Fußball-Kreisoberliga

SG Wildeck setzt auf die Jugend

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Wildecks „junge Wilde“ mit Trainer Mike Lindemann (blaues Shirt): (hinten von links) Dominik Stark, Fabian Opitz, Nick Wirth, Tom Pierce, Denis Pierce, (vorn von links) Patrice Mangold, Philipp Becker und Nils Freudenberger. Steven Seiler und Joshua Köhler fehlen auf diesem Bild.

Aufsteiger SG Wildeck hofft, sich wieder langfristig in der Fußball-Kreisoberliga zu etablieren.

Bosserode – „Wir wollen die Euphorie aus der vergangenen Saison mitnehmen und versuchen, so schnell wie möglich Fuß in der Fußball-Kreisoberliga fassen, um am Ende im gesicherten Mittelfeld zu landen. Dies gilt auch über die kommende Spielserie hinaus.“ So lautet das Bestreben von SG Wildecks Trainer Mike Lindemann mit Blick auf die anstehende Saison.

Das sei das, was die Mannschaft erreichen könne, wenn es normal laufe, vorausgesetzt, sie bleibt von größeren verletzungsbedingten Ausfällen verschont.

Nach der souveränen Meisterschaft in der Kreisliga A, in der man unterm Strich das erreicht habe, was man sich vorgenommen habe, ist sich Lindemanndurchaus bewusst, dass es in der Kreisoberliga ein Stück weit schwerer wird, die gesteckten Ziele zu erreichen, zumal kein wirklicher Neuzugang zur SG Wildeck gestoßen ist.

Dafür rücken gleich zehn A-Jugendliche aus dem Gruppenligakader in den Seniorenbereich. „Ich sehe darin keinen Nachteil, obwohl wir natürlich gerne zwei, drei erfahrene Spieler fürs Mittelfeld gehabt hätten“, hofft Lindemann, das der Prozess, die Jugendlichen zu integrieren, möglichst schnell von statten geht. Die richtige Mischung aus Alt und Jung zu finden, sei sicherlich eine Herausforderung, der er sich aber stelle. Fabian Opitz, Nick Wirth, Patrice Mangold, Steven Seiler und Tom und Denis Pierce assistiert er schon Kreisoberliganiveau, wobei er aber auch einschränkt, dass es schon ein gewisser Unterschied zwischen Junioren- und Seniorenfußball sei. Gerade den älteren Spielern käme eine gewisse Vorbildfunktion zu. „Ein Christian Winter kann den jungen Kickern im Spiel mehr vermitteln als es eine Trainingseinheit schaffen würde“. Aufgrund der Gegebenheiten werden die jungen Kicker automatisch mehr Spielanteile haben, was am Ende auch Vorteile bringe.

„Das fördert auch das Leistungsniveau“, sagt der Trainer, ohne unerwähnt zu lassen, dass der Einbau der Jugendlichen schon einen gewissen Umbruch innerhalb der Mannschaft mit sich bringe. Zukünftig verzichten muss er wohl auf Routinier Björn Radloff, der aus privaten Gründen kürzer treten möchte. „Die Jungen kommen ins Training und sind willig. Ich hoffe, dass Wildeck von der guten Nachwuchsarbeit noch einige Jahre profitieren kann“, wagt Lindemann schon mal ein Blick über den Tellerrand hinaus. Dabei müsse gewährleistet sein, dass das Team zusammenbleibe um die gesteckten Ziele, sich wieder längerfristig in der Kreisoberliga – „da gehört Wildeck einfach hin“ – zu etablieren, zu erreichen. Um das vorrangige Ziel Klasseneerhalt zu realisieren, würde er gerne aus den ersten drei Partien fünf Punkte mitnehmen, wobei er einschränkt, dass es keine leichten Spiele in der Liga geben werde. Man darf also gespannt sein, wie die Wildecker am 4. August in Bosserode gegen die SG Haunetal aus den Startlöchern kommen. 

VON THOMAS BECKER

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