Schnelle Nordshäuser Rückkehr

Erfolgstrainer: Sebastian Dietzel. Fotos: SV Nordshausen

Mit dem 39 Jahre alten Sebastian Dietzel wurde ein neuer Coach verpflichtet.

Der Abstieg des SV Nordshausen aus der Fußball-Kreisoberliga in der Saison 2018/19 kam überraschend. In den Jahren zuvor war die Mannschaft von der Dönche eher ein Kandidat für den Aufstieg in die Gruppenliga gewesen. Aber die Nordshäuser verbrachten nur ein Jahr in der Kreisliga A. Der SVN wurde souveräner Meister – und wäre das wohl auch ohne den vorzeitigen Saisonabbruch aufgrund der Corona-Pandemie geworden.

In der Vergangenheit, also nach dem Abstieg aus der Gruppenliga 2011, belegte das Team immer einen Platz in der Kreisoberliga, der Mut machte, in der folgenden Spielzeit nach oben zu schielen. Insbesondere nachdem SVN-Urgestein Dirk Peter die Geschicke der Mannschaft als Trainer übernommen hatte. Im Laufe der Saison 13/14, die mit dem neunten Platze endete, löste Peter Najeh Braham ab. Ein erster Erfolg stellte sich dann 16/17 ein, als das Team den vierten Rang belegte. Doch der große Wurf gelang nie. Stattdessen kam vor einem Jahr der Abstieg in Kreisliga A. Es war das Ende eines Seuchenjahres mit vielen Verletzungen und Roten sowie Gelb-Roten-Karten aufgrund von zahlreichen Disziplinlosigkeiten. Die Konsequenz: der Abstieg. Gemeinsam mit Oberzwehren, der SVH und Söhrewald mussten die Kasseler Vorstädter eine Liga runter.

Die Verantwortlichen zogen die richtigen Schlüsse. Mit dem 39 Jahre alten Sebastian Dietzel wurde ein neuer Coach verpflichtet, der seine Traineranfänge beim CSC 03 als Coach der zweiten Mannschaft gemacht hatte. Es waren vor allem aber auch die richtigen Spieler, die nun an der Dönche für die Nordshäuser aufliefen. Allen voran die Routiniers Mahmut Baksoy (38) und Niko Karwath (32), die zusammen 59 der 91 Tore erzielten. Baksoy stand mit 34 Treffern an der Spitze der Torschützenliste. Ein neues Team war geboren.

Und so steht unter dem Strich ein souveräner Aufstieg: 19 Partien bestritt der SVN, gewann 18-mal und musste nur einmal (2:3 beim VfL Kassel II) als Verlierer den Platz verlassen. Das Torverhältnis lautete 91:15. Der höchste Sieg war ein 13:1-Erfolg gegen Nachbar Olympia II. Torschützen waren Baksoy (4), Marco Stanek (3) und Karwath (2).

Vor allem aber war es die richtige Einstellung, die der Mannschaft mit auf den Platz gegeben wurde. „Teamgeist, Disziplin und ein starkes Kollektiv waren es, was ich zusammen mit meinem Co-Trainer Nikolai Hatikov der Mannschaft vermittelte“, sagt Dietzel. Hatikov fungiert in der kommenden Spielzeit als Sportlicher Leiter.

Auch für die Kreisoberliga sind sie in Nordshausen schon richtig gut aufgestellt. Im Winter bereits machte Martin Rischkowski, der vom OSC Vellmar zurück zum SVN kam, den Anfang. Aus Vellmar folgen ihm nun Felix Lehmann, Marcel Kahl und Rouven Höller. Mit der Verpflichtung des 27 Jahre alten Laurids Piepenbring vom TSV Rothwesten sind die Planungen so gut wie abgeschlossen. „Unser Ziel ist es als Aufsteiger, uns etwa um Rang zehn einzuordnen, einfach nur vom Klassenerhalt wollen wir nicht sprechen“, macht der Coach seiner Mannschaft eine Vorgabe.

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