Fußball-Oberliga

SVG Göttingen im neuen Dress: Tarnen, täuschen, siegen

+
Schwarz-weiße Jubel-Traube nach dem 3:1 in Northeim: An diese neuen „Tarn-Trikots“ der SVG Göttingen im Camouflage-Look muss man sich erst einmal gewöhnen. 

Dass der erste Sieg der SVG Göttingen in der Fußball-Oberliga an den ungewöhnlichen Trikots lag, ist sicher nur ein Gerücht. Der Rückkehrer in die 5. Liga trug erstmals den neuen Camouflage-Dress – nach dem Motto: Tarnen, täuschen und siegen! Das 3:1 war am Ende hochverdient.

„Northeim war gallig, hatte aber ein Erfahrungs-Defizit“, fand SVG-Trainer Dennis Erkner. „Der Wille hat entschieden. Wir waren 20 Minuten nach der Pause gut und dominant.“ In dieser Phase entschied der Oberliga-Rückkehrer auch die Partie, die mehr als die corona-bedingten erlaubten 500 Fans verdient gehabt hätte. Etliche Zuschauer mussten die Eintracht-Verantwortlichen am Kassenhäuschen-Eingang an der Rhume-Brücke sogar wieder nach Hause schicken – sie waren schlicht zu spät gekommen. Was sie verpassten, war sicher kein überragendes, aber ein sehr solides, ordentliches und überwiegend gut anzuschauendes Südniedersachsen-Duell.

Wir haben zwei Eier gefangen

Eintracht-Trainer Jan Ringling

Der neue Eintracht-Coach Jan Ringling unterließ es, mit seinem Team nach der Heim-Pleite zum Auftakt hart ins Gericht zu gehen – vielmehr strich er zu Recht die positiven Aspekte heraus: „Wir haben gesehen, wo wir stehen. Ich habe uns auf Augenhöhe gesehen. Das erste und dritte Tor war natürlich unnötig. Da haben wir zwei Eier gefangen. In der Abwehr stehen bei uns 18- und 19-jährige Spieler. Aber das müssen wir fressen. Über die 90 Minuten waren wir insgesamt nicht konstant genug.“

Bitter für Ringling zudem: Torschütze Marc-Jannik Grunert fuhr hinterher ins Krankenhaus, ließ sich röntgen – Diagnose: Mittelhandbruch der rechten Hand. Damit fällt er auch für das erste Auswärtsspiel bei Aufsteiger Ramlingen-Ehlershausen am kommenden Sonntag aus. Ein schweres Handicap – Kapitän Grunert ist derzeit der erfahrenste Eintracht-Akteur.

Freude dagegen bei den Schwarz-Weißen! „Ein gutes Gefühl“, war Göttingens Doppel-Torschütze Nico Krenzek happy. „Ich hab’ einfach mal draufgeschossen. Der Gegner war robust – mit den zwei schnellen Toren haben wir das Spiel entschieden. Zum Schluss war etwas die Luft raus.“ Sah der neue SVG-Kapitän Janek Brandt genauso: „Am Ende haben wir es schleifen lassen.“ 2:0-Torschütze Lukas Presch: Irgendwann musste es klappen! Beim Training übt der Neue aus Petershütte immer noch Standards wie eben Freistöße. Und ganz ehrlich: „Ich hab’ noch Luft nach oben.“ SVG-Boss „Willi“ Würzberg war „hochzufrieden. Alles gut: Die Einstellung stimmte. An den Stockfehlern will ich nicht rummäkeln.“

„Jugend forscht!“ Eintrachts Teammanager Hartmut Denecke brachte die Northeimer Verjüngungs-Kur auf einen prägnanten Begriff. „Unsere Jungs machen Spaß, aber die SVG war reifer und erfahrener. Wir müssen die Stimmung positiv halten.“

Die SVG hat am nächsten Sonntag (17 Uhr!) Arminia Hannover zu Gast.  gsd

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.