Fußball-Hessenpokal

1:5 - FC Ederbergland setzt Generalprobe für Kassel-Spiel in den Sand

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Da gibt es Gesprächsbedarf: FCE-Torhüter Philipp Hartmann (rechts) und Michael Möllmann (Mitte) diskutieren nach dem Elfmeterpfiff von Schiedsrichter Marcel Rühl, der zum 4:0 für Bauerbach führte.

Bauerbach. Die Generalprobe des FC Ederbergland vor dem Fußball-Hessenliga-Knaller gegen den KSV Hessen Kassel am kommenden Samstag ist gründlich in die Hose gegangen.

Mit 1:5 (0:5) kam das Team von Trainer Vladimir Kovacevic in der ersten Runde des Hessenpokals in Bauerbach unter die Räder.

Besonders die katastrophale Vorstellung vor der Pause ließ den Trainer wiederholt den Kopf schütteln. Sicher, den Gästen fehlten zehn Spieler, darunter die gesamte Stamm-Viererkette, beide Mittelfeld-Außen Ingo Miß und Lukas Guntermann sowie der leicht verletzte Angreifer Serkan Erdem. Dennoch war es teilweise beschämend, was der FCE bot.

Eigentlich war das Spiel schon nach zwölf Minuten vorbei. Bauerbach hatte drei blitzsaubere Konter gefahren und lag durch Manuel Brehm (7.), Maximilian Wießner (8.) und Mirko Freese (12.) mit 3:0 in Führung. Und der FCE? Mit „ideenlos“, „kraftlos“ und teilweise „lustlos“ ließ sich die Vorstellung des Hessenligisten vor der Pause am besten beschreiben, der zudem im ersten Abschnitt noch zwei weitere Gegentreffer einstecken musste. Robin Traut verwandelte einen von Wolfgang Klaus verursachten Foulelfmeter (42.) und Wießner krönte seine starke Leistung Sekunden vor der Pause mit dem 5:0.

Die Gäste dagegen agierten nach hinten zu langsam und unkoordiniert, nach vorne ohne große Ideen. Bisweilen gelangen Diagonalpässe, aber in der Mehrzahl fand ein Kombinationsspiel nicht statt, geschweige denn Tempofußball. Zudem verstrickte sich Ederbergland im Mittelfeld zu viel in Einzelaktionen.

„Ich kann doch keine zehn Mann auswechseln“, murrte Kovacevic an der Seitenlinie. Dafür brachte er nach der Pause drei neue Spieler. Die Stürmer Daniel Gora und Manuel Todt mussten genauso weichen wie der A-Jugendliche Sebastian Schicke, der allerdings noch eine der positiven Erscheinungen auf der Außenbahn war.

Mit dem Gefühl des sicheren Vorsprungs im Rücken schaltete der Verbandsligaaufsteiger Bauerbach einige Gänge zurück. Der FCE war zwar sichtlich bemüht, nach der Pause das Debakel nicht noch größer werden zu lassen – die spielerischen Unzulänglichkeiten allerdings blieben. „Aktuell weiß ich nicht, wer sich von dieser Mannschaft einen Platz für das Kassel-Spiel verdient hat“, war Kovacevic angefressen. Am ehesten überzeugte Torhüter Philipp Hartmann, sonst wäre es wohl in Richtung einer zweistelligen Niederlage gegangen.

Zwei dicke FCE-Chancen gab es immerhin in der zweiten Hälfte: Die erste nutzte Ernes Hidic (72.) zum Ehrentreffer, mit der zweiten scheiterte der gleiche Spieler an Bauerbachs Keeper Manuel Bachmeier (81.). Kovacevic musste eingestehen: „Was wir heute gezeigt haben, hatte mit Fußball wenig zu tun.“

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