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SC Willingen mit Optimismus nach Lichtenau

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Der Willinger Tom Friedrich (2.v.l.) im Zweikampf mit dem Lichtenauer Sinan Üstün. Dessen Mitspieler Alexandru Cucu (Nr. 8) und Sebastian Müller sind Beobachter.
Hoffnungsträger: Die Willinger Kicker wären froh, wenn Tom Friedrich (2.v.l.) für das Spiel in Lichtenau in den Kader zurückkehren würde. Das Bild zeigt ihn gegen die Lichtenauer Sinan Üstün und Alexandru Cucu (Nr. 8), rechts Sebastian Müller. © Worobiow

Die Willinger Verbandsligafußballer wollen ihrem Verletzungspech trotzen. Trainer Dardan Kodra setzt auf gute körperliche Verfassung seines Teams.

Willingen – Eine Niederlage tut immer weh, aber sie schmerzt unterschiedlich lange. Das 0:1 gegen den SV Weidenhausen sollte für die Fußballer des SC Willingen nur eine Kurzschmerz-Niederlage sein, denn sie haben gegen den Verbandsliga-Tabellenzweiten zum Rückrundenauftakt viel Gutes auf den Platz gebracht, nur das Tor wollte eben nicht fallen. Wenn das Glück morgen auch mit in den Bus einsteigt, dann sollten die Spieler von Trainer Dardan Kodra bei ihrem Auftritt beim Rangsechsten FV Lichtenau (15.30 Uhr) für ein bis drei Punkte gut sein. Das sieht der Coach ähnlich: „Wenn wir mit dieser Einstellung auch in den nächsten Wochen in die Spiele gehen, werden wir auch punkten.“

Kodra hat zum Rückrundenbeginn eine ganz andere Mannschaft gesehen als zum Saisonstart: „Die Jungs haben einen ordentlichen Ball gespielt und sich auch Torchancen erspielt.“

Die Struktur auf dem Platz sei vorhanden und Abläufe erkennbar gewesen, die nicht auf Zufall basierten, sondern wo auch eine Strategie dahinterstecke. Für den Kopf der Willinger Kicker heißt das alles: Wir können gut mithalten.

Das ist erstaunlich, weil derzeit das Verletzungspech im Willinger Kader wütet. Nach Nick Bärenfänger (OP nach Kahnbeinbruch), Sebastian Butz (muskuläre Probleme), Eric Kroll (Sehnenriss am Fuß), Jonathan Vach (Schambein-Reizung), fielen gegen Weidenhausen auch noch Christian Kuhnhenne (Zerrung) und Tom Friedrich (Knieprobleme) kurzfristig aus. Möglicherweise können die beiden in Lichtenau wieder spielen. Der Coach nimmt das volle Lazarett sportlich: „Das ist zwar bitter, aber es bringt nichts zu jammern, die Spieler, die da sind müssen jetzt ihre Leistung abrufen, wir müssen uns einfach auf das Spiel konzentrieren und im hier und jetzt arbeiten.“

Gegen Weidenhausen saßen vom Reserveteam Jan-Hendrik Keindl und Jan Theiß auf der Bank. Sind sie fit für Verbandsliga? „Die Verantwortlichen der Zweiten achten schon darauf, dass sie uns Spieler geben, die uns auch weiterhelfen können“, sagt Kodra. Was den Coach auch positiv stimmt ist die die gute körperliche Verfassung seiner Spieler.

„Gegenüber dem Hinspiel in Weidenhausen im November waren wir diesmal athletischer und fitter“, betont der Trainer und ihn freut vor allem , dass gerade die jungen Spieler noch einmal einen Schritt nach vorn gemacht hätten, vor allem körperlich. Kodra hat auch ein besseres Verhalten seiner Kicker beim Spiel im letzten Drittel gesehen - das war ein wichtiger Arbeitsinhalt in der Vorbereitung. „Durch gute Laufwege im letzten Drittel haben wir uns die eine oder andere Torchance herausgespielt, dann waren wir aber leider oft zu hektisch im Abschluss.“

Der Trainer fordert, dass seine Spieler in der Offensiver mehr über das Kollektiv die Angriffe aufbauen. „Wir hatten gegen Weidenhausen gute Flügelläufe von den Außenverteidigern, die dann auch gut mit den Stürmern agiert hätten. Damit haben wir den Gegner immer wieder vor Aufgaben gestellt.

Gegner keine Räume lassen

Auch den Lichtenauern wollen die Willinger eine To-do-Liste an die Hand geben, damit sie sich mehr mit dem Gegner müssen als mit sich selbst beschäftigen. „Diese technisch gute Mannschaft darf nicht die Räume bekommen, um ihre Spielstärke zu entfalten“, sagt Kodra. Sein Team müsse daher die Abstände eng halten, aber sich auch auf die eigenen Stärken besinnen. Kodra weiß, dass ein gutes Spiel noch gar nichts bedeutet. „Jetzt gilt es diese gute Leistung, konstant abzurufen und damit sollten wir in Lichtenau anfangen.“ (rsm)

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