Sechs Abgänge - wenig Perspektiven für die Gruppenliga

Rückzug: Volkmarsen geht in die Kreisoberliga

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Ein Spiel, das es auch kommende Saison wieder gibt: Nach dem Rückzug der Volkmarser findet das Treffen mit Bad Wildungen allerdings in der Kreisoberliga statt, in der die SG-Zweite spielt. Die Szene zeigt Bad Wildungens Lukas Baumann (rechts) gegen VfR-Spieler Jari Kuhaupt.

Die Planungen für die neue Fußballsaison laufen, auch wenn deren Beginn noch offen ist. Die Zukunft des VfR Volkmarsen ist aber geklärt.

Volkmarsen – Nicht nur Zu- und Abgänge in Trainer- und Spielerkreisen gilt es abzuarbeiten. Mancherorts steht man vor grundlegenden Fragen. Zum Beispiel beim VfR Volkmarsen, Tabellenletzter der vergangenen, abgebrochenen Gruppenliga-Saison. 

Wenige Tage vor der Meldefrist für die neue Saison entschied sich der VfR: Wir machen nicht weiter in der Gruppenliga. „Wir gehen freiwillig in die Kreisoberliga zurück“; bestätigte Stefan Löber, eine Hälfte des Trainergespanns mit Matthias Wiegand, gegenüber der WLZ.

Trainer wie auch Spieler hätten gemeinsam im Schulterschluss mit dem Vorstand nach dreimaliger Beratung die keineswegs leichte Entscheidung gefällt, nicht weiter oberhalb der Kreisebene zu spielen. Ausschlaggebend, so Löber, sei aber nicht die Leistung und die Tabelle der abgebrochenen Saison gewesen, sondern die aktuelle Kadersituation: „Fünf Stammspieler der ersten Mannschaft werden uns verlassen, zwei weitere stehen nur eingeschränkt oder gar nicht zur Verfügung“, vermeldet der Coach den Ist-Zustand bei den Nordwaldeckern. „Da tust du niemandem einen Gefallen, wenn du in der Gruppenliga antrittst.“

VfR: Lüther, Flörke und Richter wechseln, Duo pausiert

Bei dem Abgänger-Quintett handelt es sich um Offensivkraft Luca Lüther, der zum TuSpo Mengeringhausen wechselt sowie um Torhüter Marius Flörke und Björn Richter, die sich beide dem Warburger SV anschließen. Benjamin Klein und André Kuhaupt werden zumindest eine Saison pausieren. 

Als Sechster kommt noch Jan Schwaiger hinzu, der ebenfalls zu einzelnen Gruppenligaeinsätzen gekommen war. Er kehrt zurück zum SV Herlinghausen (Kreis Höxter), von dem er vorigen Sommer auch zum VfR gekommen war. Zum Start hätten wir 14, 15 Leute für den Kader der Ersten; aber da dürfte dann wirklich gar nichts passieren in Sachen Sperre oder Verletzung“, sagt Löber. Diesem Risiko wollte man Spieler und Trainern nicht aussetzen.

Volkmarsen: Keine Neuzugänge bekommen

„Es ist bei uns dieses Jahr nicht möglich, die Verluste durch eigene Nachwuchsspieler abzufedern“, sagt der Trainer. Externe Neuzugänge zu holen, habe sich als schwierig und erfolglos erwiesen, berichtet er. „Auch weil es im Moment Spieler gibt, die offen sagen, dass sie wegen der Corona-Pandemie vorsichtig sind und in kein neues Vereinsumfeld wechseln wollen.“

Was bleibt übrig beim VfR Volkmarsen? Ein Kader, dem das Trainerduo voll vertraut, das auch nach der personellen Entwicklung bei seiner Zusage geblieben ist, weiterzumachen. Und eine Mannschaft, die nun in der Kreisoberliga versucht, eine ordentliche Rolle zu spielen. Druck gibt es freilich keinen seitens des Vereins.

Dass der VfR in der KOL ran darf, hat mit den geänderten Richtlinien aufgrund der Corona-Krise zu tun. Der HFV hat die Regelung, dass man bei einem freiwilligen Rückzug nach dem 15. Mai zwei Klassen tiefer eingestuft wird, in diesem Jahr quasi ausgesetzt. 

"Man hat den Vereinen zugestanden, dass sie nach der langen Corona-Pause erst einmal intern klären müssen, wie viele Spieler zur Verfügung stehen"; erklärt Kreisfußballwart Gottfried Henkelmann. Er bestätigte auch: Durch Volkmarsens Rückzug ändert sich aufgrund dieser neuen Regelung nichts an der Zahl der Absteiger aus der Gruppenliga in der neuen Saison.

Die zweite Mannschaft der Volkmarser geht wie gewohnt in der Kreisliga A an den Start. (schä)

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