Dank starker erster Hälfte Sieg gegen CSC 03 Kassel nicht unverdient

1:0 - SC Willingen „fräst“ sich zum ersten Heimsieg

Harter Kampf: Die Willinger Christian Kuhnhenne, Nick Bärenfänger (verdeckt) und Jan Nicklas Albers (von links) klären gegen die Kasseler Marius Wolf (links) und Roy Kessebohm.
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Harter Kampf: Die Willinger Christian Kuhnhenne, Nick Bärenfänger (verdeckt) und Jan Nicklas Albers (von links) klären gegen die Kasseler Marius Wolf (links) und Roy Kessebohm.

Die Serie gegen den CSC 03 Kassel hielt. Der SC Willingen hat mit dem 1:0 (1:0) den ersten Heimsieg der Saison verbucht.

Schwalefeld – Lothar Alexi nahm es mit einem ungläubigen Grinsen. „Wie gehabt“, kommentierte der erfahrene Gästecoach die fünfte Niederlage im fünften Auftritt im Upland nach der Verbandsliga-Rückkehr 2016. Die Pleite war „nicht unverdient“, wie nicht nur Gegenüber Rainer Schramme fand.

Beide Teams suchten auf der nach Regenfällen auf den Kunstrasen verlegten Partie gleich das Kurzpassspiel, ließen aber die richtige Länge in den Pässen zunächst vermissen. Die Gastgeber wirkten überraschend einen Tick kombinationssicherer und wurden das erste Mal richtig gefährlich, als Florian Heine nach einem Konter hart bedrängt noch verstolperte (18.). In der gleichen Minute unterlief der CSC-Abwehr ein haarsträubender Fehler, aber Mario Wolf hielt beim Schuss von Sebastian Müller schmerzhaft die Backe hin.

„Wir haben die ersten 15 Minuten kontrolliert“, meinte Alexi, „aber dann haben die Willinger sich regelrecht ins Spiel gefräst.“ Vor allem die Sechser Christian Kuhnhenne und Valdrin Kodra oder die Mittelfeldachse Eric Kroll, Jan-Henrik Vogel und Florian Heine arbeiteten äußerst aggressiv gegen den Ball. Die beiden Routiniers erarbeiteten sich dann auch auf engstem Raum das 1:0, von „Eckes“ kam der Ball zu „Flo“ und der schloss mit links ins lange rechte Eck ab (22.).

Kurz danach wären die Hausherren fast vom schnell ausgeführten Freistoß von Jan Iksal überrascht worden, aber Torwart Yannick Wilke beförderte mit einer Hand und mit Hilfe der Unterkante der Latte den Kopfball des völlig freien Jaroslaw Matys ins Feld zurück (28.). Schnell hatten die Willinger das Heft wieder in der Hand und gingen mit der verdienten Führung in die Kabine.

Nach dem Wechsel erhöhte Kassel das Tempo, aber die junge SCW-Elf ging das zunächst locker mit. Mit dem unnötigen und zu kurzen Rückpass von Kuhnhenne, den Enis Salkovic aus spitzem Winkel an den Pfosten nagelte (59.), begann aber eine Phase des Bangens. „Da haben wir zu viel verteidigt und zu tief gestanden“, sagte Schramme.

Große Aufregung dann in der 61. Minute, als Salkovic zentral vorm Tor beim Schussversuch gegen Nick Bärenfänger zu Fall kam. Die Gäste forderten Elfmeter, die Hausherren beteuerten die Unschuld ihres Innenverteidigers. „Das war vielleicht der Knackpunkt“, ärgerte sich Alexi über Schiedsrichter Mirko Hecklinger.

Mit der 30-Meter-Bogenlampe von Christian Käthner, die den weit vorm Tor stehenden Wilke fast überrascht hätte (65.) hatten seine Rothosen bis auf den Kopfball von Wolf (88.) ihr Pulver freilich schon verschossen. „Willingen hätte eigentlich das 2:0 machen müssen“, beschrieb Alexi die Zeit dazwischen, als seine Elf oft zu gut zu verteidigenden langen Bällen gezwungen wurde. Er meinte vor allem die Chancen von Müller nach klasse Direktkombinationen (68., 77.), aber auch den möglichen Elfmeterpfiff, der Heine im Duell mit Torwart Lukas Rudolph verwehrt blieb (84.).

Es reichte aber auch so, sehr zur Freude auch der Trainer Dardan Kodra und Schramme. „Es tut gut“, sagte letzterer, „dass wir mal ein so knappes Ding für uns entschieden haben.“

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