Nach dem Sieg im Pokalfinale

Caldener Fußballerinnen im Siegestaumel nach 2:1 gegen Eintracht Frankfurt

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Überglücklich: Nach dem Gewinn des Hessenpokals feierten die Caldenerinnen.

Calden. Nach dem Schlusspfiff brachen alle Dämme: Die Caldener Hessenliga-Fußballerinnen hatten Regionalligist Eintracht Frankfurt 2:1 geschlagen und sich den Hessenpokal geholt.

Zum fünften Mal in den vergangene zehn Jahren. Stolz reckten die Spielerinnen den Pokal in die Höhe, zuvor lagen sie glückselig aufeinander auf dem Rasen und jubelten. Ein Haufen Glück auf vier Quadratmeter.

Und auch nach dem Duschen ging die Feier auf der Heimfahrt weiter. „Ich bin stolz auf euch“, lobte Trainer Wolfgang Berndt die Mannschaft, die singend und feiernd die Strecke von Südhessen nach Calden zurücklegte. „Wenn man gewonnen hat, machen auch die langen Heimfahrten nichts aus“, sagt Johanna Hildebrandt. Die 22-Jährige hatte beide Tore für Calden erzielt und so eine grandiose Saison gekrönt.

Der Pokalsieg war einer der emotionalen Höhepunkte. Aber auch die Meisterfeier war toll, sagt Arlene Rühmer. Seit elf Jahren spielt sie in Calden – seither zählt zu den Stützen und Motoren der Mannschaft.

Und auch, wenn sie schon mehrfach den Pokal in Händen hielt, der Gewinn am Sonntag hat für sie und die Mannschaft einen besonderen Stellenwert. Nach dem Aufstieg spielt Calden nächstes Jahr in der Regionalliga, also in jener Klasse in der auch Finalgegner Eintracht Frankfurt antritt. Die Frankfurterinnen wurden dieses Jahr Meister, verpassten in der Relegation aber den Aufstieg. „Wir haben gezeigt, dass wir auch mit so einem Gegner mithalten können“, sagt Hildebrandt nicht ohne Stolz und Rühmer pflichtet bei: „Wir müssen uns nicht verstecken.“

Nächste Saison also wird Trainer Wolfgang Berndt auf eine Elf zurückgreifen können, die nicht nur mit der Euphorie des Double-Gewinners aufsteigt, sondern sein Selbstbewusstsein auch aus dem Erfolgserlebnis des Pokals zieht.

Jetzt sind die Caldenerinnen neugierig, wer im Pokal in der ersten DFB-Hauptrunde auf sie zukommt. Ein namhafter Gegner wie Potsdam oder FFC Frankfurt ist natürlich immer willkommen, aber „ich hätte auch nichts gegen einen schwächeren. Dann hätten wir die realistische Chance, die zweite Runde zu erreichen“, sagt Hildebrandt.

Doch das war bei der Heimfahrt nicht das Thema. Schon eher bedauerten die Spielerinnen, dass das Pokalendspiel an einem späten Sonntagnachmittag war. Eine Nacht durchmachen, wie die Grebensteiner Herren tags zuvor, konnten sie nicht. Flug oder Fahrt in den Urlaub hatten die einen schon lange vorher für Montag gebucht, die Arbeit wartete auf die anderen.

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