Turbulenter Auftakt der Kreispokalrunde in Solz

Radloff hat beim 6:5-Sieg der SG Wildeck das letzte Wort

Der Matchwinner: Mit seinem zweiten Treffer in der 89. Minute schoss Björn Radloff (links) seine SG Wildeck in die zweite Pokalrunde. Philipp Berg kommt hier einen Tick zu spät. Foto: Walger

Solz. Tapfer gewehrt hat sich die SG Nentershausen/Weißenhasel/Solz. Und sie hat so das erste Fußball-Pflichtspiel der neuen Saison zu einem Ereignis werden lassen.

Einen munteren Pokalauftakt lieferten Fußball-A-Ligist SG Nentershausen/Weißenhasel/Solz und Kreisoberligist SG Wildeck beim 5:6 auf dem Sportplatz in Solz ab. Die Gastgeber hätten in der unterhaltsamen Partie bei besserer Chancenverwertung die Oberhand behalten können.

Die SGW-Deckung präsentierte sich wenig sattelfest. „Unser Defensivverhalten war katastrophal, da müssen wir auf jeden Fall ansetzen, auch wenn für mich das Ergebnis zweitrangig ist“, sagte Wildecks Trainer Sandro Mohr.

Auch sein Pendant Frank Hauck hatte erhebliche Defizite in seiner Abwehr gesehen. „In der Serie wäre ich über so ein Ergebnis nicht glücklich, als Vorbereitungsspiel geht es aber in Ordnung“, stellte er fest und attestierte seiner Elf eine tolle Leistung. Bis zum Schluss habe man kämpferisch, trotz der Hitze, dagegengehalten und schöne Tore erzielt.

Muhlack und Franz zaubern

Stimmt, wie schon die Anfangsphase zeigt. Schnell führte der Außenseiter 2:0. Wie da Rico Muhlack und Marius Franz harmonierten und mit zwei Pässen die Wildecker Abwehr aushebelten, war eine Augenweide. Pech dann auf der Gegenseite, dass Marcel Mangold eine Eingabe von Pascal Preis unglücklich ins eigene Tor abfälschte. Im direkten Gegenzug knallte Franz die Kugel an die Latte - da waren nicht einmal zehn Minuten gespielt.

Beim Ausgleich zum 2:2 zeigten sich die Gäste erstmals eiskalt im Abschluss, als Christian Winter nach dem schönen Heber von Preis traf. Gleich drei Anläufe benötigte die SGW zur Pausenführung durch Björn Radloff herzustellen. Kurz vor dem Halbzeitpfiff verhinderte Oldie Toni Röder, der nach dem Weggang der beiden Keeper Pascal Noll und Sebastian Thiel in die Bresche gesprungen war, gegen Ivan Veselcic das 2:4.

Nach dem Wechsel ging es dank schlampiger Abwehrarbeit auf beiden Seiten mit dem munteren Toreschießen weiter. Per Kopf konnte Marius Stein nach Freistoß von Franz zunächst egalisieren. Ein Doppelschlag durch Ivan Bagara und Veselcic, der nach einem Eckball von Radloff schulmäßig per Kopf vollendete, rückte die Verhältnisse aus Sicht der Wildecker wieder gerade. Doch Franz, der einen Freistoß ins Netz zirkelte, und Muhlack, der nach einem Lattentreffer per Kopf zur Stelle war, sorgten für den verdienten Ausgleich.

Ereignisreiche Schlussphase

In der spannenden Schlussphase verpasste Mangold zweimal die Möglichkeit zum Siegtreffer der Platzherren. Auf der Gegenseite machte es Radloff besser und schloss eine Einzelleistung von der linken Seite aus zum Endstand ab. Selbst in der Nachspielzeit gab es für beide Teams noch gute Torchancen. Der eingewechselte Lugman Noori verpasste den möglichen Gleichstand, und auf der Gegenseite setzte Tom Köhler noch einen Freistoß an die Latte. Mit diesem hart erkämpften Sieg zieht Wildeck in die zweite Pokalrunde ein und empfängt am 15. Juli in Obersuhl die FSG Hohenroda.

Von Thomas Becker

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