Kreispokal: 1. FC Schwalmstadt muss beim 2:0 gegen FC Körle viel Widerstand brechen

Lindenthal zweimal eiskalt

So sehen Sieger aus: Der 1. FC Schwalmstadt nach dem Erfolg im Kreispokal mit (oben von links) Jan Niklas Brandner, Alessandro Seck, Dennis Huber, Jannis Lerch, Kevin Kutzner, Steven Preuß, Leon Hakaj, Leon Lindenthal, Co-Trainer Kujtim Iberhysaj (Mitte von links) Yannik März, Matthias Lutz, Sefa Cetinkaya, Ricardo Seck, Jakob Gerstung, Jan Henrik Wolf, Fabian Seck, Dominic Weiland, Trainer Hans Schweigert und (unten von links) Sacir Nikocevic, Jan-Philipp Trümner, Peter Liebermann sowie Serkan Erdem. Foto: Kasiewicz

Uttershausen. Eine Finale mit zwei Siegern. Geht nicht? Geht. Einen 2:0 (0:0)-Erfolg bejubelten die Fußballer des 1. FC Schwalmstadt gegen die des FC Körle und holten sich den Kreispokal. Mit Beifall überschüttet wurde anschließend aber vor allem der entthronte Titelverteidiger.

„Wir haben zwar das Spiel verloren, dafür aber viele Herzen gewonnen“, sagte Körles Mittelfeldspieler Dennis Alberding sichtlich berührt, der mit seiner Mannschaft von einer Busladung FCK-Fans frenetisch über 90 Minuten gefeiert und anschließend mit minutenlangen Gesängen à la „Wir sind stolz auf unser Team“ bedacht wurde. Auch viele neutrale der 400 Zuschauer wusste die Müller-Elf mit einer leidenschaftlichen Vorstellung zu begeistern.

Vor allem vor der Pause gab Körle in der kampfbetonten Partie den Ton an. Die erste Chance bot sich dem überragenden Innenverteidiger Daniel Fehr, der einen Freistoß von Luis Taube nur um einen Schritt verpasste (3.). „Wir müssen handlungsschneller sein. Da muss mehr kommen“, nahm FCS-Kapitän Steven Preuß sich und sein Team sogleich in die Pflicht. Bis auf einen ausbaufähigen Abschluss von Sefa Cetinkaya (14.) und eine Direktabnahme von Jan Henrik Wolf (18.) fanden die Schwälmer offensiv praktisch nicht statt.

Ganz anders der FCK, in dessen Reihen Patrick Schäfer und Thomas Melnarowicz die FCS-Abwehr immer wieder vor Probleme stellte. Und Glück hatte, dass Spielertrainer Müller einen Schuss nach Doppelpass mit Melnarowicz nicht richtig erwischte (21.). Ein Handspiel gesehen haben wollten viele Körler, als Kevin Kutzner eine Ecke von Taube entschärfte (24.). Reaktion von Schweigert: er schickte mit Serkan Erdem und Leon Hakaj zwei Akteure zum Warmmachen, wechselte später insgesamt sieben Mal aus (im Pokal ist das wie in den unteren Klassen in der Serie legitim).

Erdem kam auch, allerdings erst zur Halbzeit und zusammen mit Jakob Gerstung, der das Zentrum besser dicht bekam. Und gleich zweimal jubeln durfte, weil Leon Lindenthal binnen 120 Sekunden zu schnell für alle Körler war und seine einzigen Chancen eiskalt zu den Toren des Tages verwandelte (52,, 54.). „Das tut ihm gut, weil er zuletzt etwas verletzt war. Leon ist weite Wege gegangen und wir haben das Resultat anschließend gut verwaltet“, lobte sein Coach. Das schockte den FCK. Trotz Schlussoffensive kam der Gruppenligist zu keiner Gelegenheit mehr, das packende Finale noch einmal spannend zu machen. • Schwalmstadt: Nikocevic - Huber (63. R. Seck/87. Cetinkaya), Lerch (71. Huber), F. Seck, Kutzner - R. Seck (46. Erdem), Wolf, Preuß, Lutz (46. Gerstung), Cetinkaya (78. Hakaj) - Lindenthal (57. Lutz). Körle: Sennhenn - Lenz (84. Weidemann), Fehr, Essid, Winkler - Alberding (74. Schäfer), Taube, Müller (67. Eren), Schäfer (65. Schiepe) - Islami - Melnarowicz. SR: Josefcuk (Frankenberg) - Z: 400 (in Uttershausen). Tore: 1:0 Lindenthal (52.), 2:0 Lindenthal (54.).

Wabern nach 3:1 Dritter

Eine Farce war das Spiel um den dritten Platz, weil beide Mannschaften alle (!) Stammkräfte schonten und mit gemischten Teams aus Reserve und A-Jugend antraten. Der TSV Wabern gewann nach Toren von Felix Morsch (10.), Julian Richter (24.) und Robin Schüßler (65.) 3:1 gegen den FC Homberg, für den Steffen Thielmann traf (30.).

Von Sebastian Schmidt

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