Zum dritten Mal: SVG Göttingen schießt Northeim aus dem NFV-Pokal - 8:7!

Spektakuläre Szene schon nach drei Minuten: Northeims späterer 2:0-Torschütze Silvan Steinhoff (rechts) hat abgezogen, doch Göttingens Torwart Omar Younes wirft sich mutig in dessen Linksschuss. Foto: Jelinek/gsd

Northeim. Was für ein Pokalspiel! Zum dritten Mal in Folge hat die SVG Göttingen den FC Eintracht Northeim im NFV-Pokal besiegt. Vor 680 Zuschauern gewann die Mannschaft von Trainer Knut Nolte im Duell der beiden Oberligisten im Gustav-Wegner-Stadion nach einem spannenden Spiel und einem noch dramatischeren Elfmeterschießen mit 8:7 (2:2, 0:2). Jetzt hoffen die Schwarz-Weißen, dass sich Drittligist VfL Osnabrück beim Regionalligist BSV Rehden durchsetzt und es am 16. August zu einem interessanten Viertelfinale am Göttinger Sandweg kommt.

Gefeierter Pokalheld war bei der SVG erneut der syrische Torwart Omar Younes. Er hielt den zwölften Elfmeter, nachdem zuvor alle Schützen verwandelt hatten. Schon im Vorjahr hatte Younes drei Elfmeter in Northeim gehalten. Pechvogel bei Eintracht war ausgerechnet an seinem 25. Geburtstag Torjäger Melvin Zimmermann, der zuvor in der 16. Minute für das 1:0 der Eintracht gesorgt hatte. Der Ex-Einbecker scheiterte mit seinem Strafstoß an Younes.

Eintracht dominiert zunächst

Nach dem 2:0 der Northeimer durch Silvan Steinhoff nach 35 Minuten schienen die Rot-Gelben auf Kurs Viertelfinale zu sein, denn die erste Halbzeit hatten sie eindeutig bestimmt. Doch nach dem Wechsel ließen sie den Göttingern zu viel Raum und auch mehr und mehr die Initiative. Die SVG spielte nicht brillant, kam aber zunehmend auf und hatte beim 1:2 durch Lucas Duymelinck auch Glück. Der Ex-Nörtener Torjäger traf per Kopf, Eintracht-Keeper Moritz Köhler sah dabei nicht gut aus. Seine Goalgetter-Qualitäten zeigte Duymelinck dann vier Minuten vor Schluss: Aus 18 Metern traf er per hoher Bogenlampe genau in den rechten Winkel – ein absoluter Glückstreffer. Zuvor hätte Eintracht aber das Pokalmatch entscheiden können, als der eingewechselte Thorben Rudolph per Kopf nur das Lattenkreuz getroffen hatte (61.). In der Nachspielzeit nochmals eine spektakuläre Aktion von Duymelinck, als sein Seitfallzieher rechts am Northeimer Tor vorbeistrich.

Trainer im Clinch

So musste das Elfmeterschießen entscheiden: Rückkehrer Nico Grimaldi, Duymelinck, Alexander Burkhardt, Benjamin Duell und Florian Evers verwandelten für die SVG – Paul Mähner, Christian Horst, Marc-Jannick Grunert, Patrick Hofmann und Rudolph für Eintracht. Verlängerung im Elfmeterschießen: Der Spanier Josu de las Heras Vicuna traf für die Göttinger, Eintracht-Keeper Köhler war noch dran. Dann lief Zimmermann an – und scheiterte an Younes. Die SVGer, die ab sofort wieder Rückkehrer Julian Keseling als weiteren Abwehrspieler in ihren Reihen haben, begruben ihren Torwart in einer Jubeltraube, die Eintrachtler schlichen traurig in die Kabine.

Hinterher gab es noch ein heftiges Wortgefecht zwischen Northeims Coach Malte Fröhlich und Göttingens Trainer Knut Nolte, die sich gegenseitig emotional hochgeputscht als „Labertasche“, „Möchtegern-Knilch“ und „billiger Amateur“ bezeichneten. (gsd)

Von Helmut Anschütz

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