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Rosdorfer Arno Oehler neuer Kreis-Jugendobmann

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Von: Manuel Brandenstein

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Arno Oehler (links) und Dieter Seliger geben sich die Hand.
Übergabe: Arno Oehler (links) übernimmt den Vorsitz von Dieter Seliger. © Brandenstein

Im Kreis-Jugendausschuss des Fußballkreises Göttingen-Osterode gibt es eine neue Führung. Außerdem muss sich der Kinderfußball auf größere Veränderungen einstellen.

Ebergötzen – Arno Oehler vom SC Rosdorf ist neuer Vorsitzender des Jugendausschusses im Fußballkreis Göttingen-Osterode. Der 61-Jährige wurde in Ebergötzen von den Delegierten der Vereine für die kommenden drei Jahre gewählt.

Oehler, der bislang für das Rechtswesen zuständig war, bedankte sich im Rahmen des Kreisjugendfußballtags für das Vertrauen und unterstrich, sich für die Belange des Nachwuchsfußballs mit aller Kraft einsetzen zu wollen. Sein Vorgänger Dieter Seliger, der 15 Jahre lang den KJO-Posten ausübte, wird sich am 23. Juli zur Wahl des Kreisvorsitzenden stellen.

Seliger dankte seinen Mitarbeitern im Kreisjugendausschuss (KJA): „Durch gesundheitliche Probleme einiger Mitarbeiter insbesondere den plötzlichen Tod unseres Feldspielleiters Peter Drewelow war der KJA eine lange Zeit reduziert, und die anfallende Mehrarbeit für jeden Mitarbeiter wurde recht hoch. Danke an alle, die sich den neuen Herausforderungen gestellt und bewältigt haben.“ Der 67-Jährige rief noch einmal die Vereine dazu auf, Mitarbeiter – gern auch mehr weibliche Kandidaten – für den Kreisjugendausschuss zur Verfügung zu stellen. „Wir haben gerade in diesem Jahr viele Abschiede, die ich generell nicht mag.“ Dazu gehörte auch die Verabschiedung des KJA-Mitglieds Werner Buss, der sich jahrzehntelang engagiert hatte.

Eine längere Diskussion entwickelte sich zum Thema Einführung des DFB-Konzepts „Kinderfußball“ (einst FUNiño genannt, was aus rechtlichen Gründen geändert wurde). Dabei wird die Zahl der Spieler auf dem Feld reduziert und es wird auf beispielsweise vier Kleintore gespielt. Das Konzept soll die individuellen Fähigkeiten der Kinder fördern und gerade schwächere Spieler mehr als bisher voranbringen. Das Thema wurde bislang unter anderem beim Dransfelder SC vorangetrieben. Der DFB möchte, dass „Kinderfußball“ für die G-, F-, und E-Jugend ab der Saison 2024/25 flächendeckend eingeführt wird.

Kreis-Lehrwart Thomas Hellmich meinte dazu: „Ich habe noch keinen kennengelernt, der dieses Konzept, nachdem er es verstanden hatte, nicht gutgefunden hätte. Fakt ist: Wir müssen etwas tun, um den Kinderfußball nach vorn zu bringen, da die allgemeinen sportlichen Leistungen immer schlechter werden.“ Im Herbst werde es dazu Schulungen geben, und Arno Oehler sprach sich für einen Präsentationstag aus.

Für die kommende Saison haben auf Kreisebene 304 Mannschaften gemeldet (2021 waren es 270). Das sei erfreulich. Die Vereine sollen auch wieder im Winter ein Angebot erhalten. Zuletzt war die Hallenmeisterschaft aufgrund der Corona-Pandemie komplett abgesagt worden. Diesmal könnte es ein geteiltes Bild geben. Die älteren Jahrgänge könnten noch außen vor bleiben (Alternative könnten Spiele auf Kunstrasen sein), die jüngeren könnten wieder in der Halle zum Zuge kommen. Letztlich wird die Pandemielage im Winter entscheidend sein. (Manuel Brandenstein)

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