Bovender SV siegt 1:0 gegen Wolfenbüttel und erreicht Finale im Fußball-Bezirkspokal

Zweikampf: Bovendens Nicolas Veit (links) versucht, sich gegen Wolfenbüttels Niklas Kühle durchzusetzen. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. Riesenjubel auf der Sportanlage des Bovender SV! Der Bezirksligist hatte soeben 1:0 (0:0) im Halbfinale des Fußball-Bezirkspokals gegen den eine Klasse höher spielenden Landesligisten MTV Wolfenbüttel gewonnen. „Wir haben damit eine überragende Rückserie in der Bezirksliga mit dem Einzug ins Pokalfinale gekrönt“, konnte BSV-Trainer Andreas Riedel seine Tränen kaum zurückhalten. Und ein i-Tüpfelchen gab’s noch obendrein. Weil der SSV Vorsfelde den TSV Hillerse im zweiten Halbfinale mit 2:1 bezwang, haben sich die Bovender für die erste Runde im NFV-Pokal qualifiziert, da Vorsfelde in die Oberliga aufsteigt und alle Oberligisten automatisch für den NFV-Pokal qualifiziert sind. „So erfolgreich war unser Verein noch nie“, jubelte der 1. Vorsitzende Alexander Schneehain nach diesem Coup gegen den MTV Wolfenbüttel.

Dabei schien es von Beginn nur eine Frage der Zeit, wann die Gäste ihre körperliche Überlegenheit auch mit der Führung durchdrücken würden. Die Bovender setzten unbändigen Kampf und Leidenschaft dagegen, hatten in der 27. Minute gar eine Chance zur Führung, doch Helge Kaden kam nach einer Flanke von Gerbi Kaplan einen Schritt zu spät. In der 35. Minute dann Pech, als der Ball BSV-Spieler Marjan Petkovic im Strafraum an die Hand sprang. Der Einbecker Schiedsrichter Lenard Stichnoth zeigte auf den Punkt, doch Maximilian Nagels hielt den Strafstoß von Stefan Heidebroek. Nagels war erst kurzfristig von Göttingen 05 zu den Bovendern gewechselt. Ein Glücksgriff, wie sich noch herausstellen sollte... Die Gäste drängten weiter auf den Führungstreffer, den Nagels aber in der 39. Minute gegen Niklas Kühle mit einer Blitzreaktion verhindern konnte.

Nach dem Wechsel erneut Nagels, der in der 58. Minute einen Distanzschuss von Rick Liebig entschärfen konnte. In der 70. Minute einer der wenigen Angriffe des BSV über die linke Seite. Kaplan hatte sich durchgesetzt, seine Hereingabe nahm Kapitän Timo Hichert aus kurzer Distanz direkt und versenkte das Leder für die Gastgeber zur viel umjubelten 1:0-Führung, die bis zur fünften Minute der Nachspielzeit halten sollte. Stichnoth hatte allerdings nur vier Minuten Nachspielzeit angezeigt. Und wieder war Petkovic der Pechvogel, der durch ein Foul an Kühle erneut einen Strafstoß verursachte. Und wieder war es Teufelskerl Nagels, der auch diesen Elfmeter hielt. Danach war Schluss, der Abpfiff war im Jubel der rund 200 Zuschauer völlig untergegangen. Da ließen es sich die BSV-Spieler nicht nehmen, die Humba anzustimmen. Sie hatten allen Grund dazu, ihre Freude auf diese Art und Weise rauszulassen.

In einem Nachholspiel der Fußball-Landesliga gewann der SCW Göttingen beim SV GW Calberlah mit 3:2 (1:1). In der Bezirksliga siegte Spitzenreiter SC Hainberg gegen das Schlusslicht SV Südharz mit 4:1 (4:0) und ist der Meisterschaft und Aufstieg in die Landesliga ein großes Stück näher gekommen. Weitere Bezirksliga-Ergebnisse: TSV Bremke/Ischenrode - SSV Nörten-Hardenberg 2:2, SG Werratal - SG Lenglern 1:1. (gsd) 

Von Walter Gleitze

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