Sparkasse Göttingen Cup: Nach diesjährigen Pannen soll bessere Kommunikation her

Veranstalter geloben Besserung

Abgeblockt: Grones Torjäger Oliver Waas (links) stoppt den Ball vor Weendes Mike Strauss – eine Szene aus dem Finale, das der SCW 3:1 gegen Grone gewann. Der SCWer Maikel König wurde mit fünf Treffern Torschützenkönig. Foto: zje/gsd

Göttingen. Er dient als Vorbereitungsturnier vor dem Saison in den mittleren und unteren Fußball-Klassen. Die teilnehmenden Klubs müssen sich nicht um die Vereinbarung von Testspielen kümmern, bekommen sozusagen alles abgenommen. Doch in diesem Jahr ging beim inzwischen fast schon traditionellen Sparkasse Göttingen Cup einiges daneben: Spielabsage, Nicht-Antritt, kampfloses Weiterkommen – nur einige wenige Punkte, die für Missstimmung sorgten. „Am Ende hat alles gerade eben noch mal so funktioniert“, räumt Reinhold Napp ein. Zusammen mit dem SCW Göttingen und dem FC Grone organisiert der Vorsitzende der SVG Göttingen das Turnier.

„Auf Seiten der SVG wurden Fehler gemacht“, nimmt sich Napp selbst nicht von Kritik aus. „Wir müssen keinem anderen die Schuld für die Fehler geben. Als Klub-Vorsitzender habe ich eben die Verantwortung.“

Ein wichtiger Punkte für das zeitweilige Wirrwarr ist gewesen, dass Oberligist SVG, der höchstklassigste Turnier-Teilnehmer, auf zwei Hochzeiten tanzen wollte – und dies auch noch gleichzeitig im „Cup“ und im NFV-Pokal. Wegen gravierender Termin-Überschneidungen musste dies fast zwangsläufig daneben gehen. Zu fragen bleibt aber, warum nicht aus den Fehlern von 2015 gelernt wurde, denn auch da schon trat die SVG teils mit der zweiten Mannschaft im „Cup“ an, weil NFV-Pokal-Termine anstanden.

Der Sparkasse als Turniersponsor dürfte die zum Teil schlechte Außendarstellung des Turniers alles andere als gefallen haben. Erste Gespräche mit dem Sponsor hat es aber, so Napp, bereits gegeben. „Wir hätten von vornherein sagen sollen, dass die SVG mit der zweiten Mannschaft verstärkt mit Spielern aus der Ersten spielt“, meint Napp einsichtig.

„Wenn man die Fehler der SVG abzieht, war es ein gutes Turnier.“

SVG-Chef Reinhold Napp

Sein Vorschlag ist nun, dass sich die drei Veranstalter im Herbst zusammensetzen und das nächste Turnier besprechen – so wie man es bereits getan hat, als das Turnier von 16 auf zwölf Mannschaften und von drei auf gut zwei Wochen verkürzt wurde. Wobei sich für Napp die Frage stellt, ob das Turnier dann bei einer weiteren Verkürzung noch lukrativ genug ist.

Napp: „Wir müssen sicher besser kommunizieren und das Turnier vielleicht anders organisieren.“ Er führt auch an, dass in der Vergangenheit auf Fußballbezirks-Ebene durchaus Rücksicht auf den „Cup“ genommen wurde und (in diesem Fall) die SVG auch mal ein Freilos in der ersten NFV-Pokalrunde erhalten habe, weil sie mittels des „Cups“ auch Geld verdienen müsse. Das habe sich inzwischen geändert. (haz/gsd)

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