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SG Goddelsheim/ Münden ein strahlender Derbysieger

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Von: Gerhard Menkel

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Nils Grosche (Goddelsheim/Münden) gewinnt den Zweikampf gegen Korbachs Bjarne Deselaers (Mitte); links sieht Kevin Vesper aufmerksam zu.
Typisch für das Derby: Nils Grosche (Goddelsheim/Münden) gewinnt den Zweikampf gegen Korbachs Bjarne Deselaers (Mitte); links sieht Marco Vesper aufmerksam zu. © bb

Mit 4:0 (3:0) feierte die SG Goddelsheim/Münden vor etwa 400 Zuschauern gegen den TSV/FC Korbach einen Erfolg im Gruppenliga-Duell auf der Hauer, der ebenso strahlend wie völlig verdient war.

Dieses Ergebnis hatte keiner auf dem Zettel. Und die Ernüchterung bei den Aufsteigern war am Mittwochabend greifbar. Einerseits. Andrerseits sei die junge Mannschaft für so einen Tritt in den Hintern irgendwann reif gewesen, sagte Trainer Uwe Tenbusch und fand: „Heute haben wir gezeigt gekriegt, wie man Derby spielt, wie man in so ein Spiel von der Einstellung her reingeht. Großes Kompliment an Goddelsheim, die haben von der ersten Minute an den Willen gehabt, das Spiel zu gewinnen.“

Das kann man so sagen. Den überaus nervösen Korbachern gelang im ersten Abschnitt so gut wie nichts. Sie gewannen keine Zweikämpfe, waren oft zu spät dran und leisteten sich fortwährend Ballverluste im Aufbauspiel. Dazu kamen ungewohnt schwere Patzer in der Abwehr, die die SG nun ja, nur mittelgut ausnutzte.

Guntermann der Pechvogel im Abschluss

„Wir hätten nach der ersten Halbzeit viel höher führen müssen“, sagte SG-Trainer Jens Fresen, und das stimmte. Schon gleich der erste gute Angriff der Gäste hatte eine Symptomatik: Mirco Grosche spielte Jannik Guntermann frei, der den Ball nicht aufs Tor bringen konnte (5.).

Das Duett der beiden produzierte kurz darauf die erste Großchance, TSV/FC-Keeper Sören Beckmann klärte Guntermanns Versuch mit Fußabwehr (11.). Auch den dritten Anlauf der SG-Nummer 9, nach Abstimmungsfehler der TSV/FC-Abwehr wieder frei durch, hielt der Keeper (21.) Beim vierten Mal knallte Guntermanns Ball an den Pfosten (25.).

Da führte die SG schon. Spielmacher Grosche, mit vielen Freiräumen, spielte in den Lauf von Florian Mitze, der flach abschloss (12.). Das frühe 1:0 für den Gast ging in Ordnung. „Die Einstellung hat gestimmt, wir waren aggressiv gegen den Ball, wir haben schnell umgeschaltet“, lobte Fresen die Seinen.

Das zweite Tor für die Lichtenfelser erzielte Grosche selbst, nach der zweiten Ecke hintereinander, getreten von Nils Grosche, versenkte er den Ball ausnahmsweise per Kopf. (28.). Tenbusch stellte auf Viererkette um. Die defensivere Variante zog der SG zwar nicht den Stecker, sie holte weiter die zweiten Bälle, aber die brenzligen Situationen im TSV/FC-Strafraum wurden seltener.

Nach der Pause spielt Korbach genau einen brillanten Angriff

Große Ausnahme: In der 44. Minute pfiff der gute Schiedsrichter Otte Strafstoß, nachdem Guntermann im Zweikampf mit Henrik Plassmann zu Boden gegangen war. Mirco Grosche verwandelte sicher zum Halbzeitstand.

Jens Fresen hatte erwartet, dass „Korbach mit Druck aus der Pause kommt und wir standhalten müssen“. Sein Kollege wechselte drei frische Spieler ein, aber so richtig Betrieb machte Korbach nicht. Einen Sahneangriff trug die Mannschaft vor: Niklas Nowotny steckte herrlich zu Steffen Emde durch, der den Ball knapp vorbeilegte. Ansonsten hatte die SG-Abwehr mit dem sehr starken Marcel Fernandes die Sache im Griff.

Die Gäste spielten nun meist lange Bälle, die die Korbacher genauso oft abliefen. Mirco Grosches Pfostentreffer entsprang einem abgeprallten Ball (55.). Das 4:0 war klasse herausgespielt. Grosche schickte Michael Kuhnhenne, dessen Pass erreichte Guntermann – und diesmal klappte es (83.). Das späte Tor war Fresens Haar in der Suppe: „Wenn wir es eher machen, wird es ein bisschen ruhtiger.“ Sauer war er nicht. Natürlich nicht. (mn)

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