Fußball-Hessenpokal: Schwalmstadt muss sich Hessenligist Lehnerz mit 1:2 beugen

Coup nur knapp verpasst

Verbissener Luftkampf: In dieser Szene gewinnt Schwalmstadts Aktivposten Fatih Celiksoy (links) das Kopfballduell gegen André Herr (TSV Lehnerz). Foto: Hahn

Ziegenhain. Haarscharf schrammte der 1. FC Schwalmstadt an einer Pokal-Überraschung vorbei. Nach hartem Kampf und einer 1:0-Führung musste sich der heimische Fußball-Verbandsligist in der 1. Runde auf Hessenebene dem TSV Lehnerz mit 1:2 geschlagen geben.

Klassenunterschied? Fehlanzeige. Der FCS hielt von Beginn an gegen den Hessenligisten prima mit, machte dessen technische Vorteile durch Kampf und Einsatz wett. Und hätte den Favoriten fast sogar eiskalt erwischt, als Leon Lindenthal in der 2. Minute in den TSV-Strafraum eindrang, der Schwälmer Offensivmann aber mit seinem Schuss das Tor knapp verfehlte. Fast im Gegenzug traf Patrick Schaaf die Latte. Die beste Chancen des Verbandsligisten vergab Matthias Lutz, als er völlig freistehend und von Benedikt Jäckel mustergültig bedient aus elf Metern zu hoch zielte (11.).

Beide Teams versuchten es immer wieder mit Diagonalbällen, was den sicheren Abwehrreichen jedoch wenig Probleme bereitete. Bei der Hauer-Elf gefiel Jan Philipp Trümner als aufmerksamer Aufräumer, während Neuzugang Celiksoy im Mittelfeld die Fäden zog.

So änderte auch Preuß‘ verletzungsbedingte Auswechslung nichts an den ausgeglichenen Kräfteverhältnissen. Nach Jäckels „krummen Ding“ musste André Vogt sogar für seinen Torwart auf der Linie retten (36.), während Von der Burg mit einem 16m-Schuss für Gefahr sorgte (37.).

Nach dem Wechsel erhöhte Lehnerz Druck und Tempo, auch bedingt durch die Einwechselung der Stammkräfte Kemal Sarvan und Jan-Niklas Jordan, doch die Gastgeber zeigten sich weitgehend unbeeindruckt. Auch weil dem Hessenliga-Fünften die Ideen fehlten, um die FCS-Defensive in Bedrängnis zu bringen.

Nach einer Stunde schlug der Verbandsligist sogar zurück, als Torwart Bayar nur mit Mühe einen Lutz-Freistoß entschärfen konnte (65.). Und gegen den frei stehenden Lindenthal kurz danach erneut zur Stelle war (69.). So fiel Schwalmstadts Führungstreffer keineswegs überraschend, als Jan Henrik Wolf in der 72. Minute einen Foulelfmeter verwandelte. Die Vorgeschichte: Neuzugang Jäckel hatte Sturmpartner Lindenthal erneut mustergültig freigespielt, der von Aykut Bayar nur mit einem Foul am Torschuss gehindert werden konnte. Ein kurzes Schwälmer Vergnügen, denn André Herr glich mit einem unhaltbaren 16m-Schuss wenig später aus (79.).

Und als den Außenseiter die Kräfte verließen, schlug der TSV ein zweites Mal - diesmal spielentscheidend - zu. Nach einer Schaaf-Flanke gelang Von der Burg per Kopf der glückliche Siegtreffer (88.). • Schwalmstadt: Wörmann - Kutzner, F. Seck, Lerch, Trümner (57. März) - Cekiksoy - Preuß (25. Klaus), Lutz, Lindenthal, Wolf - Jäckel. Lehnertz: Aykut - Gaul (46. Sarvan), Sonnenberg, Pecks - Herr, Scholz, Friedrich (46. Jordan), Schaaf, Vogt - Odenwald, Von der Burg. SR: Rolbetzki (Marburg). Zuschauer: 180.

Von Uwe Fritz-Stuhlmann

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