Fußball-Oberliga: Ernüchternde 0:1-Niederlage gegen keinesfalls starke Bückeburger

05 schießt keine Tore mehr

Fehltritt: Göttingens Erkan Coskun (Mi.) tritt Bückeburgs Bastian Könemann unabsichtlich auf den Knöchel. Links beobachtet RSV-Spieler Rubic Ghasemi-Nobakht diese Szene. Foto: Jelinek

Göttingen. „Vorn schießen wir keine Tore mehr, hinten kriegen wir aber mindestens eins“, brachte es Jozo Brinkwerth auf den berühmten Punkt. In der Tat, der Trainer des RSV Göttingen 05 wartete auch nach der völlig unnötigen 0:1 (0:0)-Niederlage gegen den VfL Bückeburg vor lediglich 395 Zuschauern im Jahnstadion endlich einmal wieder auf ein Tor seiner Mannschaft, die in diesem Jahr noch nicht ein Mal getroffen hat.

Den biederen Gästen aus Bückeburg reichte eine durchschnittliche Leistung, um gegen den schwachen Aufsteiger etwas überraschend zu gewinnen. „Wir haben derzeit keine Sicherheit und können machen, was wir wollen. Es läuft derzeit unrund“, bemerkte Brinkwerth.

Torchancen nicht genutzt

Und wenn man dann auch die wenigen Torchancen nicht nutzt, geht auch ein Spiel verloren, dass man auf der Habenseite gebucht hatte. In der 9. Minute hätte RSV-Torjäger Özkan Beyazit die Gastgeber bereits in Führung bringen können, sein Kopfball passgenauer Linksflanke von Rubic Ghasemi-Nobakht aber strich über den VfL-Querbalken. Im Gegenzug aber musste Thorben Rudolph den Ball, als Burak Buruk nachsetzte, von der eigenen Torlinie schlagen. Und als Jan-Henrik Matthes auch noch einen Kopfball an den rechten Torpfosten setzte, war der Ärger über ausgelassene Tormöglichkeiten perfekt.

Nach dem Wechsel drängten die Schwarz-Gelb-Grünen weiter auf das erlösende 1:0, das auch nicht fiel, als Nicola Grimaldi mit einem Kopfball am glänzend reagierenden Bückeburger Schlussmann Tim Engler scheiterte. Als dann auch noch Ghasemi-Nobakht die gelb-rote Karte erhielt, weil er sich lauthals nach einem gegen ihn gepfiffenes Foul aufregte, schwand die Hoffnung auf den ersten Sieg nach der Winterpause.

Brinkwerth hatte Grimaldi hinter die Spitzen gestellt, er sollte seine Mitspieler im Angriff mit Bällen füttern, was ihm allerdings zu selten gelang. Auf der rechten Seite mühte sich Kapitän Erol Saciri, blieb aber weit unter seinen Möglichkeiten und fiel mehr durch Meckerei und zeitweise übertrieben Härte auf.

RSV kassiert 0:1 in Unterzahl

Hektik prägte in den letzten 20 Minuten das Spiel der Göttinger, Bückeburg hingegen ließ sich von der Hektik nicht anstecken, spielte bieder seinen Stiefel herunter und wartete in Überzahl auf den einen entscheidenden Konter. In der 83. Minute war es so weit, eine Flanke von Links konnte die RSV-Abwehr nicht verhindern, Niklas Fritsche war aus 14 Metern zur Stelle  (gsd)

Von Walter Gleitze

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