Fußball-Gruppenliga: FC Großalmerode verliert gegen TSG Sandershausen mit 3:7

Rote Laterne leuchtet weiter

Engagiert, aber wieder keine Punkte: Großalmerodes Verteidiger Patrick Essebier (li.) gewinnt ein Kopfballduell. Am Ende gab es für das Team um Konstantin Mura (Zweiter v. re.) gegen die TSG Sandershausen aber eine deprimierende 3:7-Pleite. Fotos: Walle

Großalmerode. Die Saison in der Fußball-Gruppenliga nimmt für den FC Großalmerode immer bedrohlichere Formen an. Beim 3:7 (1:3) gegen die TSG Sandershausen zeigte das Team von Trainer Osman Duygu zwischenzeitlich Moral und egalisierte einen 0:3-Rückstand, stand am Ende aber wieder mit leeren Händen da und kassierte die Gegentreffer 27 bis 33. „Das ist eine Katastrophe. Wir haben in der vergangenen Saison 46 Tore kassiert und haben jetzt nach acht Spielen schon so ein schlechtes Torverhältnis“, sagte Duygu angesichts der Tatsache, dass die Rote Laterne des Schlusslichts heller denn je über dem Sportplatz am Schwarzenberg leuchtet.

Schneller 0:3-Rückstand

Dass die Gastgeber zu den bisherigen drei Zählern keine weiteren Punkte einfahren würden, war den Besuchern schon nach wenigen Minuten klar. Die TSG drehte gewaltig auf und schnürte das Schlusslicht in der eigenen Hälfte ein. Angeführt von Spielertrainer Gazwan Avakhti machten sie mit dem verunsicherten Gegner förmlich kurzen Prozess. Wetzig und Thordsen trafen kurz nacheinander zwar nur die Latte (8. Minute), drei Minuten später brach das Unheil über die Duygu-Elf aber herein. Erst verwandelte Thordsen einen Zuschlag-Rückpass eiskalt, dann schloss der Ex-Lossetaler Avakhti einen Konter erfolgreich ab, bevor Hebold per Kopf eine Avakhti-Flanke zum 0:3 versenkte. Das 1:3 von Danny Nickel wirkte vor der Pause nur wie ein kleiner Schönheitsfleck in einer bis dahin eindrucksvollen Vorstellung der Gäste.

Nach dem Seitenwechsel war es aber mit der Leichtigkeit der Gäste vorbei. Jetzt störten die Gastgeber früh, gewannen auf einmal die Zweikämpfe – und wurden schnell belohnt: Wieder war es Nickel, der mit seinem sechsten Saisontor zum 2:3 verkürzte (52.). Und als zwei Minuten später Maximilian Scholz TSG-Keeper Michael Rippe umkurvte und das Leder zum 3:3 einschob, war die Hoffnung auf das benötigte Erfolgserlebnis endgültig wieder da.

Doch so schnell, die diese Hoffnung kam, verflog sie in der Folge auch wieder. Thordsen brachte Sandershausen mit einem Seitfallzieher wieder auf die Siegerstraße. TSG-Verteidiger Wetzig machte per Kopfball mit dem 3:5 den Deckel drauf auf einen Sieg, den Avakhti und Hebold mit ihren Treffern noch deutlich in die Höhe schraubten. Und hätten die Gäste alle Chancen genutzt, dann wäre auch ein zweistelliger Sieg der TSG möglich gewesen.

„Wir laden den Gegner zum Torschießen ein. Das müssen wir schnell abstellen“, fordert Duygu, der mit seiner Elf am Mittwoch in Immenhausen antreten muss.

FC Großalmerode: Behnke -Fahrenbach, Alt, Essebier, Baumann (60. Krauss) - Mende (46. Brethauer), Mrksa, Spangenberg, Mura - Scholz, Nickel.

Tore: 0:1 Thordsen (11.), 0:2 Avakhti (16.), 0:3 Hebold (32), 1:3 Nickel (36.), 2:3 Nickel (52.), 3:3 Scholz (54.), 3:4 Thordsen (62.), 3:5 Wetzig (73.), 3:6 Avakhti (75./FE), 3:7 Hebold (81.).

Von Ralf Walle

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