Erste Trainingsversuche

Über vier Stunden Training in Benterode

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Langer Nachmittag: Andreas Kühne (rechts) wurde von seinem Bruder Christian unterstützt. 

Gut acht Wochen ist es her, dass ein Berichterstatter der Mündener Sportredaktion auf einem Sportplatz stand. Corona ließ das nicht zu. Klar, dass wir dabei sein wollten, als mit den Fußballern der SG Landwehrhagen/Benterode am Sonntag eines der ersten heimischen Teams wieder an den Ball trat.

Die Trainer Andreas und Christian Kühne hatten ihre Kicker für 14 Uhr nach Benterode geladen. Schon lange vorher waren die Brüder auf dem Sportgelände, platzierten Stangen und Hütchen für einen Parcours mit mehreren Stationen. „Die Spieler hatten mich schon in den ersten beiden Wochen des Lockdowns angeschrieben, wann wir mal wieder trainieren könnten“, erzählt Andreas Kühne. Deshalb seien die meisten froh, dass nach den politischen Entscheidungen der vergangenen Tage nun wieder die Möglichkeit für ein gemeinsames Training bestehe – wenn auch unter Einhaltung der Abstandsregeln. Nur drei, vier Aktive hatten ihr Kommen abgesagt. „Das zeigt“, so Kühne weiter“, welch gute Gemeinschaft wir in diesem Jahr hier haben.“

Der Trainer hatte sich Gedanken gemacht, wie die Auflagen im Training umzusetzen seien. So entschied er sich am Sonntagnachmittag zwischen 14 und 18.30 Uhr für drei Übungsgruppen mit jeweils höchstens zwölf Spielern. „Das bewährt sich gerade“, sagt Andreas Kühne nach der ersten halben Stunde des zweikampffreien Nachmittags. „Mit einem Dutzend Spieler sind die Abstandsregeln kein Problem.“ Zudem gab es eine genaue Teilnehmerliste und es blieben Umkleiden sowie Duschen verschlossen.

FSV Benterodes Vereinsvorsitzender Holger Gerke schaute ebenfalls zufrieden auf das wieder auflebende sportliche Treiben auf dem von ihm gepflegten satten Rasen. Er meinte: „Am meisten haben mich die fehlenden sozialen Kontakte gestört. In den vergangenen Wochen hat man erst mal gesehen, wie wichtig das für uns ist.“

Die Spieler waren mit großem Eifer bei der Sache, mussten sich aber teilweise eingestehen, dass zunächst die ewig lange Winterpause und anschließende Coronaauszeit ihrer Fitness abträglich gewesen waren. Doch obwohl die Beine gegen Trainingsende schwer wurden, waren die SG-Spieler froh, wieder auf den Platz zu können. „Das war heute sehr wichtig für uns“, sagte Beispielsweise Stürmer Oliver Arand. Selbst wenn die bislang nur unterbrochene Saison endgültig zu den Akten gelegt werden müsse, wolle man an ein bis zwei Trainingseinheiten pro Woche festhalten. „Das sollen aber in erster Linie unsere Spieler entscheiden“, so Andreas Kühne.

Der Trainer spricht sich übrigens für einen Abbruch der Saison aus, nach dem es dann zwar keine Absteiger aber doch Aufsteiger geben solle. Seine Mannschaft könne als Tabellenzehnter ganz gelassen der Entscheidung entgegenblicken. Anders sieht das für die zweite SG-Mannschaft in der C-Liga aus. Sie belegt nach 13 von 18 Begegnungen den Relegationsplatz in Richtung Kreisliga B. „Würde uns der Aufstieg angeboten müsste das auch die Mannschaft noch einmal unter sich besprechen“, meint Trainer Christian Kühne. Einer Entscheidung der Spieler wolle er nicht vorgreifen.

Am Rande: Neu bei der SG ist Rückkehrer Tim Herrmann (Mittelfeld), der zuletzt in Rostock spielte.

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