SV Weidenhausen nach Herzschlag-Finale gegen Eschwege 07 Fußball-Hallenmeister

Riesenjubel nach Zittersieg

Pure Begeisterung: Nach dem entscheidenden Neunmeter im Final gegen Eschwege schweben die Kicker des SV weidenhausen auf Wolke sieben. In der Mitte Sören Gonnermann.

Witzenhausen. Als Philipp Christl das Leder beim entscheidenden Neunmeter mit voller Wucht in die Maschen beförderte, kannte der Jubel im Lager des SV Adler Weidenhausen keine Grenzen mehr.

Es war vollbracht und der Erzrivale SV Eschwege 07 wieder einmal bezwungen. Nach dem 5:4-Triumph im Neunmeterschießen gegen die Kreisstädter setzte sich die Mannschaft vom Chattenloh wieder einmal die Krone des Hallenmeisters auf. „Siege in Endspielen sind natürlich immer schön, doch gerade gegen den Nachbarn ist es schon etwas Besonderes“, erklärte SV-Goalgetter Sören Gonnermann, der später auch als erfolgreichster Schütze des Turniers (6 Treffer) ausgezeichnet wurde.

Leicht wurde es dem alten und neuen Champion aber auf dem Weg ins Endspiel und dann bei der Entscheidung nicht gemacht. Kreisfußballwart Horst Schott sprach sogar von einem Herzschlag-Finale zweier gleichwertiger Mannschaften, die sich überhaupt nichts schenkten. Eschwege konnte nach der 1:0-Führung von Jan Kaufmann sogar auf den Sieg hoffen, doch Sören Gonnermann egalisierte in der regulären Spielzeit.

Und im folgenden Neunmeterschießen wuchs auch Weidenhausens Torhüter Alexander Röß über sich hinaus, der tags zuvor noch für den Handball-Bezirksligisten TSG Bad Sooden-Allendorf im Spitzenspiel gegen Böddiger als Feldspieler erfolgreich war.

LFV hielt prächtig mit

Als Hecht im Karpfenteich im Konzert der Großen zeigte sich A-Ligist Lichtenauer FV, obwohl im mit 1:4 verlorenen, kleinen Finale gegen den SV Reichensachsen dann doch die Luft raus war. Immerhin steckte den LFV-Akteuren ein neunstündiges Qualifikationsturnier vom Vortag noch in den Knochen, in der die Lossestädter härtesten Widerstand vor allem von B-Ligist SC Roßbach brechen mussten.

„Für uns war es ein nahezu perfektes Turnier“, sagte ein mit seiner Mannschaft vollauf zufriedener LFV-Coach Stefan Möller, der in der Finalrunde allerdings einige Male mit den Entscheidungen der Unparteischen haderte.

Die Lichtenauer verdienten sich nach einem für sie wahren Mammut-Hallenspektakel mit Begegnungen bei zwei Turnieren über insgesamt 18 Stunden ebenso ein großes Lob wie die erst im Viertelfinale von Champion Weidenhausen gestoppte SG Wickenrode/Helsa nach ebenfalls überstandener Qualifikationstortur. Etwas mehr hatten sich da schon die Gruppenligisten TSV Wichmannshausen und SpVgg. Hopfelde/Hollstein ausgerechnet, doch für beide war bereits im Viertelfinale Endstation.

Kammerbach dominiert

In der Finalrunde der Frauen durfte sich Favorit TSG Kammerbach aus der Verbandsliga nach gelungenen Auftritten über die verdiente Hallenmeisterschaft freuen. Dabei wirbelten die schnellen Angreiferinnen Lucia Langefeld und Nina Weihrauch die gegnerischen Abwehrreihen gehörig ducheinander und gaben lediglich beim 1:1 gegen den SV Reichensachsen Punkte ab.

In der Qualifikationsrunde der Herren hatte ausgerechnet ein Underdog aus der B-Liga die Herzen der eigenen Fans und der objektiven Besucher höher schlagen lassen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.