1. Startseite
  2. Sport
  3. Fußball regional

Acht Tore und zehn Ballkontakte: SC Willingen mit lockerem Saisonausklang gegen Schlusslicht FSV Thalau

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Abschied vom SC Willingen. Der Sportliche Leiter Hubertus Albers (rechts) bedankte sich bei (v.l.) Jerome Löber, Torwart Yannick Wilke und Betreuer Winfried Schloms.
Abschied vom SC Willingen. Der Sportliche Leiter Hubertus Albers (re.) bedankte sich bei (v.l.) Jerome Löber, Torwart Yannick Wilke und Betreuer Winfried Schloms. © Worobiow

Es war nicht mehr als ein lockeres Warmlaufen für die Saisonabschlussfeier: Der SC Willingen schlug Schlusslicht FSV Thalau 8:0 (2:0) und beendete die Verbandsliga-Runde auf Rang elf.

Willingen – Bevor das ungleiche Duell angepfiffen wurde, hieß es Abschied nehmen vom Spieler-Trio Jerome Löber (zurück zum Heimatverein TSV Strothe), Yasin Dogan (SSV Sand) und Torwart Yannick Wilke (KSV Baunatal).

Für den 29-jährigen Wilke, seit zehn Jahren die Nummer eins beim SCW, war der Applaus seiner Mitspieler aufregender, als das Geschehen danach. Er kam in seinen 80 Minuten nur auf zehn Ballkontakte, darunter war kein Torschuss. Langweilig fand er seinen letzten Heimauftritt (am Mittwoch ist noch das Kreispokalfinale in Altenlotheim) aber nicht: „Es war schön, ich habe es genossen.“

„Der schlechte Start hat uns das ganze Jahr über begleitet“

Angesichts der einseitigen Partie war Platz für ein erstes Saisonfazit. „Wir sind froh, dass beide Mannschaften den Klassenerhalt geschafft haben“, meinte der Sportliche Leiter Hubertus Albers. Zwar waren die Erwartungen vor der Runde höher, aber nur zwei Punkte aus den ersten sechs Spielen hatten schnell einen Strich durch diese Rechnung gemacht. „Der schlechte Start hat uns das ganze Jahr über begleitet“, analysierte Albers Hinzu kamen noch Langzeitverletzte wie etwa Jonathan Vach oder Sebastian Butz hinzu.

In der besseren Rückrunde fehlte immer wieder die Konstanz. „Aber wir haben gesehen, was in dieser Truppe steckt“, so Albers, „das wollen wir nun mehr rauskitzeln“. In die gleiche Kerbe schlug auch Kapitän Jan-Henrik Vogel: „Wir haben mit der jungen Truppe eine gute Entwicklung durchgemacht und darauf bauen wir nächste Saison auf.“

Kodra hat schon Themen für die Vorbereitung

Trainer Dardan Kodra („die Hinrunde war richtig zäh“) denkt auch, dass seine Mannschaft „durch die Höhen und Tiefen gewachsen ist“. Bevor auch er sich das verdiente Saisonabschluss-Bier gönnte, blickte der Marsberger schon einmal voraus. In der vierwöchigen Vorbereitung im Juli müsse man zwei große Themen angehen: „Hinten weniger Tore kassieren und die Angriffe klarer ausspielen.“

Der Spielverlauf ist schnell erzählt. Die schon am Sonntag mit einem Bus angereisten Thalauer, die im Hinspiel immerhin einen seiner mickrigen acht Zähler ergattert hatten, wehrten sich mit einer Fünfer- und einer Viererkette nach Kräften. Aber ihre Chancen waren sicherlich auch durch die ausgiebige Ortsbesichtigung am Vortag, wie es neutral formulierte wurde, inklusive des Besuchs auf dem Ettelsberg, nicht größer geworden.

Weil das Tempo im Willinger Spiel eher behäbig war, hielt das Bollwerk bis zur 24. Minute, dann traf Florian Heine - nach Pass von Fynn Butterweck - zum 1:0. Matthias Bott legte rasch nach (30.). Heine war auch in der 48. und 63. Minute erfolgreich - seine Saisontreffer 24 und 25. Dazwischen und danach entdeckte Christian Kuhnhenne ungeahnte Torjägerqualitäten und schraubte sein Konto auf drei (51., 78.).

Applaus für Wilke und Betreuer Schloms schießt Elfmeter

Und dann wurde es noch einmal emotional. In der 80. Minute verließ Yannick Wilke, begleitet von viel Applaus und herzlichem Empfang auf der Auswechselbank, das Feld. Er machte Platz für Betreuer Winfried Schloms, der ebenfalls verabschiedet wurde. Der Medebacher kam sogar zu einem Torerfolg, als er einen Handelfmeter verwandelte (86.). Den Schlusspunkt setzte Jan-Henrik Keindl, ansonsten Torjäger des KOL-Teams, mit dem 8:0 in der 89. Minute. „Das wird teuer“, klang es herab vom Balkon der Stadion-Gaststätte. Wie lange die Abschlusssause gedauert hat - das lag bei Redaktionsschluss nicht vor. (ni)

Auch interessant

Kommentare