TSV-Coach Wissemann: Wir sind nicht der Favorit

SG aus Goddelsheim und Münden reist zum Derby nach Altenlotheim

Max Stegerr SG Goddelsheim/Münden und  Sven Penze-stadler TSV Altenlotheim
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Breitbeinig auftreten: Max Steger möchte mit der SG Goddelsheim/Münden wieder zurück in die Erfolgsspur, aber nicht nur dieses verbissen geführte Kopfballduell mit Sven Penzen-stadler zeigt, dass der TSV Altenlotheim etwas dagegen hat.

Derby am Oberbach: Der TSV Altenlotheim erwartet an diesem Samstag (17 Uhr) in der Gruppenliga die SG Goddelsheim/Münden.

Altenlotheim –Da war doch was! Vor knapp drei Wochen standen sich beide Teams im Kreispokal an gleicher Stelle gegenüber. Dabei kegelte der Aufsteiger die Lichtenfelser überraschend deutlich mit 6:2 aus dem Wettbewerb.

Was damals wie ein einmaliger Ausrutscher der Gäste aussah, hat sich in der bisherigen Punktrunde verdichtet, spätestens seit der Niederlage am Mittwoch in Edermünde (2:7). Durch Verletzungspech und andere Personalausfälle steht das Team von Trainer Jens Fresen nach drei Spieltagen mit nur einem Zähler und 13 Gegentoren auf dem vorletzten Tabellenplatz.

„Durch das stramme Programm fehlt uns leider immer etwas Zeit, um die Spiele aufzubereiten und uns um das kommende Spiel zu kümmern“ sagt Fresen. „Mit Altenlotheim konnte ich mich erst am Donnerstag beschäftigen.“

Die Lichtenfelser treffen auf einen Aufsteiger, der bei der starken SG Brunslar/Wolfershausen mit dem 2:2 einen Auswärtszähler entführt hat. Ist jetzt also wieder ein Heimerfolg am Oberbach vorprogrammiert? „Gegen Goddelsheim sind wir als Aufsteiger kein Favorit. Sie haben immer noch eine schlagkräftige Truppe“, sagt TSV-Coach Robin Wissemann. „Allerdings spielen wir zu Hause und werden alles dafür tun, als Sieger vom Platz zu gehen“, gibt sich der Spielertrainer natürlich auch optimistisch.

Auch Fresen will nicht die Punkte auf dem Postweg an den Oberbach senden. „Es wird ein anderes Spiel als beim 2:6 im Pokal, da wir gezwungen sind, personell einiges umzustellen“, betont der Medebacher.

„Zudem haben wir da auch noch einiges gut zu machen“ nimmt er sein Team in die Pflicht, in dem Marius Hühner wieder zwischen den Pfosten zurückkehrt und Kevin Vesper somit wieder den Sechserpart übernehmen kann. Die Gastgeber müssen möglicherweise auf Manuel Neuschäfer verzichten, der beim Spiel am Mittwoch schon nach 34 Minuten wegen einer Verletzung ausgewechselt werden musste. In acht Punktspielen gegeneinander konnten die Lichtenfelser nur 2009 eine Partie gewinnen. bb

Edermünde – Freienhagen/Sachsenhausen. „Leichte Gegner gibt es für uns überhaupt nicht“, hatte das Trainer-Duo Josefiak und Micino schon vor dem Start in die Saison betont, doch nicht nur das jüngste 7:2 über die SG Goddelsheim/Münden macht den SC Edermünde zur bislang höchsten Hürde im Spielplan. Im vorigen Herbst erlebte der SV beim 1:6 im Heimspiel gegen den damaligen Mitaufsteiger den Tiefstpunkt der Runde, mit einer Elf, die nominell deutlich stärker besetzt war.

Trainer Andreas Josefiak ist trotz der vier deutlichen Niederlagen zuversichtlich, dass sich seine junge Elf steigern wird, in Mengsberg war ein deutlicher Aufwärtstrend erkennbar: „In Sachen Engagement und Kampfgeist haben wir am Mittwoch unsere bislang beste Leistung geboten und nie die Köpfe hängen lassen“, verweist er auf intakte Moral, beklagt aber fehlendes Spielglück.

Die klar erkennbare Lernkurve bei der Mannschaft wie die bessere Motivation geben dem Trainerteam Hoffnung, dass es am Sonntag weitere Fortschritte geben wird. Josefiak: „Mit zwei Siegen ist man unten raus Edermünde ist sicher ein schwerer Gegner, aber, wenn wir uns weiter so stark verbessern, haben wir bald unsere ersten Punkte“, versichert der Coach. Er muss längere Zeit auf Routinier Enrico Micino verzichten, der sich im Training einen Kreuzbandriss zugezogen hat. ahi

Neuental/Jesberg – Mengeringhausen. Die letzte halbe Stunde beim Spiel in Kirchberg hat André Gutmann gut gefallen. „Da haben wir wieder Fußball gespielt“, sagt der Spielertrainer des TuSpo Mengeringhausen.

Nun reist er am Sonntag (15 Uhr) mit seinem Team zum Aufsteiger SG Neuental/Jesberg. „Ein neuer Gegner für uns, über den ich mich erst noch schlau machen muss“, sagt der Coach und er weiß bereits jetzt, dass es eine harte Nuss wird, in Waltersbrück zu bestehen“.

Gutmann ist froh, dass Tim Schade in Kirchberg zurückgekehrt ist, denn „mit seiner Einwechslung hat sich bei uns wieder mehr spielerische Qualität durchgesetzt“.

Der Coach wünscht sich im Offensivspiel von seinen Kicker auch mehr Ruhe am Ball. „Ich habe den Eindruck, dass wir unsere Angriffe entweder zu kompliziert, zu eigensinnig oder zu hektisch vortragen „Wir sollten es in einigen Situationen ruhiger angehen lassen und die Chancen effektiver nutzen.“ Vielleicht kämen seinem Team auch eher Mannschaften entgegen, die meist spielerische Lösungen suchten. Der Coach möchte die guten Schlussminuten aus Kirchberg mitnehmen nach Waltersbrück und dort diese Spielweise 90 Minuten gegen die SG Neuental sehen. „Je länger die null bei uns hinten steht, um so selbstbewusster werden wir.“ rsm

Felsberg/Lohre/Niedervorschütz – Bad Wildungen/Friedrichstein. Die Gastgeber stehen als 14. mit vier Punkten bei einem Spiel mehr in der Tabelle direkt vor den Wildungern, die am Mittwoch die zweite Heimniederlage quittierten. Der FV von Trainer Björn Kördel kam nicht über ein 2:2 gegen den FC Homberg (15.) hinaus, die Treffer erzielten die Torschützen vom Dienst, Enes Sezer und Abdullah Al-Omari..

„In der Abwehr haben wir beim 0:2 gegen Wabern ganz ordentlich gespielt, daran müssen wir anknüpfen“, sagt der Bad Wildunger Trainer Jörg Schäfer.

„Die Felsberger machen ihre Tore, aber sind auf jeden Fall eher mit uns auf Augenhöhe als Wabern. Deshalb wollen wir da punkten und uns so möglichst schnell von den Abstiegsplätzen entfernen“, fügt er an.

Allerdings machen die Badestädter ihre Tore eher nicht. „Gegen Wabern haben mir die Abschlüsse gefehlt. Vorne müssen wir uns steigern“, sagt der SG-Trainer. Ihm steht in Lohre sein gesamter Kader zur Verfügung. Schäfer hofft, dass Alen Muratovic und Tim Krollpfeiffer schnell zu ihrer alten Form finden, die sie vor ihren langen Pausen hatten. mas

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