10-9-Sieg gegen Wabern

Schlussmann Völker rettet den FC Schwalmstadt im Kreispokal

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Ausgetanzt: Waberns Sebastian Kraus (l.), Torschütze zum 1:0, lässt Paul Hohmann (1. FCS) stehen. 

Wabern - Ein von Torwart Völker abgewehrter Strafstoß im Elfmeterschießen beschert dem 1. FC Schwalmstadt einen 10:9-Sieg gegen Wabern und den Einzug ins Pokal-Finale.

„Vogelwild war‘s“, sagte Steffen Völker. Und lächelte dabei. Eigentlich hätte der Torhüter des 1. FC Schwalmstadt sauer sein müssen. Über fünf (unhaltbare) Gegentore in der regulären Spielzeit, als seine Vorderleute ihn mehrfach im Stich und sich nach allen Regeln der Waberner Fußballkunst auskontern ließen. Doch der Schlussmann war nach seinem furiosen Comeback milde gestimmt - und hatte selbst dafür gesorgt. Mit einem gehaltenen Elfmeter von Jakob Splietorp, der dem Verbandsligisten einen glücklichen 10:9 (1:2, 5:5)-Sieg und damit den Einzug ins Kreispokal-Finale bescherte.

Der in den ersten 90 Minuten am seidenen Faden hing. „Wir hatten alle Trümpfe in der Hand“, trauerte Kim Sippel einer 5:3-Führung des Gruppenligisten nach 77 Minuten nach, die dieser jedoch nicht über die Runden brachte. Denn der Gast bewies trotz großer Abwehrschwächen Moral und rettete sich durch zwei Herpe-Tore (84. Handelfmeter, 89. Kopfball) in die Verlängerung. Ärgerlich für den TSV-Trainer ob der Vorteile seiner Elf in einem offenen, unwiderstehlichen Schlagabtausch.

Schon der erste Angriff führte zum 1:0 durch Sebastian Kraus (4..). Schwalmstadt rannte danach weiter an, doch die besseren Chancen hatte der Außenseiter. Weil er blitzschnell umschaltete. Weil Emin Dag kaum zu halten war und in der 39. Minute Fabian Hofmann bediente, der zum 2:0 in den Winkel traf. Immerhin konnte Vedran Jerkovic, den schon lange nichts mehr in der Innenverteidigung der Schwälmer hielt, noch vor der Pause verkürzen (44.) und damit eine noch rasantere zweite Halbzeit einleiten.

In der die FCS-Defensive weiterhin einladend hoch stand und trotz der Einwechslung von Fabian Seck immer wieder überspielt wurde. Immerhin: Nach vorn lief‘s besser, wurden insbesondere Waberns Defensivschwächen bei hohen Bälle aufgedeckt. So war die Güven-Elf um eine (prompte) Antwort auf die Gegentreffer nie verlegen. Und schluckte sogar das 5:3 durch Florian Korell nach Zuckerpass von Fabian Korell (77.) - die Vorentscheidung, die keine war.

.Das Feuerwerk an Torchancen setzte sich in der Verlängerung fort. Allerdings ohne Tore, die dann wieder wie reife Früchte im Elfmeterschießen fielen. Bis auf einen Waberner Fehlschuss und einer spielentscheidenden Glanzparade von Steffen Völker.

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