Dem Fußball und Wandern bis heute verbunden

Rothosen-Urgestein Mann wird 100

Vor 80 Jahren: Oskar Mann im Trikot des CSC 03. Archivfoto: privat/nh

Kassel. Er ist nur elf Jahre jünger als „sein“ Verein. Und doch feiert Oskar Mann, ein Urgestein des CSC 03 Kassel, an diesem Sonntag seinen 100. Geburtstag. Und das, wie jüngere Weggefährten bestätigen, in bemerkenswerter geistiger und körperlicher Frische.

Samstags ist der Gang in die Markthalle zum Einkaufen und auf ein Gläschen bei CSC-Freund Herbert Scholden ein festes Ritual. Und noch immer ist der Urgroßvater häufig bei den Heimspielen seiner „Rothosen“ an der Jahnstraße in der Unterneustadt engagiert dabei. Selbst im Winter ohne Kopfbedeckung - „denn das ist was für Weicheier“. Dort hat er selbst einst gekickt - ab 1. Mai 1933. Und dem Klub blieb Oskar Mann auch nach 1953 treu, als er am Geburtstag seiner inzwischen verstorbenen Ehefrau Paula nach den Kriegswirren nach Kassel heimgekehrt war und bei Henschel einen Arbeitsplatz als Schlosser gefunden hatte.

Er war als Spieler, wenn auch nicht hochklassig, als Jugendbegleiter und Beitragskassierer eine feste Größe beim CSC. Damals gab es noch kein Bankeinzugsverfahren, und so fuhr Mann mit dem Fahrrad los und kassierte die Mitglieder persönlich an ihrer Haustür ab.

Die Fußballtradition der Familie Mann bei den Rothosen setzten Sohn Gerhard und Enkel Ralf zunächst fort, später aber wurde das Kegeln deren Passion.

Jung erhalten hat Bayern-München-Fan Oskar Mann aus Heiligenrode aber nicht nur der Fußball und das Vereinsleben beim CSC, sondern auch das Wandern. Viele große Touren hat er unternommen, und beim Hessisch-Waldeckischen Gebirgsverein ist der gesellige Jubilar noch immer mittendrin - und nicht nur dabei. Archivfoto:  Konrad/nh

Von Gerald Schaumburg

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