Hinrunde endet in der Verbandsliga

SC Willingen in Weidenhausen: Die beste Ligaoffensive auf null halten

Fußballer beim Kopfball
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Gefahr im Strafraum: Die Willinger Jan Albers (links) und Raphael Mütze können den Kopfball von Manuel Toro Moreno (Weidenhausen) nicht verhindern.

Noch einmal spielen, dann geht eine Hinrunde für die Fußballer des SC Willingen zu Ende. Die Mannschaft von Trainer Dardan Kodra muss noch die hohe Hürde beim Rangdritten SV Weidenhausen nehmen.

Willingen – „Egal wie dieses Spiel auch ausgehen wird, mit der Punktausbeute sind wir natürlich nicht zufrieden, aber ich glaube, dass die Mannschaft eine gute Entwicklung genommen hat“, sagt Kodram der auf eine Hinrunde blickt, die als wacklige Angelegenheit begann, viele lehrreiche Phasen aufwies und nun als stabile Einheit schließen kann, wenn ein Sieg in Weidenhausen herausspringt.

Dieses fußballerische Vorankommen der Willinger haben die Zuschauer vor allem am vergangenen Sonntag in der Partie gegen den Lichtenauer FV (2:2) gesehen, eine Begegnung mit dem Prädikat „spielerisch wertvoll“.

Die Stimmung im Training sei nach dieser Partie zwar gut gewesen, aber der Trainer berichtet auch, dass die Spieler sich immer noch darüber geärgert hätten, weil sie dieses Gegentor noch zugelassen haben.

Weidenhausen will Siegesserie fortsetzen

„Vor allem mental gehe sein Team aus dieser mit Hochs und Tiefs gespickten Hinserie stärker hervor, glaubt Kodra. Deshalb freut sich der Coach sogar auf das Duell mit dem SV Weidenhausen, denn die Osthessen könnten für seine Mannschaft genau zum rechten Zeitpunkt kommen. „Spannender Gegner, spannendes Spiel“, sagt Kodra. Und tatsächlich steckt in dieser SVW-Mannschaft fußballerischer Zündstoff. Sie hat einen wetterunabhängigen Goldenen Oktober aufs Rasengrün gelegt: fünf Spiele, fünf Siege.

Mit dem jüngsten 6:0 gegen die SG Ehrenberg setzte sie die Siegesserie im November fort. Weidenhausen hat mit 46 Treffern die beste Offensive der Liga, mehr als die Hälfte davon erzielten Jan Gerbig (16) und Sören Gonnermann (11).

Die Willinger Defensive wird alle Füße voll zu tun haben, um dieses Torjäger-Duo auf null zu halten. „Weidenhausen spielt recht einfach, sie räumen hinten mit starker körperlicher Präsenz viele Bälle ab und versuchen schnell nach vorn zu kommen, gern auch mit langen Pässen, mit denen sie vor allem bei zweiten Bällen sehr gefährlich sein können“, weiß Kodra.

Auch im Spiel gegen den Ball zählen die Weidenhäuser Kicker mit nur 16 Gegentreffern zu den besten Torverhinderern, die die Liga zu bieten hat. „Wir dürfen uns auch nicht blenden lassen, wenn wir mal spielbestimmend sind, weil Weidenhausen einem ganz gern das Spiel überlässt“, sagte der Willinger Coach und er kann sich noch gut an die 0:5-Heimpleite 2020 gegen die Adler aus Weidenhausen erinnern, „da waren wir spielbestimmend, so komisch es sich vom Ergebnis her auch anhört“. Auf diese optische Täuschung wollen die Willinger diesmal nicht hereinfallen.

Auch personell läuft es bei den Upländern in dieser Saison recht gut, denn nur wenige Spieler haben sich schwerer verletzt.

Wieder Respekt in der Liga verschafft

Die Kodra-Elf hat sich durch die zuletzt guten Leistungen bei der Konkurrenz wieder Respekt verschafft. „Die Willinger werden im Lauf der Saison noch weiter in der Tabelle nach oben klettern“, meint auch der Weidenhäuser Teammanager Stefan Stederoth und fügt hinzu: „Sie haben zu Beginn der Saison versucht, einen neuen Spielstil mit Offensivverteidigung aufzuziehen, das haben sie nun wieder umgestellt und die Ergebnisse passen.“

Vogel und Heine würden immer gut harmonieren, lobt Stederoth, und im Umschaltspiel sowie in der Rückwärtsbewegung müsse man gegen Willingen immer aufpassen. „Wir möchten diese fantastische Hinserie krönen und hoffen auch auf viele Zuschauer, das hat sich die Mannschaft verdient.“ Bei Weidenhausen werden Henrik Renke (Oberschenkelprobleme) und Sören Pfliegner (Knieprobleme) fehlen. Ungewiss sei noch der Einsatz von Luis Goebel und Tim Gonnermann.

Nach den letzten Hinrundenspiel will Kodra und sein Trainerteam noch bis zum Dezember mit der Mannschaft weiterarbeiten. Außerdem wird in der Schützenhalle in Schwalefeld auf Anregung der Spieler eine kleine Fitnessbude mit Geräten eingerichtet, wo sich jeder selbst fit halten kann.  (rsm/mm)

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