20-jähriger Abwehrspieler Maik Siebert trifft mit dem OSC Vellmar auf Wiesbaden – Samstag, 14.30 Uhr

Die Stütze ist ein Jungspund

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Artistisch: Der Vellmarer Maik Siebert (Mitte), hier im Zweikampf mit Fliedens Michael Drews (rechts), hat sich mit gerade einmal 20 Jahren zu einem echten Leistungsträger entwickelt.

Vellmar. Wenn man einen Spieler beim OSC Vellmar sucht, der jede Sekunde in dieser Saison gespielt hat, dann landet man nicht wirklich überraschend bei Torwart Tobias Orth.

Der zweite Akteur mit dieser Statistik erstaunt dann allerdings schon ein bisschen mehr: Dass Maik Siebert mit seinen gerade einmal 20 Jahren keine einzige Partie in dieser bislang überragenden Spielzeit des Klubs verpasst hat, ist bemerkenswert. Nachdem der rechte Verteidiger in der vergangenen Saison noch vornehmlich in der Verbandsliga eingesetzt wurde, ist er aus der Startelf des Hessenliga-Teams kaum mehr wegzudenken. Am Samstag ab 14.30 Uhr stellt sich der Aufsteiger SV Wiesbaden auf dem Sportplatz am Schwimmbad vor.

„Das ist schon ein geiles Gefühl, wenn man einen so großen Anteil leisten darf.“ (Maik Siebert)

„Das ist schon ein geiles Gefühl, wenn man einen so großen Anteil leisten darf. Es macht momentan einen Riesenspaß, mit dieser jungen Mannschaft Fußball zu spielen“, sagt Siebert. Luft nach oben gebe es aber immer: „Zuletzt beim 1:2 in Eschborn haben wir gesehen, dass es uns noch an Erfahrung fehlt, um auch ein solches Spiel über die Runden zu bringen.“ Eines jedoch habe der OSC in dieser Saison bereits den Kritikern gezeigt. „Wir werden nicht mehr nur als kämpferische, sondern nun auch als spielstarke Mannschaft wahrgenommen“, erklärt Siebert.

Und der Verteidiger ist daran nicht unbeteiligt. Begonnen mit dem Fußball spielen hat Siebert in Ahnatal. Dann ging es in der D-Jugend zum KSV Hessen, seit der B-Jugend ist er für den OSC Vellmar am Ball. „Damals habe ich auch mal im rechten Mittelfeld gespielt, doch nun will ich die Abwehrkette eigentlich nicht mehr verlassen. Einen Einsatz als Sechser könnte ich mir aber durchaus noch vorstellen“, sagt Maik Siebert.

Viel lerne er von den erfahrenen Spielern in der Mannschaft, wie im vergangenen Jahr Sebastian Busch oder nun von Kapitän Christian Wollenhaupt. „Weil wir in der letzten Saison lange gegen den Abstieg gespielt haben, wissen wir, dass wir eine im Tabellenkeller befindliche Mannschaft wie Wiesbaden nicht unterschätzen dürfen“, warnt der Verteidiger.

Wenn Maik Siebert nicht gerade auf dem Fußballplatz steht, absolviert er eine Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration beim Berufsbildungswerk in Kassel und Bad Arolsen. „Ansonsten verbringe ich viel Zeit mit meiner Freundin Julia“, erzählt der 20-Jährige, der zugibt, ein wenig abergläubisch zu sein: „Ich wohne bei meinen Eltern und übernachte dort vor jedem Spiel allein.“ Danach kam er jede Sekunde der Saison zum Einsatz.

Von Torsten Kohlhaase

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