Sparkasse Göttingen Cup: SSV nach 3:0 gegen SC Weende im Finale gegen FC Grone

Nörten lässt die Hunde los

Klare Sache: Nörtens Torschütze zum 3:0-Endstand, Lucas Duymelinck (Mitte), wird von Weendes Moritz Kettler (rechts) von den Beinen geholt, was einen Freistoß für den Finalisten nach sich zieht. Beobachter ist Weendes Jörn Beckmann (links). Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. „Who let the dogs out? Who? Who?“ Den Refrain dieses Song-Ohrwurms von der Gruppe „Baha Men“ haben sich die Spieler des SSV Nörten zu Eigen gemacht. Am späten Donnerstagabend ließen sie dieses Freudengeheul wieder los – in der nahenden Dämmerung auf dem Sportplatz des SCW Göttingen, wo sie gerade den Gastgeber mit 3:0 (0:0) weggebissen hatten. Nörten lässt die Hunde los: Jetzt wollen sich die SSVer am Samstag um 16 Uhr auch den FC Grone im Finale des 10. Sparkasse Göttingen Cups schnappen.

Nach dem Aus für Oberligist SVG (2:3 gegen Hainberg im Viertelfinale) steht fest, dass es einen neuen Champion bei diesem Fußball-Vorbereitungsturnier geben wird. Der FC Grone könnte den Titel zum zweiten Mal nach 2010 holen, noch dazu auf eigenem Platz. Die Nörtener, die nicht damit gerechnet haben, so weit zu kommen, würden sich die 600 Euro für den Finalsieg zum ersten Mal einverleiben.

Alle Tore nach der Pause

„Ich bin natürlich überglücklich, dass wir das Endspiel geschafft haben“, meinte SSV-Trainer Marko Grube nach dem Erfolg gegen die Weender, der durchaus als Überraschung durchgeht. „Es ist jetzt smart, gegen Grone zu spielen“, griff Grube die Worte von SCW-Coach Marc Zimmermann auf, der dies im Vorfeld des Halbfinales äußerte.

Beide Teams hatten im Semifinale nachverpflichtete Spieler dabei: Weende den aus Gandersheim gekommenen Torwart Arne Hoppmann, die Nörtener den von Göttingens 05-A-Jugend verpflichteten Angelo Siebert, der auch die erste SSV-Chance hatte.

Auf den Weg ins Finale brachte dann der zur zweiten Halbzeit eingewechselte Andreas Dellemann die Nörtener. Er tanzte die SCW-Abwehr aus, vom rechten Innenpfosten prallte sein Schuss zum 1:0 (49.) rein. Nur fünf Minuten später verwandelte Abwehrchef Julian Keseling einen Handelfmeter zum 2:0. Weende-Trainer Zimmermann stand nun mehr an der Seitenlinie, wurde lauter, weil er natürlich gern ein Göttinger Finale gesehen hätte. Nach Gelb-Rot für den eingewechselten SCWer Fabian Dybowski (nur 23 Minuten auf dem Feld) sorgte Torjäger Lucas Duymelinck für den 3:0-Endstand (70.).

„Nörten war einfach stärker“, gab Zimmermann zu. Einige Zuschauer meinten aber, dass es für Aufsteiger SCW in der Landesliga sehr schwer werden wird. (haz/gsd)

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