1. Startseite
  2. Sport
  3. Fußball regional

Showdown in der Kreisoberliga: Adorf/Vasbeck gegen Korbach

Erstellt:

Kommentare

Es geht zur Sache: Ein Zweikampf zwischen Korbachs David Will (links) und Noa Kotthoff (Adorf/Vasbeck) aus dem unvergessenen Hinspiel, rechts Steffen Emde.
Es geht zur Sache: Ein Zweikampf zwischen Korbachs David Will (links) und Noa Kotthoff (Adorf/Vasbeck) aus dem unvergessenen Hinspiel (9:2), rechts Steffen Emde. © Artur Worobiow

Es ist nicht sicher, ob schon am Sonntag (15.15 Uhr) der erste Meister in der Geschichte des Fußballkreises Waldeck das Licht der Welt erblickt, der in einer Aufstiegsrunde gefunden wurde.

Es ist ganz sicher, dass dieser Meister entweder SG Adorf/Vasbeck oder TSV/FC Korbach heißen wird. Die beiden stärksten Teams der Playoffs spielen auf dem Dansenberg den einzigen Aufstiegsplatz im Duell gegeneinander aus. Gewinnen die Kreisstädter den Showdown, geht der Titel an sie – sie kommen mit einem Punkt Vorsprung nach Diemelsee. Bei jedem anderen Ergebnis wird die Entscheidung auf den letzten Spieltag vertagt.

„Wir haben alle darauf gehofft und hingefiebert, dass wir noch einmal in diese Situation kommen und ein Endspiel bekommen“, sagt SG-Trainer Kristian Willeke. Nach dem Torspektakel im Hinspiel (9:2) schien die Meisterschaft für die Korbacher ausgemachte Sache zu sein – bis zum 1:1 in Volkmarsen. Die SG gab nach dem Schock auf Kunstrasen keinen Punkt mehr preis.

Adorf/Vasbeck: Willeke erwartet Abnutzungskampf

Ein Maßstab für das Rückspiel ist die Partie nicht. Willeke verweist auf fehlende Abwehrspieler, Corona-bedingte Ausfälle und den ungewohnten Kunstrasen. „Jetzt spielen wir zuhause auf Rasen, das wird noch mal ein ganz anderes Spiel“, sagt er und setzt auch auf die Unterstützung der Zuschauer.

Der Trainer erwartet einen „Abnutzungskampf“ und sagt: „Dabei müssen wir gucken, dass wir unser Spiel durchdrücken, um das Spiel auf die Defensive der Korbacher zu verlegen, denn dort sind sie anfällig.“ Willeke bringt sich schon mal in Stimmung: „Wir haben richtig Bock auf das Spiel.“

Das sagt SG-Kapitän Konstantin Lizenberger

„Korbach ist für mich der Favorit. Aber dieses Endspiel ist eine Chance, an die viele nach dem Nackenschlag im Hinspiel – das 2:9 war die höchste Pleite meiner Laufbahn – und personell schwieriger Wochen nicht mehr geglaubt hätten. Es wäre für uns schlimm gewesen, wenn vor diesem Heimspiel schon alles entschieden gewesen wäre. Nun wollen sie diese unverhoffte Möglichkeit nutzen. Wir haben einiges gutzumachen bei unseren Fans. Wenn wir ins Laufen kommen und die Fans uns mitnehmen, ist alles möglich.“

TSV Korbach: Tenbusch sieht offenen Schlagabtausch

Das geht seinem Korbacher Kollegen genauso. „Die ganze Mannschaft freut sich sehr auf das Spitzenspiel in Adorf“, sagt Uwe Tenbusch. „Es wird eine schwere Aufgabe, die wir mit Spannung erwarten.“ Tenbusch sieht im Gegner ein mental und physisch ebenso starkes Team wie im TSV/FC und verspricht: „Die Zuschauer dürfen sich auf einen offenen Schlagabtausch freuen.“

Tenbusch will am Sonntag nicht auf Unentschieden spielen, um eine Woche darauf den Titel klarmachen zu können „Unser Ziel ist es, auch in Adorf zu gewinnen“, sagt er. Ob es die Gäste schwächen wird, dass ihre A-Junioren am Sonntag (11 Uhr) in Vellmar ebenfalls ihr Titelspiel bestreiten? Schließlich sind einzelne absolute Stützen im KOL-Team.

Das sagt TSV/FC-Kapitän Raphael Chirakakis

„Am Sonntag auswärts, auf Rasen und bei wahrscheinlich guter Stimmung wird das eine ganz andere Nummer als im Hinspiel. Die SG ist eine eingespielte Truppe, eine sowohl vom Kollektiv als auch den Einzelspielern her gute Mannschaft. Wir sind aber mit dem aktuellen Personal und dem, was nachkommt, reif für die höhere Liga. Den jüngeren Spielern die Gruppenliga anzubieten, ist wichtig. Ein Scheitern wäre für mich definitiv eine Enttäuschung.“

„Verlegungswünsche in Richtung Vellmar wurden leider nicht berücksichtigt“, erklärt Tenbusch dazu. Die Konsequenz: „Wir wissen im Moment nicht, wie wir den Kader zusammenstellen.“ Willeke verrät, dass sich sein Aufgebot im Vergleich zum 3:0 bei Eintracht Edertal, als er sogar selbst auflief, „ordentlich verändern“ werde: „Am Sonntag sind alle wieder dabei, auch die Sperren sind abgelaufen.“  

Die übrigen Spiele: Heute Abend erwartet der VfR Volkmarsen die Edertaler Eintracht. Den Gastgebern reicht ein Punkt, dann haben sie Platz drei sicher. In der Partie zwischen der SG Wesetal und der SG Höringhausen/Meineringhausen stellt sich die Dauerfrage: Holt „Hö/Mei“ den ersten Zähler oder nicht. (Detlef Vesper)

Auch interessant

Kommentare