Otto Hippmann ist die gute Seele des FSV Wolfhagen

Seit 43 Jahren im Liemecke-Stadion

Das Liemecke-Stadion ist sein zweites Zuhause: Otto Hippmann engagiert sich seit über vier Jahrzehnten im FSV Wolfhagen und verfolgt die Spiele der ersten und zweiten Herrenmannschaft.
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Das Liemecke-Stadion ist sein zweites Zuhause: Otto Hippmann engagiert sich seit über vier Jahrzehnten im FSV Wolfhagen und verfolgt die Spiele der ersten und zweiten Herrenmannschaft.

Kartoffelgratin mit Brokkoli, Kräuter-Polenta mit Pilzen oder Nudelauflauf - Otto Hippmann liebt das Kochen. Jeden Sonntag steht der 76-Jährige in der heimischen Küche und verwöhnt seine Ehefrau mit zumeist vegetarischen Speisen. „Dass sich ein Gericht wiederholt, kommt ganz selten vor“, lacht der rüstige Rentner.

Wolfhagen - So abwechslungsreich wie seine Speisen, so vielseitig auch sein ehrenamtliches Engagement beim FSV Wolfhagen. Otto Hippmann unterstützt seinen Verein in vielfältiger Weise - und das schon seit weit über 40 Jahren. Wie alles begann? Im Oktober 1966 wurde er als Soldat von Stadtallendorf nach Wolfhagen versetzt. Drei Tage nach seiner Ankunft lernte er seine Hannelore in der Fachwerkstadt kennen. Neun Monate später folgte die Hochzeit. „Es war die große Liebe“, sagt Hippmann.

Zu jenem Zeitpunkt war das erste Kind der beiden schon unterwegs. Und mit Sohnemann Jörg erwachte die große Leidenschaft für den Fußballsport. Der Papa wurde zum Trainervater.

Otto Hippmann war sechs Jahre lang Jugendbetreuer beim FSV. Von 1983 bis 1985 hatte er das Amt des Jugendleiters inne. Später agierte er als Fußballboss der Senioren, 1993 wurde der gelernte Kraftfahrzeugschlosser zum Vereinsvorsitzenden gewählt.

Seit einigen Jahren gehört er dem FSV-Ehrenrat an und übt seit 2014 das Amt des Ehrenamtsbeauftragten aus. „Gesellschaftliches Wirken ist nicht nur sinnvoll, es macht auch richtig Spaß“, sagt Hippmann, für den es immer wichtig war, „dass in Wolfhagen allzeit organisiert Sport getrieben werden kann.“ Sein Ehrgeiz, den FSV-Fußballern immer passende Bedingungen zu schaffen, zeichnet ihn aus.

Auch wenn der Sportplatz und der Schreibtisch seine Hauptarbeitsplätze waren, fiel das Drumherum in Hippmanns Zuständigkeit. Er baute Ballschränke, erledigte Plasterarbeiten neben dem Liemecke-Stadion, half tatkräftig beim Viehmarkt mit und stellte den ersten Vereinswirt ein. Aktuell ist er dabei, ein digitales Archiv einzurichten. Als Mädchen für alles hat sich Hippmann jedoch nie gesehen. „Ich unterstütze meinen Verein, wo ich kann. Und wenn ich Hilfe benötige, frage ich.“ Allein habe er viele Dinge nicht erledigen können. „Manches packt man nur im Team.“

Streicheleinheiten benötigte Hippmann nicht. „Das, was ich gemacht habe, habe ich aus Überzeugung und mit großer Freude getan.“

Über Bestätigungen seiner zahlreichen Einsätze freute sich Hippmann dennoch: Der 76-Jährige wurde mehrfach von Vereinsseite und vom Hessischen Fußball Verband geehrt. Wie viele Stunden er im Laufe der vergangenen 43 Jahre für den FSV Wolfhagen tätig war, weiß er nicht. Er sagt nur: „Meine Frau war selten begeistert, wenn ich sie allein zuhause gelassen habe.“ Otto Hippmann aber weiß ein Rezept, wie er seine Liebste immer wieder begeistern kann. Mit abwechslungsreichen Gerichten, die so vielseitig sind wie sein ehrenamtliches Engagement.

(Von Joachim Hofmeister)

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