Fußball-Oberliga

Stress mit den Finanzbehörden: Ausverkauf bei Holthausen/Biene

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Hat Holthausen/Biene verlassen: Stürmer Dennis Brode (li.), hier gegen Patric Förtsch vom RSV Göttingen 05.

Göttingen. Am 9. Februar gibt der SV Holthausen/Biene mit dem Heimspiel gegen Lupo Martini Wolfsburg den Startschuss zu den verbleibenden Partien in der Fußball-Oberliga.

Doch vor dem Nachholspiel plagen den Verein aus Lingen große Sorgen. Und wie immer geht es um die Finanzen. Der Klub vom Biener Busch soll Steuern und Sozialabgaben nicht abgeführt haben.

Über die Ergebnisse der Steuer-Ermittlungen gibt es – zumindest öffentlich – noch keine konkreten Erkenntnisse. Eine Aufforderung zur Nachzahlung ist aber nicht ausgeschlossen. Als untrügliches Zeichen, wie es um den Tabellenneunten tatsächlich steht, dürfte aber der Umstand zu deuten sein, dass immer mehr Spieler den Verein in der Winterpause verlassen wollen.

Spieler dürfen Klub verlassen

Stürmer Dennis Brode (fünf Tore) wechselte in dieser Woche zum Bezirksligisten TuS Lingen. Vor dem Absprung stehen mit Torjäger Viktor Braininger (sieben Treffer), Felix Fuchs, Nils Höting, Torben Rattelsdorfer und Dennis Thüroff weitere Stammspieler. Fest steht, dass der Oberliga-Etat abgespeckt werden soll. Wechselwillige Spieler dürfen den Klub deshalb in der Winterpause verlassen.

In der vergangenen Spielzeit sorgten die Insolvenzen in Emden und Nordhorn dafür, dass die Abstiegsfrage schon in der Winterpause geklärt war. Ein Rückzug aus der Oberliga während der aktuellen Saison soll bei Holthausen/Biene aber kein Thema sein. Immerhin haben zwölf Spieler ihren Verbleib bis zum Saisonende zugesagt. Bis zum 31. März muss der letztjährige Teilnehmer zur Regionalliga-Relegation aber eine Entscheidung treffen, ob er in der Saison 2013/14 in der Oberliga antreten wird, oder freiwillig in der Landesliga startet.

Probleme auch in Heeslingen

Mit Nachforderungen von Steuer- und Rentenbeiträgen hat auch der TuS Heeslingen zu kämpfen. Einige Spieler haben bereits vor Wochen vom Finanzamt Aufforderungen zur Nachzahlung erhalten. Beim Tabellensechsten sucht man derzeit nach einer Lösung, möglichst einer schnellen Einigung mit den Finanzbehörden. Doch anders als bei Holthausen/Biene gibt es in Heeslingen keine Zerfallserscheinungen. Und ein freiwilliger Rückzug in die Landesliga wird derzeit auch nicht erwogen – noch nicht. Denn sollte es zu keiner Einigung mit dem Finanzamt kommen, droht dem TuS eine Plan-Insolvenz oder die Neugründung des Vereins. In beiden Fällen würde der Klub die Oberligalizenz verlieren und könnte künftig nur noch in der Landesliga spielen. (rwx)

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