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SG Bühren/Scheden muss sich neu aufstellen

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Von: Manuel Brandenstein

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Danny Willert bei einer Mannschaftsansprache.
Ansprache des Trainers: Danny Willert während der Halbzeitpause beim Gastspiel in Jühnde. Auch der Coach hatte sich mehr erhofft. © Manuel Brandenstein

Die SG Bühren/Scheden hat in diesen Tagen nicht nur eine recht enttäuschende Hinserie aufzuarbeiten, sondern muss in der zweiten Saisonhälfte zudem auf zwei wichtige Spieler verzichten.

Bühren/Scheden – Wie bereits berichtet, wechselt Torjäger Tom Bornemann zum I. SC Göttingen 05. Doch damit nicht genug der Abgänge. Trainer Danny Willert bestätigte, dass auch Dennis Quentin, erst im Sommer zum neuen Mannschaftskapitän aufgestiegen, den Klub verlässt. Er möchte nach zwei Jahren zum FC Niemetal zurückkehren.

Enttäuschungen mussten die Trainer Danny Willert und Ralf Bensch aber schon zuvor verkraften. Das zeigt die Halbserienbilanz: Nach dem starken 6:0-Saisonstart in Lenglern bekam man gleich am zweiten Spieltag gegen Elliehausen eine bittere Pille verabreicht. Dabei drehte die SG die Partie zunächst, um dann in der Nachspielzeit doch noch mit 4:5 zu verlieren. Trotzdem: Der Bühren/Schedener Angriff schien in Topform zu sein. Ihm gelangen in den ersten drei Begegnungen 14 Tore!

Aber es ging wechselhaft weiter: Einem gefeierten 4:2 über Hemeln folgte ein 0:5 in Gimte und das Pokal-Aus in Jühnde. Dieses 2:3 trotz 2:0-Führung reihte sich in die erfolglosen Auswärtsauftritte in den Ligapartien ein. Alle drei Punktspiele auf fremden Plätzen wurden verloren. Danny Willert sagt rückblickend: „Das Hemeln-Spiel war vielleicht die beste Leistung, seit ich hier in der Verantwortung stehe; da hat man gedacht: Diesmal ist alles möglich!“ Doch das war ein Trugschluss.

Was in der ersten Saisonhälfte besonders auffiel, war die hohe Zahl an Gegentreffern: 22 waren es in lediglich sieben Partien. Damit war ein Platz in der Spitzengruppe nicht möglich. Das hätte anders aussehen können, falls es im Oktober nach dem guten 5:2-Sieg gegen Adelebsen weitere Erfolgserlebnisse gegeben hätte. Aber das 1:4 in Dramfeld (mit großen Aufstellungssorgen) und besonders das völlig unnötige 3:4 zum Abschluss gegen Settmarshausen/M. II sorgten für bittere Mienen. „Wir hatten uns viel, viel mehr erwartet“, so Willert weiter, „und dieses relativ schlechte Gefühl, mit dem wir in die Winterpause gegangen sind, war sicherlich auch nicht hilfreich beim Bemühen, alle Spieler hier zu halten.“ Auf jeden Fall sind die neuesten Entwicklungen im Kader schwer zu verkraften und die SG wird es nur über einen guten Zusammenhalt schaffen, in der Rückrunde besser auszusehen. „Jeder muss mal zehn Prozent mehr geben und vielleicht haben sich manche auch etwas hinter der Qualität der beiden Abgänge versteckt. Es gilt jetzt, das volle Potenzial herauszukitzeln“, hofft Willert, der das erhoffte Mitmischen im Aufstiegskampf abgeschrieben hat.

Die Vorbereitung ab Februar soll größtenteils auf dem Platz in Bühren und in der Schedener Schulhalle stattfinden. Danny Willert ist davon überzeugt, nach einer solch langen Wettkampfpause mindestens vier Wochen intensive Vorbereitung zu benötigen. Punktspielstart ist am 19. März in Lenglern. Die besten Schützen: Dreyer 7, Bornemann 6, Fuchs 5. (Manuel Brandenstein)

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