Kreisoberliga: Topspiel steigt in Ense

Spitzenreiter TuS Bad Arolsen reist demütig zum TSV/FC Korbach

 Arolser Torjäger Kevin Sobotta (rechts), hier im Duell mit Marvin Schade (Lelbach).
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Respekt hat der TSV/FC Korbach vor dem Arolser Torjäger Kevin Sobotta (rechts), hier im Duell mit Marvin Schade (Lelbach). Das Spitzenspiel der KOL steigt in Ense.

Alle Mannschaften zehn Spiele: Die Tabelle der Fußball-Kreisoberliga Waldeck bietet seit Mittwochabend nicht länger ein verzerrtes Bild. Die Konturen der Auf- und der Abstiegsrunde sind allmählich zu erkennen.

Korbach – Sieben Teams haben sich ein wenig abgesetzt; wer dahinter noch mit den Playoffs liebäugelt, muss zwingend punkten. Deshalb ist ein Mittelfeldduell wie das Gastspiel von Eintracht Edertal in Altwildungen vielleicht mit Blick auf die Liga-Teilung bedeutsamer als das eigentliche Topspiel in Nieder-Ense.

Bad Wildungen/Friedrichstein II – Eintr. Edertal. Die Formkurven beider Teams laufen konträr. Während die Badestädter die dritte Niederlage in Folge quittierten, holten die Edertaler zehn Punkte aus den letzten vier Spielen. Wessen Trend setzt sich fort? Die Partie weckt als Derby besondere Emotionen.

SG-Trainer Carsten Laun sieht den Gast nach dem Trainerwechsel mit viel Selbstbewusstsein im Aufwind. „Wir sind nicht der Favorit, hoffen aber auf einen Teilerfolg“, sagt er und verweist auf die angespannte Personalsituation in der ersten Mannschaft, die auf die Reserve durchschlägt. „Die jungen Leute machen aber gute Arbeit“, betont Laun. Sie seien sehr fleißig, „nur hier und da fehlt die Erfahrung“.

Mengeringhausen II – Usseln. Der TuSpo hat sich auf die Abstiegsrunde eingestellt, in die das 0:5 gegen Buchenberg/Ederbringhausen mitnimmt. Die Partie gegen Usseln ist ähnlich einzuordnen: Die Punkte zählen.

Thomas Mertens ist noch immer sauer wegen der Pleite in Ederbringhausen: „Wir laufen Gefahr, unser Saisonziel, mit Anstand abzusteigen, nicht zu erreichen“, sagt der TuSpo-Verantwortliche. Usseln nennt er „noch mal ein ganz anderes Kaliber“, er befürchte wegen der wieder größer gewordenen Personalprobleme Schlimmes. Zukünftig sollen mehr A-Junioren eingesetzt werden. Sie sind in ihrer Kreisliga mit nur fünf Mannschaften unterbeschäftigt, sollen aber beim anstehenden Neuaufbau eine tragende Rolle spielen.

TSV/FC Korbach – Bad Arolsen. TuS-Trainer Torsten Mähl zeigt eine gewisse Demut vor dem Topspiel, das in Nieder-Ense ausgetragen wird. „Es wäre vermessen und anmaßend, uns mit dem Spitzenteam aus Korbach auf einer Ebene zu sehen. Wir wissen, wo wir herkommen, wo wir hingehören und was unsere Ziele sind.“

Aber Mähl weiß natürlich, dass der TuS nicht zufällig Zweiter ist und verspricht: „Unsere Qualitäten werden wir wieder versuchen umzusetzen, um Korbach so lange wie möglich Paroli zu bieten.“ Sein Kollege Uwe Tenbusch hat mit seinem Team das unglückliche 0:1 von Höringhausen zu verarbeiten. „An der Tabellenspitze kann jeder jeden schlagen“, sagt er. Beeindruckend sei das Arolser Sturmduo Artur Berger und Kevin Sobotta. Sie gelte es zu stoppen. Spannung bezieht die Partie daraus, dass sich die Gegner ihres Platzes in den Playoffs noch nicht sicher sein können.

