Fußball-Verbandsliga: Staffelreform vom Tisch

Pfingstsamstag wird später angepfiffen

Heinrich Pfeil

Oberrombach/Korbach. Eine Staffelreform mit der Zusammenlegung von Fußball-Verbandsligen von drei auf zwei Staffeln wird es nicht geben. Das gab der stellvertretende Verbandsfußballwart Heinrich Pfeil (Affoldern) auf der Verbandsliga-Nord-Tagung in Oberrombach bekannt.

Pfeil führte am Samstagmorgen durch die Restrundenbesprechung der Verbandsliga Nord. Geladen hatte Klassenleiter Bruno Eurich (Herbstein), der aber krankheitsbedingt fehlte. In Oberrombach wurde der erste Spieltag auf den 25. und 26. Februar festgelegt – außerdem wurden die Paarungen für die Relegation ausgelost und interessante Neuigkeiten verkündet.

Trotz schlechter Witterungslage hatten sich fast alle Vereinsvertreter rechtzeitig im Georgshof eingefunden – die Ausnahme bildete ausgerechnet ein Vertreter aus nächster Nähe. Mit geringer Verspätung wurde die Besprechung zügig durchgezogen.

Pfeil ließ zu Beginn Grüße von Eurich entrichten und verzichtete in dessen Tradition auf größere Rückblicke bezüglich der Hinrunde. Er gewährte nur einen kurzen Einblick in die Fairness-Tabelle und das aus gutem Grund: Schließlich ist er der Fairplay-Beauftragte des Hessischen Fußball-Verbands.

Aktuell führt diese Tabelle der 1. FC Schwalmstadt an. Insgesamt zückten die Schiedsrichter bisher 809 mal den Gelben Karton, 42 Mal mussten Spieler das Feld aufgrund einer Ampelkarte frühzeitig verlassen und in 25 Fällen blieb den Unparteiischen nichts anderes übrig, als die betreffenden Kicker mit der Roten Karte zu bestrafen.

Gerd Schugard verwies auf ein Problem mit den neuen Medien. Der Verband-Schiedsrichter-Obmann berichtete, dass in der Hinrunde mehrfach Referees und deren Assistenten nach Spielen über das Social-Network „Facebook“ nachrichtlich über ihre Leistung „aufgeklärt“ wurden: „Bisher war das ein Fall für den Papierkorb.“ Aber in Zukunft könne dies durchaus Strafen nach sich ziehen.

Zwei Anträge standen zur Abstimmung: Einerseits wollten einige Vereinsvertreter den ersten Spieltag komplett auf Ostern verlegen. Mit großer Mehrheit wurde der Antrag jedoch abgelehnt. Andererseits fragte Vellmar II in die Runde, ob der letzte Spieltag am Pfingstsamstag komplett auf 17 Uhr nach hinten verlegt werden könne – diesem Antrage wurde fast einstimmig entsprochen.

Über die Osterfeiertage finden nach derzeitigem Stand übrigens nur vier Spiele statt: Dies ist der glücklichen Fügung geschuldet, dass Ostern komplett für Nachholspiele freigehalten worden war und in der Vorrunde nur fünf Spiele ausgefallen sind.

Zudem gab Pfeil bekannt, dass es zu keiner Zusammenführung der Verbandsligen kommen wird. Ursprünglich war angedacht, die drei Staffeln (Nord, Mitte, Süd) auf zwei zu reduzieren. „Aber die Vereine haben ja gar keine Vorteile daraus, deswegen bleibt es bei drei“, erklärte er. Ziel sei es aber, eventuell die Größe der Klassen schrittweise von 18 auf 16 Mannschaften zu reduzieren: „Aber das ist alles noch Zukunftsmusik.“

Dafür soll der Hessenpokal stärker in den Vordergrund rücken, was übrigens auf den Sponsor Krombacher zurückzuführen ist: „Es sollen mehr Mannschaften teilnehmen und die ganze Geschichte einfach attraktiver gemacht werden“, erläuterte Pfeil. (zgk)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.