Fußball-Verbandsliga: Trainer Schramme hofft auf „Dreier“

Pokalsieg soll SC Willingen beflügeln - Gastspiel bei der SG Barockstadt II

 Valdrin Kodra (links)  gegen den Bauerbacher Moritz Rechmann.
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Starker Sechser: Valdrin Kodra (links) überzeugte beim Wllinger Sieg am Mittwoch nicht nur in dieser Szene gegen den Bauerbacher Moritz Rechmann.

Die Vorgabe liegt auf der Hand: Die Fußballer des SC Willingen sollen in der Verbandsliga-Partie bei der SG Barockstadt Fulda-Lehnerz II an den Auftritt beim 4:1 im Hessenpokal gegen den SV Bauerbach anknüpfen.

Willingen – Die junge Ski-Club-Elf ließ den Spitzenreiter der Verbandsliga Mitte nicht wirklich ins Spiel kommen. „Die Jungs, die wir reingeworfen haben, die haben eine Duftmarke hinterlassen“, sagt Trainer Rainer Schramme. Jugend forsch heißt es in dieser Saison ja nach dem Abgang einer Handvoll Leistungsträger beim SCW – und seit den letzten beiden Auftritten passt offenbar die Richtung.

Im Gegensatz zu den jüngsten 1:1-Unentschieden – das glückliche gegen Gudensberg, das ärgerliche gegen Dörnberg – war im Pokal die Anfangsphase von Respekt bis hin zur Ängstlichkeit im Spielaufbau geprägt. Die Willinger präsentierten sich lauf- und zweikampfstark, spielten dabei auch immer wieder ein feines Bällchen. Weil der Pokal nur eine interessante Beilage ist, löste der fehlende Druck, das Nicht-Punkten-Müssen, hier und da eine Handbremse.

Schramme hofft nun, dass sein Team „das Beste aus den 90 Minuten raussaugen“ und die zwei gegen Dörnberg verlorenen Punkte in Lehnerz wettmachen kann. Mit bislang acht Zählern, zwei weniger als Barockstadt, aus sechs Partien liegt der SCW im dichten Mittelfeld nahe an den Abstiegsplätzen. „Da wäre es wichtig, mal wieder mit einem ,Dreier’ zurückzukehren“, so Schramme.

Der Trainer nennt seine noch nicht konstante Mannschaft gern eine „Wundertüte“. Das ist für ihn auch, auf andere Weise, die Hessenliga-Reserve aus Fulda. „Mal schauen, wenn die so aufbieten“, rätselt Schramme, der diese Woche allein verantwortlich ist, da Trainerkollege Dardan Kodra beruflich unterwegs ist. „Umso mehr müssen wir auf uns schauen.“

Das heißt, zunächst die Abwehr formieren, in der am Mittwoch Jan-Niklas Albers mit seinen 25 Jahren schon für die Sparte Routine zuständig war. Neben ihm wirkten mit Tom Friedrich, Sören Vogel und Leon-Michele Peters ebenso U20-Kicker wie mit Valdrin Kodra und Sean Querl auf der Sechserposition. Der geschonte Nick Bärenfänger dürfte in die Innenverteidigung zurückkehren. Werden die angeschlagenen Tobias Schumann (Rippenprellung) und Christian Kuhnhenne (Leistenzerrung) bis morgen fit, könnten sie zusätzliche Erfahrung auf den Platz bringen. Matthias Bott arbeitet daran seinen Trainingsrückstand aufzuholen.

Viel wird davon abhängen, ob die Upländer ihre Chancen ähnlich konsequent nutzen wie am Mittwoch. Der jeweilige Doppelpack von Sebastian Müller und Florian Heine lässt sie hoffen. Doch auch die Routiniers müssen an die gute Leistung gegen Bauerbach anknüpfen.  

Barockstadt-Reserve im Lernprozess

Der SC Willingen und die SG Barockstadt Fulda-Lehnerz II haben eins gemeinsam: einen relativ jungen Kader. Bei der Hessenliga-Reserve ist Neuzugang Peter Liebermann (zuletzt Schwalmstadt) mit seinen 29 Jahren der aktuell älteste Feldspieler.

Anders als die Upländer haben die Osthessen zwei Heimsiege vorzuweisen (5:0 gegen Ehrenberg, 4:2 gegen Thalau), erlebten zuletzt mit dem 0:3 gegen Türkgücü Kassel aber eine empfindliche Pleite auf dem Platz in Lehnerz, weil sie ihre Chancen versiebten. SGB-Coach Florian Roth nahm seiner Mannschaft die Sache nicht weiter krumm: „Wir befinden uns im Lernprozess, da gehören solche Spiele einfach dazu.“

Im SC Willingen sieht Roth eine erfahrene Verbandsliga-Mannschaft. „Wir werden natürlich wieder komplett gefordert sein.“ Roth deutet an, dass die Begegnung auf 18 Uhr verschoben und dann auf Kunstrasen stattfinden könnte. „Wir haben eine spielstarke Mannschaft“, sieht er darin eventuell einen Vorteil.

Bei den Gastgebern fehlt der gesperrte Verteidiger Niklas Budesheim, der sich beim 0:1 der SG in Dörnberg die Rote Karte einhandelte. Auf den Einsatz der Spieler, der unter der Woche kränkelten, baut der Trainer dagegen. Die aktuelle Statistik spricht für die Gäste: Sie haben die letzten vier Vergleiche gewonnen. ni/ rg/red

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