Höring-/Meineringhausen – Willingen II. „Hö/Mei“ hat nach dem 1:0 über Korbach die Tabellenführung übernommen. „Das nehmen wir so mit und können sehr zufrieden sein“, sagt Trainer Martin Wagner. Den kommenden Gegner nennt er eine „gefährliche Truppe, der alles zuzutrauen ist“. Willingen bleibt bisher zwar etwas hinter den eigenen Erwartungen zurück, kämpft aber noch um die Qualifikation für die Aufstiegsrunde.

Wesetal – Lelbach/Rhena. Die Wesetaler haben ihre Ziele ihren Möglichkeiten angepasst. „Wir wollen zu den besten sechs gehören“, sagt Trainer Christian Schwalm und betont. „Dort können wir aber nur stehen, wenn wir Mannschaften wie Lelbach/Rhena auf Distanz halten.“ Respekt hat er vorm Mittelfeld der Gäste, es gehöre zu den besten der Liga. Schwalm erwartet einen „unangenehmen Gegner. Wir werden die drei Punkte nur behalten, wenn wir hundertprozentig auf dem Punkt da sind und uns auf ein Kampfspiel einstellen.“.

Sein Kollege Karsten Trachte erwartet „ein enges Spiel. Ich schätze den Gegner sehr stark ein. Sie spielen eine gute Runde und werden unter die ersten sechs kommen“, sagt er: Die Favoritenrolle liegt ganz klar bei denen.“

Volkmarsen – Freienhagen/Sachsenhausen. Stark gespielt, viele Abschlüsse erzielt, aber am Ende gegen Adorf/Vasbeck (0:2) verloren. Dem VfR fehlte am Mittwochabend die Effizienz vor dem Tor. Vier Tage nach dem Spiel besteht die Chance zur Wiedergutmachung. Die SV will jedoch die Punkte genauso. Die Waldecker sind aus den Top sechs herausgerutscht, dort wollen sie wieder hin.

Eppe/Nieder-Schleidern – Buchenberg/Ederbringhausen. Noch so eine Partie, aus der die Punkte wohl in die Abstiegsrunde mitgenommen werden. „Das ist für uns ein Sechs-Punkte-Spiel, welches wir gewinnen wollen“, sagt SG-Trainer Björn Emde folgerichtig. Er will nach drei Niederlagen wieder in die Erfolgsspur. Sein Kader ist noch immer nicht komplett, Emde hofft jedoch auf Rückkehrer. Die personelle Lage hat sich auch beim Gegner entspannt. Zudem hat die FSG Selbstvertrauen beim 5:0-Sieg gegen Mengeringhausen gewonnen.

Berndorf – Adorf/Vasbeck. Nach vier Niederlagen standen für den TSV zuletzt das 5:1 gegen BG Korbach und das 2:2 gegen SG Edertal zu Buche – Punkte, die am Ende zählen dürften. Jetzt kommt mit Adorf/Vasbeck ein Gegner, der mit dem 2:0 am Mittwoch über Volkmarsen wieder in den Top Sechs steht.

„In der zweiten Halbzeit haben wir ein echt gutes Spiel gemacht“, sagt Trainer Kristian Willeke. Nun will er zum Ende der englischen Woche erneut den Sieg. „Eine schwere Aufgabe gegen eine kampfstarke Mannschaft“, sagt er. Gut für die SG: Roman Lizenberger, Alex Moor, Henrik Radtke und Andre Böhle sind wieder im Kader.

SG Edertal – BG Korbach. Im Duell zwischen dem Dritt- und dem Vorletzten geht es um Punkte, die für die Abstiegsrunde zählen – dort werden beide Teams mit ihren jeweils vier Zählern landen. SG-Trainer Mathias Siebert weiß das. „Meine Mannschaft muss es hinbekommen, den Geist der vergangenen Spiele auf den Platz zu bekommen, sonst wird es schwer gegen Korbach.“ Siebert betont, die „Flut an Gegentoren“ sei nicht mehr zu tolerieren. Das Problem haben die Gäste auch. dv

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