Premiere des Norweger Modells beim Spiel Löhlbach II gegen Bromskirchen II

Duell in der C-Klasse: Simon Jeude (Bromskirchen II, gelbes Trikot) dahinter Christoph Viehmeier (Löhlbach II). Fotos: Michael Paulus

Löhlbach. Fußball - neun gegen neun Spieler: Am Wochenende hatte das Norweger Modell im Frankenberger Fußballkreis Premiere, beim Spiel TSV Löhlbach II gegen den TSV Bromskirchen II (1:9).

Die Kellerwälder haben in dieser Saison in der Kreisliga C eine Neuner-Mannschaft gemeldet. Das bedeutet, dass alle Gegner gegen den TSV Löhlbach II mit nur neun Spielern auflaufen müssen.

Wir haben uns das Spiel angeschaut und nachher Spieler sowie Trainer nach ihren Eindrücken befragt.

Die Taktik 

Zuerst haben wir uns die taktischen Aufstellungen beider Teams angeschaut. Während der Gastgeber auf ein 4-3-1 setzte, also auf den zweiten Stürmer und einen Mittelfeldspieler verzichtete, liefen die Gäste mit einem 3-4-1-System auf. Auch hier ließ man den zweiten Stürmer weg, verzichtete aber in der Abwehr auf einen weiteren Spieler, um die Kontrolle über das Mittelfeld zu behalten.

Die Vorbereitung

Bei der Vorbereitung auf dieses Spiel zeigte sich, dass sich beide Verantwortlichen im Vorfeld zwar ihre Gedanken gemacht haben, im Training wurde aber nicht extra darauf hin gearbeitet. So gab Maik Wilhelmi, Spieler und Betreuer der Löhlbacher Reserve zu Protokoll, dass die Trainingsbeteiligung der Mannschaft ohnehin nicht hoch sei. „Deswegen kann man das nicht extra trainieren.“ Auch Kristian Wochnik (Bromskirchen) gab an, nicht extra im Training auf die Situation mit nur neun Feldspielern eingegangen zu sein. „Am Spieltag haben wir darüber gesprochen, dass wir in der Defensive die Räume eng halten wollen. Ansonsten muss man sehen, wie es sich entwickelt.“

Die Unterschiede 

Wo liegen die Unterschiede zum normalen elf gegen elf? Wilhelmi ist sich sicher, dass die Kondition eine große Rolle spielen wird, da man auf demselben Spielfeld mit weniger Spielern unterwegs sei. „Da ist mehr Laufarbeit gefragt.“ Wochnik hofft, dass die Leistungen fußballerisch besser werden. „Die Spieler haben mehr Platz und dadurch etwas mehr Zeit zum spielen.“

Ein Modell mit Zukunft? 

„Für uns ist es wichtig, dass wir die Mannschaft im Spielbetrieb halten. Durch das Norweger Modell haben wir die Chance dazu“, beschreibt Wilhelmi den Grund, warum sein Verein eine Neuner-Mannschaft gemeldet hat. „Vergangene Saison hatten wir Personalprobleme. Dies soll nicht mehr vorkommen.“ Er glaubt: „In Zukunft werden auch andere Mannschaften darauf zurückgreifen.“

Stephan Gillmann vom TSV Bromskirchen findet diese Spielform für Reserveteams nicht schlecht. „Gerade in den Mannschaften spielen ja viele Ältere, da wird mehr Raumdeckung gespielt. Da passt das schon.“ Es würde sicher mehr Platz auf dem Feld geben, gibt Gillmann zu bedenken. „Da kann man gut spielen, wenn man die Leute dafür hat.“ Die scheint sein TSV gehabt zu haben, denn immerhin gewann Bromskirchen II mit 9:1 und Gillmann erzielte fünf Treffer.

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