Fußball: SVG-Team-Manager Tunkel blickt nach dem Pokal-Aus in die Zukunft

Göttingen scheidet nach 0:3 gegen Hannover aus Pokal aus

Umkämpftes Duell: Alexander Burkhardt (gegen Arminias 1:0-Torschützen Jordan Petrov) gehörte neben Jan Hoffmann zu den wenigen Lichtblicken beim Pokal-Aus der SVG in Hannover. Foto: Vosshage/gsd

Hannover/Göttingen. 0:3 bei Arminia Hannover – so hatte sich die SVG Göttingen das Aus im Achtelfinale des NFV-Pokals nicht vorgestellt. Sang- und klanglos gingen die Schwarz-Weißen bei den „Blauen“ ein, lieferten ein Trauerspiel ab. Dabei hätte man mit dem Einzug ins Viertelfinale noch einmal ein wenig Geld scheffeln können. Aber nach dem ordentlichen Auftritt in der ersten Pokalrunde in Northeim war die Partie ein Rückschritt. Ein Dämpfer, ein Schuss vor den Bug zur rechten Zeit?

„Darauf hätte ich gern verzichten können“, meinte SVG-Trainer Knut Nolte angefressen und machte aus seinem Fußballherzen keine Mördergrube: „Das war ein Sch...spiel! Bis zum 1:0 hatte auch Arminia keine Torchance. Dumm, dass der erste Schuss gleich drin war. Und danach sind wir nicht ins Spiel gekommen. Das waren nur Einzelaktionen, es war kein Zug drin. Es lief nichts zusammen. Unser schnelles Umschalten klappte leider nicht.“

Erkenbrecher notierte eifrig

„Wir waren gewarnt“, analysierte Arminias Coach Murat Salar. „Die SVG hat ja ihre Stärken im Umschaltspiel. Wir standen aber kompakt, haben das schnelle Spiel der SVG unterbunden. Wir hätten unsere Räume aber noch besser nutzen können.“

Enttäuscht und geknickt waren natürlich auch die SVG-Spieler. „Schade, es lief nichts“, zuckte Stürmer-Neuzugang Lamine Diop mit den Achseln. Eine „Katastrophe“ fand Lukas Kusch den zweiten Pflichtspiel-Auftritt. „Wir hatten uns mehr erhofft und müssen auf das erste Punktspiel gegen Gifhorn schauen“, so der bisherige Landolfshäuser.

Apropos Gifhorn: MTV-Trainer Uwe Erkenbrecher saß aufmerksam auf der Tribüne im ziemlich heruntergekommenen Arminen-Stadion am Bischofsholer Damm, dessen Stehtribünen völlig mit Unkraut überwuchert sind. Erkenbrecher machte sich viele Notizen und wird sicher wertvolle Erkenntnisse aus dem SVG-Auftritt gewonnen haben. „Arminia hat vollkommen verdient gewonnen, hatte mehr Ballbesitz, die SVG wohl nicht ihren besten Tag“, meinte der MTV-Trainer, der mit seinem Team in die Oberliga aufgestiegen ist.

Auf dem Teppich bleiben

In die blickte SVG-Teammanager Thorsten Tunkel voraus: „Das war keine gute Vorstellung von uns bei Arminia. Wir haben das Spiel vollkommen aus der Hand gegeben. Das wird ’ne harte Saison. Vor allem muss das Umfeld bei uns ruhig bleiben. Wir haben noch ’ne Menge Arbeit vor uns.“ Tunkel spielte darauf an, dass es bereits Stimmen gegeben haben soll, die die SVG in der bevorstehenden zweiten Spielzeit in der Oberliga in höheren Sphären wähnten.

Dabei ist es eine alte, ewige Fußball-Plattitüde, dass eben die zweite Saison in einer Spielklasse weitaus schwieriger wird als die erste... (haz/gsd)

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