1. Startseite
  2. Sport
  3. Fußball regional
  4. Pokalspiele Niedersachsen

Philipp Schmitz vom TSV Sudheim steht vor seinem vierten Pokalfinale

Erstellt:

Kommentare

Das ist das Ding! Kapitän Philipp Schmitz und die Sudheimer Mannschaft nach dem Pokalsieg 2014 in Moringen gegen Denkershausen.
Da ist das Ding! Kapitän Philipp Schmitz und die Sudheimer Mannschaft nach dem Pokalsieg 2014 in Moringen gegen Denkershausen. © Ottmar Schirmacher

Mit Philipp Schmitz hat der TSV Sudheim einen Akteur in seinen Reihen, der am Sonntag zum vierten Mal in einem Finale um den Fußball-Kreispokal (heute Sparda-Bank-Pokal) steht.

Sudheim - 2008 gab es eine Niederlage, 2014 und 2016 gewann er den Pott. In seinen bisherigen Finals erzielte der Sudheimer zudem jedes Mal ein Tor. Wir haben uns mit ihm unterhalten.

Herr Schmitz, der TSV hat vor der Saison nicht unbedingt zu den heißesten Titelfavoriten gezählt. Jetzt ist die Staffelmeisterschaft perfekt und das Pokalfinale steht vor der Tür. Wie konnte das passieren?

Schmitz: Am Ende der Saison 2018/19 sind wir nur durch glückliche Umstände am Abstieg in die 1. Kreisklasse vorbeigeschrammt. Danach gab es einen Umbruch, den Trainer Sven Lühmann mit seinem Team gestaltet hat. Das war sicher der Grundstein für den aktuellen Erfolg. Dazu kamen auch einige Neuzugänge, die gut in unsere Truppe passen. Dass es so gut laufen würde, hatten wir nicht erwartet. Aber unsere starke Vorrunde hat dann doch Erwartungen geweckt.

Der Saisonendspurt in der Kreisliga war ja doch ziemlich spannend. Nach dem 1:1 daheim gegen Hollenstedt hatten Sie Platz eins vermutlich schon abgeschrieben, oder?

Schmitz: Das wollten wir erst gar nicht wahrhaben. Die Enttäuschung nach dem Spiel gegen Hollenstedt war riesig. Wir konnten kaum glauben, dass wir uns diese Chance hatten nehmen lassen. Aber dann kam die Reaktion. Wir haben uns gesagt, dass trotzdem noch alles möglich ist und darauf gesetzt, dass die Hettenser gegen Moringen nichts abschenken. So kam es ja dann letztlich auch. Wir haben uns allerdings beim letzten Spiel in Höckelheim ziemlich schwer getan.

Prost! Philipp Schmitz mit dem Siegerpokal.
Prost! Philipp Schmitz mit dem Siegerpokal. © Ottmar Schirmacher

Nun waren es ja die Hettenser, die durch ihr 0:0 gegen Moringen erst möglich gemacht haben, dass Sudheim am letzten Spieltag Staffelmeister werden konnte. Da könnten Sie dem FC doch quasi als Dank am Sonntag den Pokalsieg überlassen.

Schmitz: Für ihre sportlich faire Einstellung im Spiel gegen Moringen können wir uns tatsächlich nur bedanken. Wenn es aber am Saisonende um Titel und Erfolge geht, gibt es natürlich keine Geschenke. Wir haben die beiden Punktspiele gegen Hettensen zwar gewonnen, das allein macht uns aber nicht zum Favoriten. Ich denke, das wird am Sonntag eine Partie auf Augenhöhe. Die Hettenser haben ein junges Team, wir haben mehr Erfahrung. Da müssen wir abwarten, was sich durchsetzt.

Sie stehen Sonntag in ihrem vierten Pokalfinale. Zwei Mal haben Sie gewonnen, ein Mal verloren. Welches Finale ist Ihnen noch am besten in Erinnerung?

Schmitz: Obwohl wir verloren haben, war das 2008 gegen Denkershausen. Diese Bilder habe ich heute noch vor mir. In der Nachspielzeit haben die Denkershäuser das 3:3 gemacht, in der letzten Minute der Verlängerung das 4:3. In deren Jubel hinein schafften wir Sekunden vor dem Schlusspfiff das 4:4. Das war kaum zu fassen. Im Elfmeterschießen hat Denkershausen dann gewonnen. Aber diese 120 Minuten und das Elfmeterschießen waren eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Kurios war 2016: Das entscheidende Spiel in der Kreisliga hatten wir in Sülbeck 0:5 verloren. Eine Woche später haben wir uns im Pokalfinale mit einem 5:2 revanchiert.

Nach dem Pokal ist die Saison für den TSV noch nicht vorbei. Es folgen die Entscheidungsspiele um die Kreismeisterschaft gegen Einbeck. Wer geht als Favorit in diese Duelle?

Schmitz: Unser 2:1-Sieg im Pokal-Viertelfinale war schon recht glücklich. Ich denke, die junge Einbecker Mannschaft ist der Favorit. Der Druck könnte dort auch ein bisschen größer sein. Die SVG ist ein großer Verein, der in die Bezirksliga muss. Wir gehen das ganz entspannt an.

Sie sind als junger Spieler von Eintracht Northeim nach Sudheim gekommen und spielen dort seit 16 Jahren. Das ist heutzutage keine Selbstverständlichkeit, sondern eher die Ausnahme, oder?

Schmitz: Ich hatte Glück, dass ich von schweren Verletzungen verschont geblieben bin. Mir hat es die ganzen Jahre mit allen Höhen und Tiefen immer Spaß gemacht, hier zu spielen. Daran hat sich bis heute nichts geändert und ich möchte auch gern noch ein bisschen am Ball bleiben.

Auch interessant

Kommentare