Zwölf Gruppenspiele am vergangenen Wochenende absolviert

E-Soccer-Cup gestartet: Waldecker Schiedsrichter verlieren unglücklich

 Yannick Meyer vom TV Marienhagen I
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Sieg für Yannick Meyer: Der Akteur vom TV Marienhagen I gewann sein Spiel beim E-Soccer-Cup. Sein Team verlor allerdings gegen die JSG Diemelsee/Upland.

Die ersten Tore sind beim E-Soccer-Cup gefallen. Zwölf Gruppenspiele flimmerten am vergangenen Wochenende über die Bildschirme.

Korbach – Und es waren namhafte Paarungen dabei, wie etwa FC Liverpool gegen FC Barcelona, aber auch gewöhnungsbedürftige wie Frankreich gegen den 1. FC Köln oder FC Bayern München gegen FC Bayern München.

Jeder Spieler sucht sich nach diesem Kriterium ein Team seiner Wahl aus, aber der Beweggrund ist nicht nur Fanliebe, sondern auch Erfahrungen, welches Team die eigenen taktischen Vorgaben am besten umsetzen kann.

Daher ist E-Soccer schon mehr als nur Daddeln mit schnellen Fingern. Die Kicker auf dem Feld sind zwar alle auf ein Leistungslevel von 90 Prozent fest eingestellt, aber taktisch eröffnet das Programm schon individuelle Spielräume, weil sie der Marschroute der realen Mannschaft nachempfunden sind.

„Taktische Vorgaben sind aber nicht immer sichtbar“, meint Jannik Stiehl. Er und seine Mitstreiter Ricardo Leal Mestre, Fatih Albayrak, Jannik Stiehl und Ramòn Weinreich konnten diese Spielräume nicht für sich nutzen. Das Team der Schiedsrichtervereinigung Waldeck verlor sein Auftaktmatch gegen den TuS Hesperinghausen I (Yannick Halbach, Lukas und Niklas Bunse und Marcel Rummel) mit 0:3.

Die Unparteiischen waren zwar immer nah dran, aber nie nah genug. Stiehl verlor gegen Halbach 2:3, Albayrak gegen Bunse 0:1 und mit dem gleichen Ergebnis unterlag Leal Mestre gegen Marcel Rummel. Auch der TV Marienhagen I verlor sein Auftaktmatch mit 1:2 gegen die JSG Diemelsee/Upland. Dabei holte Yannick Meyer den Ehrenpunkt für sein Team. Wie weh tut so eine Niederlage am Bildschirm? „Wir sehen das im Team schon recht locker“, sagt Stiehl.

Schiedsrichter-Kritik: Notbremsen werden nicht mehr mit Karte bestraft

Aber Spiele sind auch beim elektronischen Fußball dazu da, um sie zu gewinnen. Aufregung, Ehrgeiz, Einsatzwille sind auch hier gefragt. Das Schiedsrichterteam hat in seiner Abschlussanalyse zum ersten Spieltag festgestellt: „Wir haben sehr unglücklich verloren.“ Was aber auch so viel bedeuten soll wie, wir sind nah dran, wir sind trotzdem konkurrenzfähig. Die Unparteiischen dürfen bei diesem Turnier endlich mal parteiisch sein, dennoch vermutet Stiehl, dass seine Mannschaft die Spiele ein wenig mit anderen Augen sehe als andere Spieler.

Die Schiedsrichterbrille kann dieses Quartett nicht auf Knopfdruck einfach absetzen. „Natürlich schauen wir bei diesen Spielen auch auf die Schiedsrichterleistung“, sagt der Teamkapitän.

Dieser Blick ist oft mit einem ungläubigen Kopfschütteln verbunden, denn die Referees haben festgestellt, dass bei dem Fifa-Spiel die Schiedsrichterleistung teilweise nicht zu den Regeln passt, die es im realen Spiel gebe. So würden bei Fifa 2021 gegenüber der Vorjahresversion klare Notbremsen nicht mehr mit einer Karte bestraft. „Das ist ärgerlich, denn ein Platzverweis kann auch beim E-Soccer ein Spiel verändern“, sagt Stiehl.

Geisterspiel am eigenen Schreibtisch

Auch wenn vier Spieler bei diesem Turnier eine Mannschaft bilden, ist jeder bei seinem Spiel auf sich allein gestellt. Doch ein Geisterspiel am eigenen Schreibtisch hat auch Vorteile: „So hat jeder seine Ruhe“, betont Stiehl. Die Schiris haben sich allerdings am Sonntag vor dem ersten Spiel noch einmal gemeinsam auf das Turnier eingestimmt. „Jeder von uns hat quasi zum Warmwerden schon mal ein Spiel gespielt.“

Und jede Begegnung bei diesem Turnier, das von WLZ und HNA veranstaltet und der Sparkasse Waldeck-Frankenberg gesponsert wird, ist ein Weg ins Ungewisse. Keiner weiß, was für ein Könner oder Nichtkönner da auf einen zukommt.

„Die Spieler hier im Landkreis kennen sich eigentlich nicht“, sagt Stiehl. „Deshalb ist jedes Spiel eine große Wundertüte.“

Diese Tüte wird für das Schiedsrichter-Quartett auch am kommenden Wochenende nicht kleiner, denn ihr Gegner JSG Altefeld/Frankenau kann noch nicht einmal ein erstes Ergebnis vorweisen. Das Team war zum Auftakt spielfrei. Der Druck auf Stiehl & Co. steigt. (rsm)

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