Osnabrück zu clever für SVG Göttingen

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SVG-Abwehr gefordert: Göttingens Torwart Omar Younes (links) und Julian Keseling (Mitte) wehren im Verbund den versuchten Kopfball des Osnabrückers Tim Danneberg ab. 

Göttingen. Oberligist SVG Göttingen musste sich im Viertelfinale des NFV-Pokals einem übermächtigen Drittligisten VfL Osnabrück mit 0:5 (0:2) vor 1200 Zuschauern geschlagen geben.

„Ich hätte gern das 0:0 etwas länger gehalten, wir sind leider zu früh in Rückstand geraten“, ärgerte sich SVG-Trainer Knut Nolte über den frühen Führungstreffer der Osnabrücker. Ein Missverständnis zwischen Innenverteidiger Julian Keseling und seinem Keeper Omar Younes, als sich beide nicht einig waren, wer zum Ball gehen sollte, nutzte Marc Heider bereits nach fünf Minuten zum 1:0 des VfL. Gleichwohl zeigten sich die Schwarz-Weißen keineswegs geschockt, sondern kamen nur zwei Minuten später zu ihrer ersten Chance, als Lucas Duymelinck nach einem Pass von Amin Al Debek einfach mal draufhielt, Osnabrücks Torwart Marius Gersbeck aber vor kein ernsthaftes Problem stellte.

Mutig versuchten die SVGer, den Ball in ihren eigenen Reihen zu halten und nicht mit langen Bällen zu versuchen, zum Erfolg zu kommen. Allerdings wurde schon frühzeitig die spielerische Überlegenheit des Drittligisten durch gefühlt 80 Prozent Ballbesitz und den sich daraus ergebenen Torchancen deutlich. Einen direkten Freistoß von Marcos Alvarez nach 20 Minuten entschärfte Younes mit beiden Fäusten. Doch nur zwei Minuten später war er machtlos gegen den Direktschuss von Alvarez aus zwölf Metern zum 0:2. Einen Kopfball von Jules Reimerink schlug Marco Galante von der SVG-Torlinie (36. Minute).

Auch nach dem Wechsel fackelte Osnabrück nicht lange und erhöhte durch Alvarez aus kurzer Distanz aus dem Gewühl heraus zum 3:0. Und nur drei Minuten später die endgültige Entscheidung durch Halil Savran, der ebenfalls aus kurzer Distanz erfolgreich war. Erneut Savran war es, der nach 61 Minuten mit dem 5:0 den Schlusspunkt in einer doch größtenteils einseitigen Partie setzte. „Das hat mich schon ein wenig geärgert, dass wir uns nach dem 0:3 haben hängen lassen. Da hat uns der gegner in Grund und Boden gelaufen. Erfreulich aber, dass wir in der letzten halben Stunde noch einmal dagegengehalten haben“, meinte Nolte. „Es hat trotz unserer Niederlage Spaß gemacht. Osnabrück hat natürlich gekonnt den Ball laufen lassen“, sagte SVG-Kapitän Florian Evers.

„Es war nicht ganz einfach, hier zu gewinnen. Die SVG hat alles versucht, uns das Leben schwer zu machen. Ich bin stolz auf die Leistung meines Teams und habe nebenbei mit Knut Nolte noch einen sehr angenehmen Trainerkollegen kenngelernt“, so Osnabrücks Trainer Jo Enochs. Da mochte Nolte nicht nachstehen und gab das Kompliment zurück. (gsd)

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