Bezirkspokal: Werratal beim 0:4 gegen SSV Nörten nicht wiederzuerkennen

Schwache SG scheidet aus

Großchance vertan: Werratals Hendrik Suslik, der hier freistehend am starken SSV-Schlussmann Dominik Hillemann scheitert, traf gegen Nörten ebenfalls nicht ins Tor. Foto: Schröter

Lippoldshausen. Einen rabenschwarzen Tag erwischten am Freitag die Bezirksliga-Fußballer der SG Werratal beim Bezirkspokal-Zweitrundenspiel gegen Ligakonkurrent SSV Nörten-Hardenberg. Knapp eine Woche nach dem 5:0-Kantersieg über Landesligist SCW Göttingen ging das Team von Trainer Mike Hoffmann diesmal mit 0:4 (0:3) förmlich baden.

Bis auf Torwart Fabian Rippe, der Spielpraxis sammeln sollte und daher für den zuletzt überzeugenden Marco Beuermann zwischen die Pfosten rückte, hatte Hoffmann exakt dieselbe Startformation ins Rennen geschickt wie am vergangenen Samstag gegen Weende. Was die Werrataler aber diesmal zeigten, hatte mit der herausragenden Leistung vom Erstrundenspiel aber so rein gar nichts zu tun. Auf dem kleinen und abschüssigen Platz in Lippoldshausen zuerst „bergab“ spielend, brachten es die Gastgeber fertig, in den ersten 45 Minuten nicht ein einziges Mal gefährlich vor dem gegnerischen Tor aufzutauchen.

Ungenaue Pässe

Hatte ihre pfeilschnelle Offensivabteilung die SCW-Verteidigung zuletzt nach lang geschlagenen Bällen immer wieder überrannt, blieben schon diese langen Pässe aus dem Mittelfeld am Freitag immer wieder in der schnell zurückarbeitenden und clever verteidigenden Nörtener Abwehr hängen.

Und weil sogar so manch kurz gespielter Ball seinen Adressaten verfehlte, erstickten jegliche Werrataler Offensivbemühungen bereits im Keim. Dass die Partie bereits zur Pause gelaufen war, lag dagegen nicht an den Nörtener Offensivkünsten (da passierte noch vorne auch nicht allzu viel), sondern vielmehr an zwei kapitalen Fehlern des Torhüters, der beim 0:1 über den Ball schlug und dem beim 0:3 einen Schuss aus 55 Metern (!) unter dem Körper durchrutschte) sowie dazwischen einem Aussetzer der gesamten Verteidigung. Das 0:4 kurz nach Wiederanpfiff sorgte für die endgültige Entscheidung, auch wenn die Gastgeber es anschließend etwas besser machten und durch Suslik (69.) und Winter (72.) noch zu guten Chancen kamen.

Eine Erklärung für die insgesamt schwache Leistung seiner Mannschaft hatte Mike Hoffmann nach dem Spiel nicht. „Das war heute einfach nichts – und zwar von jedem von uns“, meinte er salopp. Gefreut habe er sich lediglich über das Comeback von Bahattin Savran, der nach langer Verletzungspause eine knappe halbe Stunde ran durfte. Soll der Saisonauftakt am kommenden Samstag zu Hause gegen Sülbeck aber nicht in die Hose gehen, wird die gesamte Mannschaft sich wieder deutlich steigern müssen.

SG Werratal: Rippe – Waldeck, Dittrich, Rudolph, Bülte (64. Savran) – Berthold (55. Schanz), Köhler – Winter, Glatter, Suslik – Ürer (55. Mahomood). Tore: 0:1 Armbrecht (18.), 0:2 Pomper (34.), 0:3 Friedrichs (41.), 0:4 Armbrecht (49.).

Von Per Schröter

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