV Wabern. Er legte auch den Treffer zur 1:0-Führung auf. © andreas fischer

„Das war ein Schritt in die richtige Richtung. Aber es war halt ein echter Arbeitssieg.“, so fasste OSC Vellmar-Trainer Jörg Müller die Leistung seines Teams beim 3:1 (1:1)-Sieg in der Verbandsliga gegen den TSV Wabern zusammen.

„Wabern stand sehr tief mit ihrer Fünfer-Kette und wir haben uns richtig schwergetan. Wir hatten wahrscheinlich 70 Prozent Ballbesitz und hätten schon viel früher den Sack zu machen müssen. Aber so ist das manchmal“, fügte der OSC-Coach hinzu.

Das Spiel begann wie erwartet: Der OSC Vellmar legte forsch los. Serkan Aytemür traf per Kopf aus zehn Metern nach einer Flanke von Enver Maslak (9.). Die Freude auf Seiten der Gastgeber währte jedoch nur kurz. Denn die Gäste glichen mit ihrer ersten Offensiv-Aktion postwendend durch Martin Mühlberger aus (10.). Mühlberger hatte sich vom Anstoß weg mit einem starken Solo über die rechte Seite in den Strafraum gedribbelt und vollstreckte aus spitzem Winkel zum 1:1-Pausenstand.

Anschließend entwickelte sich eine äußerst zähe Partie. Wabern stand weiterhin tief in der eigenen Hälfte, und Vellmar fand lange kein Mittel das Abwehrbollwerk zu durchbrechen. Der TSV setzte dagegen selbst immer wieder einzelne Nadelstiche, konnte jedoch kaum Zug zum Tor entwickeln. Zu Beginn der zweiten Hälfte wurde das Spiel dann immer zerfahrener. Immer häufiger kam es zu Unterbrechungen wegen Fouls oder Verletzungen. Auch wegen des nassen Bodens im Obervellmarer Stadion konnte keine Mannschaft mehr in ihren Spielfluss finden. Dies änderte sich erst ab der 75. Minute. Nach etwas Verwirrung im Strafraum des TSV Wabern kam Egli Milloshaj an den Ball und traf aus kurzer Distanz per Flachschuss zum 2:1 für die Gastgeber (75.).

„Manchmal muss einfach der Knoten platzen, und das ist uns dann zum Glück gelungen“, sagte Müller zu dieser Szene. Denn anschließend wirkte Vellmar wie befreit: Zunächst scheiterte der eingewechselte Eyüp-Emre Akman mit einem Schuss an der Latte (77.), und ein Abschluss von Aytemür wurde im Strafraum von einem Mitspieler abgeblockt (82.). Den Schlusspunkt setzte dann Top-Neuzugang Florian Evers mit einem Chip-Ball „zum Zunge schnalzen“, wie Müller es formulierte, zum 3:1-Endstand für den OSC (86.).

Vellmar: Orth - Ziegler, Möller, Trump, Siebert (85. Bueyuekata) - Milloshaj (90+1. Lesser), Weingarten, Evers (89. Cavdar), Glogic, Aytemür - Maslak (69. Akman)

Wabern: Elgaz - Müller, Bergmann, Wendel, Kördel, Splietorp - Zahovic (58. Neumann), Herpe, Schmeer, Mühlberger - Korell

SR: Weinrich (Petersberg) - Z: 250

Tore: 1:0 Aytemür (9.), 1:1 Mühlberger (10.), 2:1 Milloshaj (75.), 3:1 Evers (86.)

Von Felix Hessenmöller

Auch interessant

Kommentare